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San Cristobal de las Casas - Fotograf: Mikko Koponen - Lizenz: Creative Commons Attribution  - Quelle: flickr.com
Entdecken sie die Indio-Hauptstadt Mexikos!
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San Cristóbal de las Casas



Mexiko Karte San Cristóbal de las Casas ist so etwas wie die “Indio-Hauptstadt” Mexikos und begeistert den Besucher mit ihrer besonderen Mischung aus kolonialem Stil und der Kultur der indigenen Stämme der Umgebung. Die Stadt liegt in einem grünen Hochtal auf 2100m Seehöhe. Speziell, wenn man aus dem subtropisch-heißen Flachland anreist, sollte man sich also warm anziehen, denn in San Cristóbal ist es vergleichsweise kühl und nachts oft sogar empfindlich kalt.

Gegründet 1528 von Diego de Mazariegos ist San Cristóbal – oder Jovel, wie es von den Mayas genannt wird – die älteste spanische Siedlung in Chiapas, war auch bis 1892 Hauptstadt des Bundesstaates und ist heute noch Bischofssitz. Namensgeber ist der Dominikaner Bartolomé de las Casas, der im 16. Jahrhundert hier Bischof war und sich sehr für die Rechte der Indios eingesetzt hatte.


Was Sie sehen müssen!

Catedral de San Cristobal de Las Casas - Fotograf: Wikipedia-User: Maksim - Lizenz: GNU-FDL - Quelle: WikipediaEs ist v.a. die Stadt selbst mit ihrer eigenen Atmosphäre, ihren kolonialen Bauten, den langen Arkadengängen und stillen Innenhöfen, die den Aufenthalt zum Erlebnis macht. Deshalb lässt sich San Cristóbal auch am besten zu Fuß entdecken und genießen.

Zentrum und idealer Ausgangspunkt für Besichtigungen ist der Zócalo. Wie in allen Kolonialstädten wird er umrahmt von den „offiziellen“ Gebäuden der Stadt: der Kathedrale, die bereits im Jahr der Stadtgründung gebaut wurde, und dem Palacio Municipal. An der Südseite liegt die Casa de Diego de Mazariegos, ein wunderschönes Kolonialpalais im Stil der spanischen Renaissance, das einst Residenz des Gründers der Stadt war und heute ein Hotel beherbergt.

Etwas nördlich der Kathedrale stoßen wir auf die in prächtigem mexikanischem Barock erbaute Iglesia de Santo Domingo.Im Dominikanerkloster nebenan befindet sich ein Museum für indigenes Kunsthandwerk. Unbedingt einen Besuch wert ist auch das Maya Medizin Museum, wo man nicht nur viel über die Heilpraktiken der Indios erfährt, sonder sich auch von echten Medizinmännern behandeln lassen kann.

Zu den Hauptattraktionen San Cristóbals zählt sicher der Indio-Markt noch ein Stück nördlich der Dominikanerkirche, wo die Bewohner des Umlandes ihre Waren und Erzeugnisse anbieten.


Ausflüge ins Umland

Knapp 11km entfernt sind die Höhlen von San Cristóbal. Nur ein kleiner Teil des riesigen Höhlensystems ist zugänglich, der Besuch lohnt sich aber allemal.

Hochinteressant sind Ausflüge in die umliegenden Dörfer (alle im Umkreis von maximal 30km), die fast ausschließlich von Mayas bewohnt werden. In Zinacatán, San Juan Chamula oder Tenejapa kann man die Lebensweise, die Kultur, die Traditionen und Feste der indigenen Bevölkerung noch recht unverfälscht erleben. Spanisch ist hier oft nur Fremdsprache neben den Maya-Dialekten.

Palenque

Palenque - Quelle: Fotolia225km von San Cristóbal entfernt liegt mitten im dichten Urwald eine der bedeutendsten und schönsten Maya-Städte Mexikos: Palenque. Die Besiedlung lässt sich bis ins 4. vorchristliche Jahrhundert nachweisen, ihre Blütezeit erlebte die Stadt im 7. und 8. Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammt auch der Großteil der heute erhaltenen Anlage. Um 950 wurde Palenque aus ungeklärten Gründen aufgegeben. Seit 1987 zählt das Areal zum UNESCO-Welterbe.

Von der ursprünglichen Maya-Stadt ist lediglich das Zentrum freigelegt und restauriert, der große Rest ist weitgehend unerforscht. Größter Gebäudekomplex ist der Palacio mit dem markanten vierstöckigen Turm, der als Observatorium bezeichnet wird. Mehrere Tempelbauten umgeben den Palacio, darunter auch der Templo de las Inscripciones, mit 21m die höchste Pyramide Palenques. In seinem Inneren entdeckte man die Grabkammer und den Sarkophag des Priesterkönigs Pakal. Dieser Sarkophag ist ebenso wie zahlreiche andere originale Fundstücke im Anthropologischen Museum von Mexiko-City zu besichtigen.

Rund 60km vor Palenque an der Straße nach San Cristóbal liegen die Cataratas de Agua Azul. Diese „blauen Wasserfälle“ zählen zu den schönsten Natursehenswürdigkeiten Mexikos. Über 500 einzelne Wasserfälle mit bis zu 30 Metern Fallhöhe reihen sich über eine Strecke von rund 7km aneinander, beschauliche Wege führen zu beiden Seiten der Kaskaden entlang, und es gibt auch Bademöglichkeiten.

Unterkünfte, Essen und Shopping

San Cristóbal und die umliegenden Dörfer bieten natürlich v.a. die Möglichkeit, originales Maya-Kunsthandwerk, Schmuck, Lederwaren und Trachten zu erwerben. Am besten kauft man bei den regionalen Kooperativen, wo die Produkte zwar ein wenig teurer, dafür aber auch authentisch sind.

Da San Cristóbal ursprünglich beliebtes Ziel von „Rucksacktouristen“ war, gibt es nach wie vor viele recht billige (und oft auch sehr einfache) Herbergen, Hotels und Bars. Zunehmend etablieren sich aber auch ausgesprochen stilvolle Hotels und Restaurants in den alten Kolonialgebäuden.

Genießen Sie Ihre Reise nach San Cristóbal!



Ein Artikel von Gerhard Waiz


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