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Die absoluten Highlights des Landes

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Brasilien

Traumstrände, Naturschönheiten, architektonische Schätze und Menschen, die feurige Lebenslust versprühen – Brasilien weiß eben, wie man das Leben genießt. Ob Karneval oder Sonnenuntergang, ob Meeresrauschen oder Urwaldsounds – zahlreiche Sehenswürdigkeiten garantieren einen Urlaub Hand in Hand mit der Abwechslung.

Cristo Redentor-Statue auf dem Corcovado

Cristo Redentor Cristo Redentor - © Pavel Špindler (modified by UI) - CC BY 3.0

Schützend streckt er seine Arme über die Stadt – Cristo Redentor, das Wahrzeichen von Rio de Janeiro. Auf der Spitze des brasilianischen Hausberges Corcovado – in mehr als 700 Metern Höhe – thront die 30 Meter hohe Christusstatue. Einst anlässlich der 100-jährigen Unabhängigkeit Brasiliens geplant, wurde dieses architektonische Wunder nach langer Bauzeit im Jahr 1931 für die Öffentlichkeit eingeweiht. 1.145 Tonnen Stahlbeton mit Speckstein überzogen. Und der 8 Meter hohe Sockel trägt eine kleine Kapelle in sich. Die Zeiten, in denen man auf endlosen Stufen seine Sünden abbüßen musste, sind vorbei. Heute bringen eine Zahnradbahn und Panorama-Lifte die Pilger in den Himmel von Rio, wo die Aussicht weit bis über den Zuckerhut reicht. Mehr Infos zur Cristo Redentor Statue und zu Rio de Janeiro

Zuckerhut bei Rio de Janeiro

Zuckerhut Zuckerhut - © flickr-User: M M (modified by UI) - CC BY-SA 2.0

Auf der Halbinsel Urca im Süden der Botafogo-Bucht ragt ein 395 Meter hoher Granitfelsen in den Himmel, der den reizenden Namen „Zuckerhut” trägt und als zweites Wahrzeichen von Rio gilt. Der Name stammt aus der Zeit, als brasilianisches Zuckerrohr in seiner Hochblüte stand und nach der Verarbeitung in konischen Blöcken – den Zuckerhüten – verschifft wurde. Äußerliche Ähnlichkeit brachte den Titel. Eine Seilbahn führt den Besucher entlang einer 1.400-Meter-Strecke über zwei Stationen auf den Gipfel, wo ein umwerfendes Panorama mit geschäftiger Großstadt und weißen Sandstränden wartet. Im Jahr 2012 feierte die historische Bahn bereits ihr 100-jähriges Bestehen. Der Zuckerhut ist zudem auch bei Kletterern sehr beliebt, denen er schwindelerregende Ausblicke auf das Meer und die Küste offenbart. Mehr Infos zu Rio de Janeiro

Iguazú Wasserfälle

Iguazú Wasserfälle Iguazú Wasserfälle - © Diego Torres Silvestre (modified by UI) - CC BY 2.0

An der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien verläuft ein Naturwunder, das es auch auf die Liste des UNESCO-Weltnaturerbe geschafft hat – die atemberaubenden Iguazú Wasserfälle. Mit einer Ausdehnung von 2.700 Metern gelten sie als die breitesten Wasserfälle der Welt. Je nach Wasserstand des Flusses donnern bis zu 300 Kaskaden in die Tiefe. Mehrere Inseln mischen sich in das Gesamtbild und verleihen dem Ort ein paradiesisches Flair, das vom Nationalpark Iguazú fortgeführt wird. Vielerorts seltene Pumas, Jaguare, Harpyien (eine Greifvogelart) und Breitschnauzenkaimane haben hier ein sicheres Zuhause gefunden und machen den ganz besonderen Reiz dieser Region aus, die auch schon Indiana Jones und James Bond betört hat. Mehr zu den Iguazú Wasserfällen

Salvador da Bahia

Altstadt von Salvador Altstadt von Salvador - © flickr-User: M M (modified by UI) - CC BY-SA 2.0

