Hintergrundbild: © Stefanie Weijsters (modified by UI) - CC BY 2.0

Ein Surferparadies abseits des Massentourismus

Pangandaran, Indonesien

Die Südküste Javas bietet ein freundliches Klima für Strandhungrige.

Doch mit dem Hungrig-Sein ist es oft so, dass man dabei nicht der einzige ist. Nichtsdestotrotz haben sich einzelne Dörfer und Städtchen bis heute eines Massentourismus-Schicksals erwehren können und einen Vertreter dieser Art findet man im idyllischen Fischerort Pangandaran in der Provinz Jawa Barat. Es ist ein schneller Tipp für einen Wochenendausflug, denken sich viele Indonesier. Und deswegen kommen vermehrt einheimische Urlauberströme aus den Großstädten Bandung oder Yogyakarta. Doch auch auf dem internationalen Parkett hat der Ort schon Begeisterte für sich gewinnen können.

Über die Meeresbrücke ins Naturreservat

Das besondere an diesem Ort ist seine besiedelte Landbrücke durch das Meer zur Halbinsel im Süden der Stadt. Am Ende wartet ein eindrucksvolles Naturreservat. An den engsten Stellen der Brücke werden nur 300 Meter Breite gemessen. Der dunkelsandige West-Strand verfügt schon am Beginn auf dem Festland über eine Ansammlung an Übernachtungsmöglichkeiten. Zum Baden eignet sich allerdings in erster Linie der südliche Teil, der sich auf der Landzunge befindet. Der Oststrand hingegen gilt als das Revier der Fischer. Ihr frischer Fang wird dann direkt vor Ort in einer Fischauktion oder am etwas weiter Richtung Festland gelegenen Fischmarkt verkauft.

Die vulkanische Vergangenheit ist unübersehbar, wenn man seine Spuren durch den schwarzen Sand zieht.

Es gibt aber auch das weiße Gegenstück – den Pantai Pasir Putih, der von einem traumhaften Korallenriff umgeben ist. Um an dieses wunderschöne, schnorchelfreundliche Fleckchen zu gelangen, bedarf es eines Ausflugs in das Naturreservat Pananjung Pangandaran am Ende der Landzunge. Das grüne Paradies hat eine Größe von mehr als 900 Hektar und besteht zu etwa 80% aus Regenwald. Hier fühlen sich Wildrinder, Affen, Stachelschweine, Hirsche, Warane und noch so einige tierische Freunde mehr heimisch. Auf ausgewiesenen Wegen geht es nicht nur zu kleinen Badebuchten, sondern auch zu geheimnisvollen Höhlen und traditionellen Gräber-Ansammlungen. Beachten Sie allerdings, dass ein größerer Teil des Reservats nur mit ortsansässigen Rangers betreten werden darf, denn hier findet die Natur ihren nötigen Schutz. Die Halbinsel lässt sich übrigens auch gut mit Kayaks umrunden. Oder Sie wählen die Variante mit dem festen Boden unter den Füßen und starten einen zwar Kraft-aufwändigen aber dafür umso beeindruckenderen Tagesmarsch über steile Klippen und durch dichten Wald mit ständigem Meeresblick.

Bretter, die den Urlaub bedeuten

Auch unter den Surfern spricht man von einem Hot Spot Javas. Noch heißer ist allerdings die Küste vor Batu Karas, einem kleinen Dörfchen, das ungefähr eine Fahrstunde entfernt ist. Neben einem schönen Strand wartet der Ort mit einigen Restaurants und Übernachtungsmöglichkeiten auf. Immer mehr Homestays und kleinere Hotels haben sich auf einen leicht zunehmenden Besucherstrom eingestellt – man kann die Nacht auch in Holz- oder Steinbungalows direkt an der Badebucht verbringen. Ein Ort an dem man sich zurücklehnen kann und noch mehr Entspannung als in Pangandaran findet.

Grüne Schluchten und erfrischende Wasserwege

Von hier ist es dann auch nicht mehr weit zu einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten dieser Region – dem Green Canyon nahe der Ortschaft Cijulang. Vogelgesang dringt aus der Schlucht, über die sich ein dichter, grüner Dschungel geschmiegt hat. Boote verleihen dem grünlichen Fluss noch mehr Bewegung und transportieren die Besucher durch eine Wunderwelt, in der Frösche, Krabben und Libellen, die Vorherrschaft haben. Auf der Route durch den Canyon wartet ein Wasserbecken, das von Wasserfällen gespeist wird und zu einem erfrischenden Sprung ins kühle Nass verleitet. Aber Achtung: In der Ferienzeit kann es auch mal zu Wartestaus auf der Boots-Route kommen.

