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Cồn Hến - Foto: WP-User: Lưu Ly - CC BY 3.0 - Wikimedia
Die Stadt am Parfümfluss

Hué, Vietnam



Hué ist eine sehr bekannte Stadt am Südchinesischen Meer in Zentralvietnam. Zwischen 1802 und 1945 war sie sogar die Hauptstadt Vietnams. Durch den Ort fließt der Huong Giang, auch Parfümfluss genannt. Obwohl die Stadt Sitz eines römisch-katholischen Erzbischofs ist, leben die meisten der 300.000 Einwohner dort nach dem Buddhismus.

Sehenswürdigkeiten und Ausflüge

Die wohl beliebteste Anlaufstelle für Touristen ist die historische Zitadelle mit der verbotenen Stadt. Die Zitadelle war einst ein eigener Staat und entstand nach dem Vorbild in Peking – 1993 wurde sie von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die Zitadelle lässt sich nur über eine Brücke erreichen. Hat man diese Hürde überwunden, kann man den alten Kaiserpalast bewundern: Die verbotene Purpurstadt, die unter anderem eine Bibliothek und historische Tempelhallen in sich birgt.

Vor den Toren der Stadt befinden sich bedeutsame Kaisergräber: Etwa 7 bis 15 Kilometer von Hué entfernt liegen die 6 Grabstätten der Nguyen-Dynastie (1802-1945). Ein Tipp: Am besten lassen sich die Sehenswürdigkeiten in und um Hué mit einer Bootstour auf dem Parfümfluss erkunden. Direkt am Gewässer liegt beispielweise die berühmte Thien-Mu-Pagode. Sie ist der größte Tempel in Vietnam. Eine Anekdote: In der Garage steht das Auto des Mönchs Thich Quang Duc. Er wurde 1963 berühmt, als er sich vor laufender Kamera aus Protest gegen das Regime selbst verbrannte. Neben den Bootsfahrten sind auch besonders Motorradtouren entlang des Flusses beliebt.

Wer gerne ins Museum geht, der sollte einmal ins Ho-Chi-Minh Museum hineinschauen. Hier gibt es viele Fotos und Wissenswertes zum vietnamesischen Revolutionär zu erfahren.
Möchte man weiter hinaus in die Umgebung, bietet sich ein Ausflug zum 60 Kiometer südlich gelegenen Nationalpark Bach Ma an. Der Park wurde 1991 unter Naturschutz gesetzt – hier leben viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten.




Unterkunft und Gastronomie

In Hué findet man Hotels und Pensionen für jeden Anspruch. Von Backpacker-Unterkünften, über Mittelklasse-Hotels bis hin zu Luxus-Varianten.

Für Freunde der vietnamesischen Küche ist die Gastronomie der Stadt ein wahres El Dorado. Schon zur frühen Kaiserzeit legte man sehr viel Wert auf die schmackhafte Präsentation der Gerichte. Typischerweise isst man in Hué zum Beispiel bun bo Hué, eine Nudelsuppe mit Fleisch und Chili. Traditionell verzichten aber die meisten Leute in der Stadt auf Fleisch – deshalb sind auch vegetarische Restaurants in Hué weit verbreitet.

Genießen Sie Ihre Reise nach Hué in Zentralvietnam!




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Ein Artikel von Annalena Schieber

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