Die einstige Hauptstadt Brasiliens, die im 18. Jahrhundert ihren Titel an Rio de Janeiro abgeben musste, blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Dies kann man in den kleinen Gässchen des Pelourinho spüren – ein besonders sehenswerter Teil der Altstadt, der früher als Sklavenmarkt diente. Später zogen Künstler und Musiker an diesen Ort und machten ihn zum kulturellen Mittelpunkt der Stadt. Laufende Revitalisierungsmaßnahmen bringen dem Viertel mit seinen bunten Häusern, Cafés, Bars und Kleinkunstmärkten viel Sympathie. Eine Standseilbahn verbindet Ober- und Unterstadt, die aufgrund ihrer Berglage getrennt sind. Zur Karnevalszeit platzt Salvador da Bahia aus allen Nähten, wenn der größte Straßenkarneval der Welt durch die Innenstadt und entlang der Uferpromenade zieht. Doch auch Beschaulichkeit ist hier kein Fremdwort. Der Leuchtturm an der Allerheiligenbucht ist einer der besten Plätze, wenn die Sonne in das Meer untergeht. Mehr Infos zu Salvador da Bahia

Ouro Preto

Ouro Preto Ouro Preto - © flickr-User: mariordo59 (modified by UI) - CC BY-SA 2.0

Die Stadt des „Schwarzen Goldes” befindet sich 500 Kilometer nördlich von Rio de Janeiro im Bundesstaat Minas Gerais. Große Goldvorkommen, durch Eisenoxyd leicht schwarz gefärbt, haben dem Ort Namen und Reichtum beschert. Die bemerkenswerte Altstadt bezaubert mit ihrer Melange aus portugiesischer Kolonialarchitektur und brasilianischem Barock, dem der europäische Einfluss deutlich anzusehen ist. Reizende Brücken und Brunnen schmeicheln dem Auge des Besuchers. Aleijadinho, Sohn der Stadt und einer der bedeutendsten Vertreter des brasilianischen Barocks, hat sich mit der Kirche Igreja São Francisco de Assis hier selber ein Denkmal gesetzt. Aufgrund der Höhenlage von mehr als 1.100 Metern ist das Klima untypisch kühl. Doch gleicht Ouro Preto das mit herzerwärmenden Impressionen aus. Vielleicht auch bei einer Fahrt mit der historischen Dampflok nach Mariana. Mehr Informationen zu Ouro Preto

Copacabana und Ipanema

Copacabana Copacabana - © Francisco Anzola (modified by UI) - CC BY 2.0

Wie ein vier Kilometer langer Laufsteg mutet der Sandstrand von Copacabana an, wo braungebrannte Modelfiguren alle Blicke auf sich ziehen. Der halbmondförmige Strand galt einst als Promenade der Reichen und war von prächtigen Villen nur so umsät. Heute ist der Stadtstrand von zahlreichen Hoteltürmen umgeben und eines der beliebtesten Viertel von Rio de Janeiro. Zahlreiche Nachtclubs und Bars verwandeln die Copacabana auch zu nächtlicher Stunde in einen Hotspot. Gleich im Anschluss an die Copacabana streckt sich der Strand von Ipanema das Meer entlang. Schon die Lage in einer gehobeneren Wohngegend macht ihn etwas exklusiver und auch hier lassen sich die heißen Strandschönheiten bei einem eiskalten Cachaça bewundern. Mehr zu Ipanema, Copacabana und Rio de Janeiro

Olinda

Von den Portugiesen im 16. Jahrhundert gegründet, wurde die Stadt an der Nordost-Küste Brasiliens später von den Niederländern erobert und niedergebrannt. Doch Olinda konnte wiederauferstehen und präsentiert heute stolz seine Mischung aus barocker Architektur und knallbunten Häusern. Als eine der besterhaltenen Kolonialstädte des Landes hat es Olinda zum UNESCO Weltkulturerbe geschafft. Neben dem historischen Stadtzentrum und einer Vielzahl an Klöstern, sind vor allem auch die weißen Sandstrände ein guter Grund für einen Besuch. Der bunte Straßenkarneval mit Musik und den Riesen-Puppen braucht sich vor dem “Karneval in Rio” nicht zu verstecken und das Museum für zeitgenössische Kunst, das in einem ehemaligen Gefängnis untergebracht ist, bringt den Beweis, dass Olinda nicht umsonst zu den kulturellen Zentren Brasiliens gerechnet wird. Weitere Infos zu Olinda

