Hintergrundbild: © Sainamtha (modified by UI) - CC BY-SA 3.0

Wo Mystik, Kultur und Natur zusammentreffen

Luang Namtha, Laos

In Laos ist es keine Seltenheit, dass Städte nach den Flüssen benannt werden, an denen sie liegen.

Schließlich bringen diese das Leben - als Nahrungsquelle und Versorgungsweg. Auch die Kleinstadt Luang Namtha im Norden des Landes trägt einen Namen flüssigen Ursprungs. Der „Nam Tha“ fließt durch den Ort, der als Verwaltungssitz der gleichnamigen Provinz gilt und zu den größten Städten von Nord-Laos zählt.

Wer den Ort genauer unter die Lupe nimmt, wird bald erkennen, dass die Stadt sich in zwei Teile trennt. Weil Luang Namtha im Vietnamkrieg größtenteils zerstört wurde und zudem der wilde Fluss immer wieder für Überschwemmungen sorgte, wurde die Ansiedlung an einem anderen Platz wiedererrichtet. Also entstand etwa 7 Kilometer nördlich, auf höherem Gelände, ein neuer Stadtteil, der heute einen Großteil der Behörden, Unterkunftsmöglichkeiten für Touristen und zahlreiche Shops beherbergt. Der ältere Teil im Süden hingegen, trägt mit seiner historischen Altstadt zur Konservierung der Kultur bei und dient vornehmlich den Einheimischen als Wohngebiet.

Viele Wege führen nach Luang Namtha

Zahlreiche Durchfahrtsstraßen treffen sich in Luang Namtha und machen diesen Ort zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt der Region. Die Strecken führen hier auch über internationale Grenzen, wie der laotische Abschnitt des China-Thailand-Highways, der sich durch die Provinz schneidet. Doch ist der Weg nach China auch gut mit Fahrrädern zu bewältigen, die hier Allerortens gemietet werden können. Eine verkehrsarme Straße führt entlang grüner Täler und Reisfelder bis ins Reich der Mitte. Wer lieber den Luftweg vorzieht, kann den regionalen Flughafen von Luang Namtha als Destination anpeilen. Zwar nicht täglich aber doch etwa vier Mal die Woche landen hier Flieger aus Vientiane. Mit einer Stunde Flugzeit sollte man etwa rechnen. Wenn der Nam Tha sich gnädig zeigt und der Wasserstand es ermöglicht, können Besucher auch mittels Booten über den Mekong anreisen. Die stilgerechte weitere Fortbewegung am Land erfolgt dann in kleinen Mopedtaxis, den so genannten Tuk Tuks, oder in einem der urigen Busse.

Die Vielfalt der Sehenswürdigkeiten

Neben einigen buddhistischen Tempeln in der Stadt (Wat Ban Luang Khon und Wat Ban Vieng Tai) ist es vor allem das Umland, das mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten aufwarten kann. Auf einem Hügel 6 Kilometer nördlich der Stadt findet man die Überreste einer Ziegelstupa, die im 17. Jahrhundert erbaut wurde und im Vietnamkrieg einer Bombe zum Opfer fiel. Unmittelbar daneben befindet sich seit dem Jahr 2003 eine sehenswerte Nachbildung des bedeutenden spirituellen Bauwerks.Besonderen Stellenwert genießt heute der Ökotourismus. Das Naturschutzgebiet Nam Ha, das Luang Namtha von beinahe allen Seiten umgibt, eignet sich hervorragend fürs Wandern, Mountainbiken, Rafting und Kayak-Fahren. Die Einheimischen sind stark in das Programm eingebunden und bieten mehrtägige Touren durch das Reservat an. Eine Übernachtung in den traditionellen Hütten bringt den Besuchern schließlich die typische laotische Gastfreundschaft näher.
Mehr als 220.000 Hektar umfasst das Naturschutzgebiet und bietet Tigern, Elefanten, Bären, Wildbüffeln, Reptilien und seltenen Vogelarten ein gesichertes Zuhause.

Mystik im Heiligen Wald

Ein ganz und gar mystischer Ort ist am Rande Luang Namthas zu finden: Wo die ältesten Baumriesen der Gegend in den Himmel ragen, beginnt der „Heilige Wald”. Hier befinden sich die Gräber der Black Tai, die ihre Toten unter kleinen, fahnengeschmückten Häuschen begruben. In den Häuschen befänden sich alle Dinge, die der Verstorbene für das Jenseits benötige. Dass die Totenruhe auch von Fremden gewahrt werden sollte, versteht sich von selbst. Die Geister sind hier besonders wachsam.

Regionale Spezialitäten und exotische Saunaerlebnisse

Was die Stadt sonst noch bietet: Dorfmärkte nahe der Busstation und des Flughafens, die am besten frühmorgens besucht werden sollten, einen Nachtmarkt, wo Besucher auf jeden Fall das köstliche „Kao Soi“, eine würzige Suppe mit Reisnudeln, Fleisch und fermentierten Sojabohnen, probieren sollten und das Regionalmuseum, wo Kunstgegenstände, traditionelles Gewand und eine Ausstellung über die kommunistische Revolution bewundert werden können. Die Anstrengung des Tages lässt sich schließlich bei einem Besuch einer Laotischen Kräutersauna vergessen. Nach dem Aufguss mit Zitronengras und anderen regionalen Kräutern können Sie schließlich einen Tee genießen und darüber staunen, wie kühl einem die Hitze plötzlich vorkommt. Um sommerlich warme Tage genießen zu können ohne dabei in die Regenperiode zu kommen, bietet sich eine Reisezeit von Dezember bis Februar bestens an. Dann erreichen die Temperaturen immer noch Höchstwerte zwischen 25 und 28 Grad. Ideale Bedingungen für  eine Erkundung der Einzigartigkeit von Laos. Mit der Sonne als Begleiter.

Viel Spaß und viele Eindrücke auf Ihrer Reise nach Luang Namtha!

Luang Namtha / Laos
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Allgemeine Reiseinfos

Behandeln Sie die ansässigen Menschen stets mit dem nötigen Respekt. Berücksichtigen Sie dabei bitte auch landestypische Gebräuche.

Reisen Sie gewissenhaft: Den Kohlendioxid-Ausstoß Ihres Fluges kann man ausbügeln, beispielsweise bei dem Klimakompensationsanbieter atmosfair. Mindern Sie Ihren Wasserbedarf (z.B. mit kürzer Abduschen). Verringern Sie beim Einkaufen unsinnigen Verpackungsmüll. Supporten Sie kleinere Familienunternehmen anstatt Großkonzerne.

Gerne können Sie kleine Ausschnitte aus dem Inhalt zitieren. In diesem Fall bitten wir um einen Link.
Vorschlag: Luang Namtha bei Urlauberinfos

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