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Urlaub in Vietnam - Bildquelle: Fotolia
Traumreise Vietnam: Sehenswürdigkeiten, Highlights, Unterkünfte, Aktivitäten, Insidertipps

Im Urlaub nach Vietnam reisen



Insel in der Halong Bucht

Japanische Brücke Hoi An

Vietnam ist ein Staat in Südostasien, der an Kambodscha, China, Laos und das Südchinesische Meer grenzt. Im 10. Jahrhundert wurde der Staat von China unabhängig, gelangte aber 1880 unter französische Kolonialherrschaft. 1941 eroberte Japan das Land und teilte es in Nord- und Südvietnam, nach dem Vietnamkrieg kam es aber zur Wiedervereinigung der beiden Teile.

Landschaft und Klima

Vietnam – was übersetzt so viel wie „Land im Süden“ bedeutet – kann in drei Großlandschaften gegliedert werden: Kotschinchina im Süden, Annam in der Mitte sowie Tonkin im Norden. In Tonkin befindet sich der Fan Si Pan, der mit 3142 Meter die größte Erhebung des Landes darstellt. Außerdem umschließt das Gebirgsland das so genannte Tonkin-Delta, in dem sich der Rote und der Schwarze Fluss vereinen und ein Delta bilden. Im mittleren Teil des Landes liegt das Bergland von Annam, das zum südchinesischen Meer hin steil abfällt. Im Norden von Kotschinchina trifft man auf Hochebenen, diese fallen zum Mekong-Tiefland hin ab.

Wegen der relativ großen Nord-Südausdehnung ist das Klima im Land sehr unterschiedlich. Im Südteil von Vietnam herrscht tropisches Klima vor, hier ist es das ganze Jahr über heiß, nur in den Monaten zwischen November und Jänner kühlt es etwas ab. Regenzeit ist von Mai bis November. Im Norden ist das Klima gemäßigt tropisch, kühles Wetter herrscht zwischen November und April vor, zwischen Mai und Oktober steigen die Temperaturen und es ist sehr heiß. Regenzeit ist hier zwischen Juli und November, in diesen Monaten kann es auch zu Überschwemmungen oder Taifunen kommen.
Die beste Reisezeit hängt davon ab, welche Region besucht werden möchte. Denn wenn in einer Region schlechtes Wetter vorherrscht, so ist es in einem anderen Teil des Landes sonnig und angenehm. Berücksichtigen sollte man das Tet-Fest, das Ende Jänner oder Anfang Februar stattfindet, da die Hotels zu dieser Zeit meist überfüllt und viele Geschäfte geschlossen sind.

Vietnams Wirtschaft

Nach dem Krieg bzw. nach der Wiedervereinigung hatte der Vietnam unter den vorherrschenden Bedingungen extrem zu kämpfen. Schlussendlich wurden im Jahr 1986 weitreichende Reformen beschlossen, die auch unter der Bezeichnung „doi moi“ (Erneuerung) bekannt sind. In den letzten Jahrzehnten konnte das Land ein beständiges Wirtschaftswachstum verzeichnen, wobei der wichtigste Sektor des Landes die Landwirtschaft ist. Zu den wichtigsten Exportgütern des Landes zählen Reis, Kohle, Kaffee, Tee sowie Textilien und handwerkliche Güter.

Essen und Trinken

StraßenkochDas Essen ist eine Art Ritual, das im Tagesablauf eine wichtige Rolle spielt. Dabei deckt man den Tisch mit allen Speisen und isst dann gemeinsam aus allen Schüsseln. Die Esskultur im Norden des Landes wurde vor allem von China beeinflusst. Typische Speisen hier sind zum Beispiel  Pfannengerichte, Reisbrei oder Suppen mit Gemüse und Nudeln. Am Morgen wird gerne Pho, eine kräftige Nudelsuppe gegessen, bei kälteren Temperaturen bereitet man auch gerne den Feuertopf Lau zu, eine Brühe, in der Gemüse und Fleisch gegart werden.
In Zentral-Vietnam findet man die Stadt Hue, die einst eine Kaiserstadt war. Aus diesem Grund werden auch heute noch sehr hochwertige Speisen wie Shrimps oder Rindfleischröllchen zubereitet. Im Süden des Landes gedeihen sehr viele Gewürze und Kräuter, mit denen die Speisen verfeinert werden. Diese bereitet man vor allem in der Pfanne oder im Tontopf zu. Generell gehört der Reis zu den Hauptnahrungsmitteln, der als Reisbrei, Reispapier oder Reisnudel Verwendung findet.

