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Millionenstadt mit Fluchtmöglichkeit in die Unterwasserwelt

Makassar, Indonesien

Ein weiterer Vertreter des Typs Millionenstadt befindet sich im Zentrum Indonesiens in der südwestlichen Region von Sulawesi.

Die Hauptstadt der Provinz Süd-Sulawesi spielt ganz vorne mit im Rennen um die Big Player.

Die Hafenstadt an der Meeresstraße von Makassar beherbergt heute einen der größten Häfen Indonesiens mit riesigen Werften und ist bereits seit langer Zeit eine der bedeutendsten Handelsstädte des Landes. Ihren Teil dazu beigetragen haben das Makassar-Öl und das Makassar-Edelholz. Bereits in kolonialen Zeiten erfreuten sich das Haarpflegemittel und das Tropenholz auch außerhalb des Landes großer Beliebtheit und begründeten im Laufe der Jahre den Erfolg, der Makassar zum vielbeachteten „Tor zu Ost-Indonesien” machte. Auch heute sind die traditionellen Pinisi – die hölzernen Lastensegelschiffe, die vor Ort gebaut werden und eine Ladekapazität von mehreren hundert Tonnen erreichen – nicht aus dem Hafen wegzudenken. Immer wieder ist es ein besonderes Schauspiel, wenn die Meeresriesen hier vor Anker gehen und für ihre Geschäftsreise beladen werden.

Schätze des Meeres

Etwas geruhsamer geht es im Fischereihafen Paotere zu, der sich 3 Kilometer nördlich des Stadtzentrums entlang des Meeres erstreckt. Morgens hört man die Rufe der lokalen Fischer, die hier ihren frischesten Fang zum Verkauf anbieten. Beim Schlendern durch den Fischmarkt kommt man dann aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Am westlichen Ende des Hafens trotzen Schiffswracks der Vergänglichkeit. Und weil man natürlich an der Quelle sitzt, gibt es hier am Hafen die besten Fisch-Restaurants der Stadt. Eine solche Frische auf dem Teller findet man kaum anderswo.

Überhaupt ist Makassar für seinen kulinarischen Reichtum und sein riesiges Angebot an Meeresfrüchten bekannt. Der Geruch von gegrilltem Fisch lässt einem jederorts das Wasser im Mund zusammenlaufen. Milchfisch ist nur eine der vielen regionalen Fisch-Spezialitäten, die traditionell mit Reis serviert werden. Die Lage am Meer spiegelt sich auch in den anderen Speisen wider, für die Makassar längst Bekanntheit erlangt hat. Otak-Otak zählt hier etwa dazu – eine kuchenartige Rolle aus Fischfleisch, in einem Bananenblatt gedämpft und mit einer Auswahl an würzigen Saucen serviert. Und wer abseits der Meeresfrüchte-Pfade schlemmen möchte, sollte auf jeden Fall Coto Makassar probieren. Die kräftige Suppe mit Rindfleisch und Gemüse, manchmal auch Innereien und Knochen, wird gewohnter Weise mit Ketupat – in ein Bananenblatt gewickelte Reisbällchen – und erfrischenden Limetten serviert.

Erfrischung ist hier stets erwünscht, liegt Makassar doch in einer tropischen Klimazone mit durchschnittlichen 25 bis 32 Grad im Jahr. Das heiße und schwüle Klima wird von hoher Luftfeuchtigkeit ergänzt und während der Regenzeit von Oktober bis April ist mit reichlich Niederschlag zu rechnen. Der trockenste Monat ist jedenfalls der August.

Was Makassar bewegt

Verkehrstechnisch verlässt sich Makassar auf seine altgedienten Nahverkehrsmittel: Neben den Pete-Pete, umgebauten Kleinbussen mit einem Mittelgang zum Ein- und Aussteigen, flitzen auch Becaks – kleine Fahrradrikschas – und Ojeks – Mietmotorräder, die mit Fahrer gebucht werden – durch die geschäftigen Straßen der Millionenstadt. Schienenverkehr ist gerade noch in Planung aber natürlich sorgen auch größere Regionalbusse für Beweglichkeit innerhalb und außerhalb der Stadt.