Pantanal

Eine paradiesische Naturlandschaft verbirgt sich hinter dem Namen, der portugiesisch schlicht und einfach „Sumpf” bedeutet. Tatsächlich handelt es sich hier um eines der größten Feuchtgebiete der Welt. Im westlichen Teil Zentral-Brasiliens – genauer im Bundestaat Mato Grosso – liegt das 230.000 Quadratkilometer große Pantanal. Eine Vielfalt an Süßwasserseen steht einigen Salzwasserlacken gegenüber. Mitten durch das Gebiet fließt der Rio Paraguay, der während der von November bis März dauernden Regenzeit über die Ufer tritt und große Teile des Gebietes unter Wasser setzt. Etwa 400 Fischarten und mehr als 600 Vogelarten sind hier heimisch. Genauso kann man hier Riesenottern, Sumpfhirschen, Wasserschweinen, Jaguaren, Tapiren und Ozelots auf die Pfoten beziehungsweise Hufe schauen. Diese außerordentliche Biodiversität bedeutet natürlich auch: strenger Naturschutz! Weitere Informationen zum Pantanal

Fernando de Noronha

Der Bundesstaat Pernambuco ist ja schon für seine schönen Strände bekannt. Etwa 350 Kilometer östlich vom Festland untermauert eine Inselgruppe vulkanischen Ursprungs diese Behauptung. Fernando de Noronha besteht aus 21 Inseln und Klippen. Helle Sandstrände und glasklares Wasser, Korallenbänke und eine reiche Artenvielfalt an Unterwasserbewohnern machen das Gebiet zu einem der schönsten Tauchgebiete Brasiliens. Riesenschildkröten und verschiedene Delfinarten tummeln sich im glasklaren Meer. Die größte Insel ist auch die einzig bewohnte. Auf ihr ragt der Berg Morro do Pico hervor, von dem eine unvergleichliche Aussicht über die Inselgruppe genossen werden kann. Doch Schönheit hat ihren Preis: Auch wenn Flugzeuge aus Recife oder Natal hier landen – die Anzahl von Besuchern ist, der Umwelt zuliebe, limitiert.

Kathedrale von Brasília

Wie eine Blüte ragt sie aus dem Boden. Oder wie die Dornenkrone Christi? Oder gar betende Hände? Die vom brasilianischen Meisterarchitekten Oscar Niemeyer erbaute Kathedrale von Brasília hat schon einige Interpretationen aufgeworfen. Im Zuge der Revitalisierung der Stadt wurde auch der kreisrunde Bau aus Beton und Glas mit dem außergewöhnlichen Erscheinungsbild geplant, 1970 schließlich eingeweiht. Halb in die Erde versenkt, mit geschwungenen Stützen, die sich Richtung Himmel öffnen und einem sonnendurchfluteten Innenraum, der aufgrund der runden Form über eine besondere Akustik verfügt, bewegt sich Niemeyers Konzept im Ungewohnten. Unter der Kuppel schweben drei Engel, außerhalb wachen überlebensgroße Bronzestatuen der vier Evangelisten. Wie viele andere Gebäude in Brasília, gehört auch die Kathedrale zum wichtigen regionalen Vermächtnis des Oscar Niemeyer.

Entdecken Sie die Schätze des Landes!

Text von Mag. Oliver Rapouch

 / Brasilien
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Beiläufige Urlauberinfos

Während eines Gesprächs behandeln Sie die lokale Bevölkerung stets mit dem nötigen Respekt. Nehmen Sie bitte Rücksicht auf die Gewohnheiten vor Ort.

Reisen Sie verantwortungsvoll: Die Emission des Treibhausgases CO2 für den Flug kann man ausbügeln, beispielshalber bei dem Klimakompensationsanbieter atmosfair. Reduzieren Sie den Bedarf an Wasser (z.B. mit kürzer unter die Dusche gehen). Verringern Sie beim Einkaufen überflüssigen Plastikmüll. Fördern Sie kleine Händler und nicht internationale Multis.

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