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Natur und Ursprünglichkeit erfahren

Sayaburi, Laos

Laos in seiner ursprünglichsten Form sehen - wer diesen Wunsch verspürt, sollte der Provinz im Nordwesten des Landes einen Besuch abstatten.

Denn was der Mekong von den übrigen Provinzen getrennt hat, sah deutlich weniger vom Laotischen Bürgerkrieg, der in den 1950er Jahren bis Mitte der Siebziger viel Leid und Zerstörung über das Land brachte.

Von einer Hand zur anderen

In seiner bewegten Geschichte unterstand die Provinz unterschiedlichen Verwaltungsmächten. Ursprünglich zu Thailand gehörig, wurde Sayaburi zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur französischen Kolonie erklärt und fiel in den 1940er Jahren ein weiteres Mal in den Besitz von Thailand, ehe es schließlich und endlich an Laos ging.

Sayaburi lässt sich in 10 Distrikte einteilen, die sich über das Gebiet westlich des Flusses erstrecken. Ein Bonus für den Besucher, der gerne Grenzen überschreitet, ist sicher die direkte Nachbarschaft zu Thailand. Doch auch Laos-Puristen kommen hier auf ihre Rechnung, denn Sayaburi verfügt über einen eigenen Flughafen, der Inlandsflüge auf seiner Landebahn willkommen heißt.

Die Hauptstadt am Mekong-Arm

Wer lieber den Landweg vorzieht, findet in der Route 4, die eine direkte Verbindung zu Luang Prabang herstellt, einen guten Zubringer.
Die Hauptstadt Sayaburi liegt an einem Nebenarm des Mekong, der in den Karten als Nam Hung eingezeichnet ist. Zwei Busstationen umklammern die Stadt - nördlich und südlich sind jeweils in etwa 2 Kilometer Entfernung die Haltestellen zu finden.

Es sollte aber auch gleich vorweg betont werden, dass Sayaburi kaum über asphaltierte Straßen verfügt. Erschütterungsfestes Sitzfleisch mitzubringen ist also kein Fehler.

Die Region selber verfügt über leichte Bergzüge. Da diese nicht zu hoch sind, ist hier im Gegensatz zu den meisten anderen Provinzen des Nordens der Reisanbau möglich und wird auch fleißig praktiziert. Nicht umsonst gilt die „Reisschale von Nordlaos” als wichtiger Ursprungsort des „weißen Goldes”.

Seltene Tiere in seltener Naturschönheit

Eine Besonderheit dieser Region ist der Nam Phoun Nationalpark. Über 1.000 Quadratkilometer bewaldete Hügel bieten exotischen Tieren ein Zuhause. Etwa dem Asiatischen Kragenbären, einem Verwandten des Amerikanischen Schwarzbären, dem stark gefährdeten Asiatischen Wildhund, Elefanten und Gibbons. Ebenso dem kleinsten Nashorn - dem Sumatra-Nashorn - mit seinem intensiven Fellwuchs und den zwei Hörnern, das als weitgehend ausgerottet gilt. Und noch eine weitere bedrohte Art nennt Nam Phoun ihr Zuhause: der Malaienbär, aufgrund seines charakteristischen gelben Flecks auf der Brust auch Sonnenbär genannt. Dieser eher kleine Artgenosse ist dank seiner gebogenen, spitzen Krallen ein guter Kletterer und verbringt die Tage schlafend auf den Bäumen, wo er sich sein Nest aus abgebrochenen Ästen zurechtgemacht hat.

Die Geschichte des Landes, der Kampf gegen die Besatzungsmächte, die soziale Entwicklung der Bevölkerung und das regionale Kunsthandwerk sind interessante Themen, die sich das Sayaburi Provincial Museum als Schwerpunkt nahm. Darüber hinaus geben Ihnen ethnische Kostüme und Artefakte einen wertvollen Einblick in die Traditionen und Bräuche der Einwohner Sayaburis.

Auf zur Elefanten-Party!

Im Februar wird Sayaburi zum Tummelplatz der Dickhäuter. Dann findet nämlich das alljährliche Elefantenfestival statt. In einer feierlichen Parade begeistern dressierte Elefanten Jung und Alt, vollführen Kunststücke und zeigen, was sie arbeitsmäßig drauf haben. Denn auch heute noch werden Elefanten hier als Arbeitstiere eingesetzt - es ist das traditionelle Zusammenleben zwischen Tier und Mensch. Und neben den Rüsseltieren verpassen auch die farbenfrohen Trachten der Einheimischen diesem Festival einen besonderen Hauch.

Elefantenfestival Elefantenfestival - © www.urlauberinfos.com - CC BY-SA 3.0

Auch das spirituelle Interesse der Reisenden muss hier kein stiefmütterliches Dasein fristen - im Süden der Stadt findet man mit dem Wat Si Bun Huang einen 500-jährigen buddhistischen Tempel, während der Tempel Wat Si Phan Don mit einer diamantenförmigen Stupa bezaubert. Der Bau des Tempels Wat Sisavang Vong hingegen, soll von König Sisavang Vong persönlich in Auftrag gegeben und auf dem Areal eines alten Tempels angeordnet worden sein.

Tradition, Natur und Spiritualität - das sind die Grundpfeiler, die Sayaburi zu einem Ort machen, der Laos-Reisende leicht in seinen Bann ziehen kann.

Viel Spaß und viele Eindrücke auf Ihrer Reise nach Sayaburi!

Sayaburi / Laos
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Beiläufige Infos zu Fernreisen

Treffen Sie Einheimische immer mit Respekt. Beachten Sie dabei bitte ebenfalls lokale Gepflogenheiten.

Urlauben Sie gewissenhaft: Die Emission des Treibhausgases CO2 für den Flug können Sie neutralisieren, beispielsweise bei der Non-Profit-Organisation atmosfair. Reduzieren Sie Ihren Wasserverbrauch (z.B. mit kürzer Abduschen). Verringern Sie beim Einkaufen überflüssigen Plastikmüll. Fördern Sie kleine Gewerbetreibende und nicht internationale Multis.

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