Ungefähr 20 Kilometer nordöstlich von Makassar empfängt der internationale Flughafen Sultan Hasanuddin eine Vielzahl von Besuchern. Tägliche Flüge von Singapur und mehrmals wöchentliche Verbindungen nach Kuala Lumpur sorgen für ein größeres Menschenaufkommen auf dem – gemessen an der Fläche – zweitgrößten Flughafen Indonesiens.

Die touristische Infrastruktur hat in den letzten Jahren erheblich an Ausbau erfahren. Sterne-Hotels und Shopping Malls bereichern die Auswahl an Unterkünften und Einkaufsgelegenheiten immer mehr und geben untrüglich zu erkennen, dass Makassar sich im fortlaufenden Aufschwung befindet. Während Chinatown noch mit abgewohnten aber dafür günstigen Unterkünften dienen kann, hat sich entlang der Jl. Sutan Hasanuddin inzwischen eine Ansammlung an modernen Mittelklasse-Hotels etabliert. Darüber hinaus bietet Makassar das bunteste Nachtleben Ost-Indonesiens an – vor allem die Jl. Penghibur lockt die Schwärmer der Nacht in ihre zahlreichen Bars.

Kompaktes Vergnügen unter einem Dach

Im neu gegründeten Stadtteil „Tanjung Bunga” im Südwesten der Stadt öffnet der größte überdachte Themenpark Asiens seine Pforten – der Trans Studio Vergnügungspark. In Disneyland-Manier bietet dieser Ort Abenteuer im geheimnisvollen Inka-Tempel, in einer Cartoon-Stadt, auf der Hochschaubahn, auf einer Wasserbahn und im Kino oder im Theater. Natürlich dürfen dabei zahlreiche Restaurants und Shops nicht fehlen. Das Stadtviertel befindet sich übrigens immer noch im Ausbau – Luxusresidenzen und ein Yachthafen verleihen dem neu erlangten Reichtum ein Gesicht.

Wer in die Geschichte Makassars eintauchen möchte, kann dies auf Fort Rotterdam machen. Das direkt am Meer gelegene Fort, das in der niederländischen Kolonialzeit als militärisches Zentrum der Verteidigung galt, ist Teil eines Komplexes aus 7 Meter hohen, dicken Mauern. Ein Rundgang auf diesen Mauern und durch die Bastionen lässt den Besucher erkennen, welch gewaltige Wehranlage hier einst gegen die Feinde von Außen erbaut wurde. Innerhalb der Mauern befinden sich Gebäude im kolonialen Stil, die heute interessante Museen beherbergen. Erst kürzlich – im Jahr 2011 – wurde der Komplex einer Komplettsanierung unterzogen.

Tauchgänge ins Paradies

Wer allerdings einmal gänzlich vor der Stadt flüchten möchte, sollte sich an die Koordinaten der Inseln des Spermonde-Archipels halten. Nur einige Kilometer von der Küste entfernt, in der Straße von Makassar, warten kristallklares Wasser und weiße Sandstrände auf jene, die von der Stadtluft genug haben. Die etwa 2 Kilometer entfernten Inseln Pulau Lae Lae und Pulau Kayangan sind noch etwas überlaufen und mit Restaurants sowie billigen Unterkünften gesäumt, doch die wahren Tauchabenteuer spielen sich ein paar Kilometer weiter ab. Auf der 7 Kilometer entfernten Insel Pulau Samalona machen prächtige Korallengärten und farbenfrohe Fische das Tauchen und Schnorcheln zu einem unvergesslichen Erlebnis. Und wenn man sich von dieser Schönheit nicht losreißen kann, ist es auch nicht weiter ein Problem – auch hier findet der Besucher reizende Übernachtungsmöglickeiten vor.

Millionenstadt und Robinson-Insel – die Stadt vermag es, diese Gegensätze miteinander in Einklang zu bringen.

Viel Spaß und viele Eindrücke auf Ihrer Reise nach Makassar!

Makassar / Indonesien
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