Trincomalee
Der Name Trincomalee klingt schon nach Abenteuer, und tatsächlich blickt die Hafenstadt an Sri Lankas Ostküste auf eine ziemlich bewegte Geschichte zurück. Ursprünglich siedelten hier vor allem tamilische Einwanderer aus Indien, die dem Ort den klangvollen Namen Thirukonamalai gaben, was so viel wie "heiliger Berg" bedeutet. Wer einmal auf dem Swami Rock steht und aufs Meer hinausblickt, versteht sofort, warum.
Im Laufe der Zeit kämpften Holländer, Portugiesen, Franzosen und schließlich die Briten um den strategisch wertvollen Naturhafen. Fort Frederick erinnert bis heute an diese wechselvolle Kolonialzeit, in der Trincomalee zeitweise einer der bedeutendsten Kriegshäfen im Indischen Ozean war. Erst als die Briten den Hafen von Colombo ausbauten, verlor Trinco an Bedeutung und konnte sich fortan in aller Ruhe seinem heutigen Charme widmen.
Denn davon hat die Stadt reichlich. Wer heute nach Trincomalee reist, taucht buchstäblich ab: Baden in glasklarem Wasser, Schnorcheln und Tauchen an bunten Riffen, Dolphin- und Whale-Watching-Touren sowie ein gemütlicher Bummel durch die Stadt gehören zum festen Reiseprogramm. Und ganz nebenbei begegnet man hier einigen der entspanntesten Menschen der ganzen Insel.
Koneswaram-Tempel und Fort Frederick
Koneswaram-Tempel
Hoch über der Stadt, auf dem dramatisch ins Meer abfallenden Swami Rock, thront der Koneswaram-Tempel, einer der bedeutendsten Hindu-Tempel Sri Lankas und ein Muss für jeden Besuch in Trincomalee. Der Legende nach soll hier einst ein prunkvoller Tempel mit unzähligen Säulen gestanden haben, bevor er den Kolonialherren zum Opfer fiel. Geblieben ist ein spiritueller Ort mit einem der spektakulärsten Meerblicke der ganzen Insel.
Fort Frederick
Direkt daneben liegt Fort Frederick, eine ehemalige Festungsanlage, die teilweise noch militärisch genutzt wird und deshalb nur eingeschränkt besichtigt werden kann. Im Inneren steht das frühere Wohnhaus des Herzogs von Wellington, im weitläufigen Garten wächst ein imposanter Bodhi-Baum. Zwischen den alten Mauern grasen zahme Rehe und Hirsche, die traditionell zum Tempelbezirk gehören und sich von neugierigen Besuchern kaum aus der Ruhe bringen lassen.
Wer es etwas urbaner mag, findet in der Stadt selbst weitere sehenswerte Hindu-Tempel neueren Datums, etwa das Mudugayan Kovil oder den Kadakarai-Tempel.
Pigeon Island und die Strände rund um Nilaveli
Pigeon Island
Ein echtes Highlight für Schnorchel- und Tauchfans ist Pigeon Island, eine kleine Koralleninsel, die man bequem mit dem Boot erreicht. Unter Wasser warten farbenprächtige Riffe, bunte Fischschwärme und mit etwas Glück sogar Schwarzspitzen-Riffhaie, die trotz ihres martialischen Namens erstaunlich gelassen sind. Auch abseits der Insel bietet die Region zahlreiche weitere Wassersportmöglichkeiten.
Nilaveli
Nördlich von Trincomalee erstreckt sich der Ort Nilaveli mit seinen traumhaften, oft angenehm menschenleeren Sandstränden. In der Trockenzeit herrschen hier ideale Bedingungen zum Baden und Schnorcheln, das Wasser liegt ruhig und klar wie Glas. Wer Erholung sucht, ist hier goldrichtig.
Unterkunftsmöglichkeiten
Übernachten lässt es sich sowohl in Trincomalee selbst als auch im nahe gelegenen Nilaveli. Während die Stadt eher einfache Guesthouses und kleinere Hotels bietet, hat sich Nilaveli mit einer größeren Auswahl an Unterkünften klar auf Erholungssuchende eingestellt.
