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Hintergrundbild: © efesenko - Fotolia
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Faszinierende Küstenoase
😐 Geringes Attraktivitätslevel

Gabès, Tunesien

Willkommen in Gabès

Wer nach Gabès reist, findet eine Stadt, die sich nicht entscheiden konnte, ob sie nun zur Wüste oder zum Meer gehören will, und einfach beides genommen hat. Nur wenige Orte in Tunesien vereinen Sanddünen, Palmenhaine und Mittelmeerbrandung so selbstverständlich auf engstem Raum wie hier im Süden des Landes.

Schon in der Antike war Gabès ein bedeutender Handelsplatz, ehe die Stadt im Zweiten Weltkrieg schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Wiederaufgebaut hat sie sich dennoch ihr orientalisches Flair bewahrt und sich gleichzeitig zu einem der wichtigsten Industriestandorte Nordafrikas entwickelt. Chemiefabriken und Raffinerien prägen heute Teile der Küste, was Gabès zwar keinen Schönheitswettbewerb gewinnen lässt, dafür aber ein spannendes, sehr reales Stück Alltag Nordafrikas zeigt, fernab glattgebügelter Ferienresorts.

Eine Oase, die die Füße im Meer badet
Die eigentliche Attraktion liegt gleich hinter der Stadtgrenze: Die Oase von Gabès zählt zu den ganz wenigen Küstenoasen weltweit, in denen Palmen bis fast an den Strand reichen. Zwischen Dattelpalmen, Granatapfel- und Bananenstauden plätschern kleine Kanäle, über die seit Generationen die Bewässerung der Gärten organisiert wird. Ein Spaziergang oder eine Fahrt mit der kleinen Touristenbahn durch dieses grüne Labyrinth gehört zu den entspannendsten Programmpunkten der Region.

Wer es aktiver mag, findet in den Bergen rund um Gabès schöne Wanderrouten, während Badefans an den Stränden der Umgebung die Seele baumeln lassen können. Die Oasenlandschaft eignet sich zudem hervorragend als Ausgangspunkt für eine Wüstensafari mit dem Geländewagen, hinein in die kargen, aber faszinierenden Weiten der Sahara.

Nur einen kurzen Ausflug entfernt warten die berühmten unterirdischen Höhlenhäuser von Matmata, ein Ort wie aus einer anderen Welt, auf ihre Entdeckung.

Basar, Moschee und Wasser der Antike

Im Herzen der Altstadt von Gabès schlägt das Handelsleben in den traditionellen Souks bis heute im gewohnten Rhythmus. Zwischen Gewürzbergen, Silberschmuck und handgeknüpften Orientteppichen lässt es sich stundenlang stöbern, feilschen inklusive, denn ohne ein bisschen Verhandlungsgeschick verlässt man die Basare hier selten.

Sidi Boulbaba und die Grande Moschee
Ein Höhepunkt für kulturell Interessierte ist die Grabstätte Sidi Boulbaba, eines der wichtigsten religiösen Bauwerke der Stadt und seit jeher Ziel zahlreicher Pilger. Auch die Grande Moschee mit ihren schattigen Arkadengängen verdient einen Besuch, schon allein wegen der Ruhe, die hinter ihren Mauern herrscht, ein deutlicher Kontrast zum quirligen Treiben der Souks nebenan.

Wer schon einmal in einer Pferdekutsche durch eine jahrtausendealte Wasserverteilungsanlage rattern wollte, bekommt in der Schlucht von Chenini de Gabès seine Chance dazu. Das antike römische System versorgte einst die gesamte Oase mit Wasser und lässt sich bei einer gemütlichen Kutschfahrt durch die grüne Schlucht hautnah erleben. Ähnlich sehenswert sind die historischen Wasserbecken von El Hamma du Gabès, deren Thermalquellen schon in römischer Zeit geschätzt wurden.

Abgerundet wird das Programm durch einen Abstecher in den örtlichen Zoo, einen Spaziergang zum Hafen oder zum Aussichtspunkt über der Stadt sowie einen Besuch im Volkskundemuseum, das einen guten Einblick in Handwerk und Alltagskultur der Region gibt.