Etwas weniger frequentiert ist der zweite grüne Canyon im „Green Valley” bei Citumang. Spaziergänge zu den Wasserfällen lassen ein Gefühl purer Entspannung aufkommen, am Ende wartet eine erfrischende Abkühlung im kristallklaren Wasser des Flusses.

Wer etwas höher hinaus möchte, dem sei eine Fahrt zum „Batu Hitu” ans Herz gelegt. Der charakteristisch geformte Küstenfelsen – etwa 14 Kilometer westlich von Pangandaran gelegen –  erinnert an einen Hai. Hier kann man wandern, relaxen und schließlich die spektakuläre Aussicht über die Küste und weit über den Ozean genießen.

Eine weitere Station, die sich für einen Eintrag auf der Reiseliste eignet, ist die Insel Nusa Kambangan – etwa 25 Kilometer östlich von Pangandaran. Von saftig-grüner Dschungelvegetation bedeckt, hat sich dieses idyllische Fleckchen unter den Einheimischen den Namen „Paradise Island” verschafft. Einsame Strände, Schnorchel-Reviere und Surfspots, geheimnisvolle Höhlen und Ruinen – was will man mehr? Guides stehen für Tagesausflüge bereit, Naturverbundene können zu Übernachtungs-Zwecken ihre Zelte aufstellen.

Reisen, Rasten, Restaurants

Pangandaran ist auf dem Luftweg über einen eigenen Flughafen zu erreichen – den Nusawiru Airport in der Nähe von Cijulang, etwa 25 Kilometer westlich von der Stadt. Inlandsflüge von und nach Jakarta stehen hier auf der Liste. Wer lieber auf das Auto setzt, benötigt von Jakarta ungefähr 7 Stunden. Und auch die Busse sorgen für Bewegung unter den Reisenden. Von der Busstation am Markt geht es in die nähere und auch weitere Umgebung – so etwa auch nach Bandung. Fortbewegung auf Schienen ist ab Sidareja oder Banjar möglich. Von hier verkehren Züge nach Yogyakarta.

Die Fortbewegung in der Stadt selbst geschieht mit Becaks bzw. können Sie sich auch ein Motorrad oder Fahrrad ausborgen und auf eigene Faust die Gegend erkunden. Die nähere Umgebung zum Markt und zum Strand kann mit einer Vielzahl an Übernachtungsmöglichkeiten aufwarten – von sehr einfachen Unterkünften mit Gemeinschaftsduschen bis hin zu Strandhotels mit eigenen Restaurants und Massageräumen.

Im Bereich der kulinarischen Verwöhnung, steht Seafood an erster Stelle. Klar, man sitzt ja an der Quelle. Auf dem Fischmarkt werden die Exemplare lebend ausgesucht und dann frisch vor einem zubereitet. Darüber hinaus gibt es auf dem West-Strand eine größere Auswahl an Restaurants und Cafés, die sich neben indonesischer und chinesischer Küche auch am westlichen Geschmack gelungen probieren und beispielsweise auch Steaks im Repertoire haben. Die traditionell indonesischen Gerichte sind allerdings meist die günstigere Wahl – wie etwa „Ayam Bakar” – ein würziges Hühner-Barbeque-Gericht.

Dazu ein kühles Bir Bintang und der heiße Strandurlaub hängt sich schnell das Prädikat „perfekt” um.

Viel Spaß und viele Eindrücke auf Ihrer Reise nach Pangandaran!

Pangandaran / Indonesien
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Wohlbekannte Urlauberinfos

Behandeln Sie die ansässigen Menschen immerzu mit angemessenem Respekt. Nehmen Sie bitte Rücksicht auf regionale Traditionen.

Reisen Sie verantwortungsfreudig: Den Kohlendioxid-Ausstoß Ihres Fluges kann man ausbügeln, beispielshalber bei dem Klimakompensationsanbieter atmosfair. Mindern Sie Ihren Wasserbedarf (z.B. mit kürzer Abduschen). Verzichten Sie auf unsinnigen Plastikmüll. Fördern Sie lokale Kleinhändler und nicht internationale Multis.

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