Getrunken wird sehr häufig grüner Tee, den man in vielen Restaurants auch gratis bekommt. Der Kaffee ist sehr stark und hat auch einen anderen Geschmack als der europäische. Dazu gibt es meist gezuckerte Kondensmilch und Eis zum Verdünnen. Bei den alkoholischen Getränken ist Bier weit verbreitet, wobei auch dieses mit Eis serviert wird. Zu den einheimischen Biersorten zählt beispielsweise das Ba Ba Ba, ein sehr weiches und mildes Bier. Für Europäer etwas gewöhnungsbedürftig ist der so genannte Schlangenschnaps, ein alkoholischer Aufguss auf einen Schlangenkörper, der in einer Flasche gefangen ist. Mehr dazu hier.

Die Kultur Vietnams

Die Kultur des Landes ist geprägt von vier großen Religionen: dem Christentum, dem Buddhismus, dem Konfuzianismus sowie dem Taoismus. Beliebte Kunstformen sind die traditionelle Seidenmalerei und Bildhauerei sowie Puppenspiel, Tanz und Musik.

Allgemeine Reiseinformationen Vietnam

Transport
Transport VietnamIn Vietnam gibt es drei internationale Flughäfen: den Tan Son Nhat International Airport in Ho Chi Minh Stadt, den Noi Bai International Airport in Hanoi und den Da Nang Airport in Da Nang. Des Weiteren verfügt der Vietnam über insgesamt sechs Eisenbahnlinien, wobei die wichtigste Linie der so genannte „Reunification Express“ ist, der zwischen Hanoi und Ho Chi Minh Stadt verkehrt. In den Zügen gibt es je nach Komfort unterschiedliche Preiskategorien. Etwas abgelegenere Gebiete kann man mit dem Bus erreichen, hier sind vor allem die Express-Busse vorzuziehen, da sie komfortabler und schneller sind. Auf den unzähligen Flüssen werden außerdem auch Bootsfahrten angeboten, um das Land auch vom Wasser aus kennen zu lernen. Besonders reizvoll ist es auch mit dem Motorroller herumzukurfen.

Währung
Die vietnamesische Währung ist der Dong, wobei 1 Euro in etwa 25.121 Dong entspricht (Stand Anfang 2016). Den aktuellen Wechselkurs finden Sie hier.

Einreisebestimmungen
Um nach Vietnam einreisen zu können, benötigt man ein Visum, das man bei der vietnamesischen Botschaft beantragen kann. In bestimmten Fällen kann ein Visum auch am Flughafen oder  an Grenzübergangsstellen ausgestellt werden. Außerdem sollte man die Gepäcksabschnitte aufbewahren, da man beim Verlassen des Flughafens überprüft, ob diese mit dem Gepäck übereinstimmen. Unbedingt mitführen sollte man auch eine Kopie des Visumantrages, das diese in manchen Fällen verlangt werden könnte.

Sicherheit
Vietnam ist ein relativ sicheres Reiseland, erhöhte Vorsicht ist aber in größeren Städten wie Ho Chi Min City, Nha Trang oder Hanoi geboten. Außerdem sind auch wiederholte Fälle von Piraterie an der Westküste des Landes bekannt, daher sollte man hier von Segel- bzw. Schiffsreisen eher absehen. Des Weiteren ist es ratsam nur wenig Bargeld mitzuführen und Dokumente im Hotel aufzubewahren. Sicherheitshinweise des deutschen Außenamtes finden Sie hier.

Impfungen
Für eine Einreise in das Land sind keine Impfungen vorgeschrieben, es empfiehlt sich aber ein Basisschutzprogramm (Diphterie, Tetanus, Polio, Typhus, Hepatitis A und B) sowie eine Vorbeugung gegen Cholera und Japan-B-Enzephalitis und Tollwut bei längeren Aufenthalten. Außerdem wird eine Malariapropyhlaxe angeraten. Aktuelle Infos für Impfungen zu Vietnam-Reisen finden Sie hier.

Verhaltensregeln
Vietnamesische KinderInnerhalb einer Familie unterscheidet man zwischen der mütterlichen und väterlichen Erblinie, aus diesem Grund gibt es eine Vielzahl von Titeln wie zum Beispiel kleine oder große Schwester oder ältester Bruder und Schwester usw. Mit diesen Titeln spricht man sich auch gegenseitig an, „Du“ und „Ich“ verwendet man nur in Ausnahmefällen. Wenn man jemanden begrüßt, legt man die Hände vor dem Körper zusammen und macht eine leichte Verbeugung. Besonders an religiösen Stätten sollte man keine nackte Haut zeigen, außerdem hat man große Achtung vor älteren Menschen.

Souvenirs
Beliebt sind die traditionellen Holzschnitte, auf denen sehr gerne Schweine dargestellt sind, da sie ein Symbol für Wohlstand und Fruchtbarkeit sind. Sehr bekannt ist aber auch die vietnamesische Keramik, die teilweise in Schulen in der Nähe von Saigon hergestellt wird.

Ab in den Urlaub nach Vietnam!




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Ein Artikel von Mag. Manuela Molk

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