Ausflüge in die Umgebung

Matmata: Wohnen unter der Erde
Unweit von Gabès liegt Matmata, berühmt für seine unterirdischen Höhlenwohnungen, die Berberfamilien einst als natürlichen Schutz vor der Hitze in den Fels gruben. Wer sich dabei ertappt, das Gefühl zu haben, in einem Science-Fiction-Film gelandet zu sein, liegt übrigens goldrichtig: Die schroffe Kulisse diente tatsächlich als Drehort für internationale Kinoproduktionen.

Amphitheater, Medina und Hafenstadt
Etwas weiter entfernt lohnen Tagesausflüge nach El Jem, wo eines der besterhaltenen römischen Amphitheater der Welt bewundert werden kann, sowie nach Sousse mit seiner lebendigen Medina und den langen Sandstränden. Auch die Hafenstadt Sfax mit ihrem geschäftigen Fischereihafen und der gut erhaltenen Altstadt ist einen Besuch wert und zeigt eine ganz andere, urbanere Seite Südtunesiens.

Essen, Schlafen, Ankommen

Das gastronomische Angebot in Gabès ist überschaubar, aber ehrlich: In den kleinen Restaurants rund um die größeren Hotels der Stadt gibt es traditionelle tunesische Küche mit frischem Fisch, würzigem Couscous und natürlich reichlich Datteln aus der eigenen Oase. Wer auf ein großes Fine-Dining-Erlebnis hofft, wird eher enttäuscht, wer authentische Hausmannskost sucht, ist bestens aufgehoben.

Bei der Unterkunft setzt Gabès eher auf solide Mittelklasse als auf Luxusresorts. Häuser wie das Oasis Hotel Gabès oder das Chems Hotel Gabès bieten einen komfortablen Ausgangspunkt für alle, die die Stadt und ihre Umgebung erkunden möchten.

Gabès ist damit kein poliertes Postkartenziel, sondern eine Stadt zum Eintauchen, laut, lebendig und mit ordentlich Lokalkolorit. Wer echtes tunesisches Alltagsleben zwischen Wüste und Meer erleben möchte, ist hier goldrichtig.

Für Fotograf:innen: Sonnenauf- und Sonnenuntergänge

Mittwoch, 07.10.2026
Sonnenaufgang
06:18:27
Sonnenhöchstand
12:07:27
∠ 51,0°
Sonnenuntergang
17:56:28
Samstag, 17.10.2026
Sonnenaufgang
06:26:12
Sonnenhöchstand
12:04:59
∠ 47,2°
Sonnenuntergang
17:43:46
Dienstag, 27.10.2026
Sonnenaufgang
06:34:33
Sonnenhöchstand
12:03:30
∠ 43,7°
Sonnenuntergang
17:32:27
Freitag, 06.11.2026
Sonnenaufgang
06:43:29
Sonnenhöchstand
12:03:15
∠ 40,4°
Sonnenuntergang
17:23:01

∠° steht für Sonnenwinkel (∠ 90° = senkrecht), °C für die Temperatur in Grad Celsius.
Ermittelte Zeitzone: Africa/Tunis

Unterkünfte

💶 Wechselkurs 💳
1 EUR = 3,37 TND (Tunesischer Dinar)
Zuletzt aktualisiert: 06.10.2026 um 16:40 Uhr MEZ
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Wohlbekannte Infos

Treffen Sie die ansässigen Menschen immer mit Respekt. Nehmen Sie bitte Rücksicht auf die Gewohnheiten vor Ort.

Urlauben Sie anständig: Die Emission des Treibhausgases CO2 für den Flug kann man wiedergutmachen, beispielshalber bei dem Klimakompensationsanbieter atmosfair. Drosseln Sie Ihren Wasserverbrauch (z.B. mit weniger Duschen). Verringern Sie beim Einkaufen entbehrlichen Plastikmüll. Supporten Sie lokale Kleinhändler statt Großunternehmer.