Uppuveli – Badeort mit Charme
Nur einen Katzensprung von Trincomalee entfernt liegt Uppuveli, ein Ferienort, der vor allem wegen seines langgezogenen Sandstrands geschätzt wird. Der Strand beginnt am Stadtrand von Trincomalee und zieht sich bis zur Salli Lagoon, gesäumt von Palmen und kleinen Restaurants, in denen sich frischer Fisch und Meeresfrüchte auf die Teller verirren.
Commonwealth War Cemetery
Etwas abseits vom Trubel liegt der Commonwealth War Cemetery an der Straße nach Nilaveli. Auf dem gepflegten Friedhof erinnern schlichte weiße Grabsteine an alliierte Soldaten, die bei einem japanischen Luftangriff auf den Hafen ihr Leben ließen, ein stiller und bewegender Ort abseits der Strandpromenade.
Foul Point
Eine Bootstour lohnt sich zum Foul Point am südlichen Ende der Koddiyar Bay. Dort steht ein historischer Leuchtturm, der einen schönen Fotostopp und einen weiten Blick über die Bucht bietet.
Unterkünfte in Uppuveli
In Uppuveli reicht das Unterkunftsangebot von einfachen Guesthouses über gemütliche Chalets bis zu Bungalows direkt am Strand. Wer während der Hauptsaison anreist, sollte sich frühzeitig um ein Zimmer kümmern, denn beliebte Unterkünfte sind schnell ausgebucht.
Wale, Delfine und Tauchgänge
Trincomalee zählt zu den besten Orten Sri Lankas, um Wale und Delfine in freier Wildbahn zu beobachten. Auf Bootstouren, die meist früh morgens starten, begegnen Besucher mit etwas Glück Blauwalen, Pottwalen oder verspielten Delfinschulen, die neben dem Boot durchs Wasser gleiten. Die tiefe Bucht vor der Küste liegt an einer natürlichen Wanderroute der Meeressäuger, was Trinco zu einem der zuverlässigsten Whale-Watching-Spots der Insel macht.
Auch unter Wasser hat die Region einiges zu bieten. Zahlreiche Tauchbasen bieten Kurse und Ausfahrten zu Riffen, Wracks und Steilwänden an, die von Anfängern bis zu erfahrenen Tauchern für jeden Geschmack etwas bereithalten. Besonders in der Trockenzeit sind die Sichtweiten unter Wasser beeindruckend.
Heiße Quellen von Kanniyai
Nordwestlich von Trincomalee liegt das kleine Dorf Kanniyai, bekannt für seine sieben heißen Quellen, die in einzelnen, brunnenartigen Becken gefasst sind. Einheimische pilgern seit jeher hierher, um sich mit dem Wasser zu übergießen, dem heilende Kräfte nachgesagt werden. Ein kurzer, aber lohnender Abstecher für alle, die neben Strand und Riff auch etwas von der spirituellen Seite Sri Lankas erleben möchten.
Praktische Tipps für Ihre Reise
Lange Zeit war ein Besuch Trincomalees aufgrund des Bürgerkriegs kaum möglich. Heute empfängt die Stadt Reisende mit offenen Armen, und ein Abstecher an die Ostküste lohnt sich mehr denn je. Wer tauchen, schnorcheln oder einfach nur die Seele baumeln lassen möchte, ist hier bestens aufgehoben.
Ein kleiner, aber wichtiger Hinweis: An der Ostküste Sri Lankas sind Geldautomaten deutlich rarer gesät als etwa rund um Colombo oder in den touristischen Zentren des Südens. Es empfiehlt sich daher, ausreichend Bargeld mitzubringen, bevor es Richtung Trinco geht.
Für Fotograf:innen: Sonnenauf- und Sonnenuntergänge
| Mittwoch, 07.10.2026 | ||
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| Samstag, 17.10.2026 | ||
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| Dienstag, 27.10.2026 | ||
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| Freitag, 06.11.2026 | ||
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∠° steht für Sonnenwinkel (∠ 90° = senkrecht), °C für die Temperatur in Grad Celsius.
Ermittelte Zeitzone: Asia/Colombo
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Zuletzt aktualisiert: 06.10.2026 um 16:50 Uhr MEZ
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