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Indonesische Vulkane
Traumreise Indonesien: Sehenswürdigkeiten, Highlights, Unterkünfte, Aktivitäten, Insidertipps

Das weitläufige Inselreich in Südostasien


Schöner Urlaub in Indonesien

Mit seinen mehr als 17.500 Inseln gilt Indonesien als der größte Inselstaat der Welt. Beinahe zwei Millionen Quadratkilometer nimmt die Inselgruppe in Südostasien ein und bringt es – gemessen an einer Einwohnerzahl von rund 250 Millionen – zum viertgrößten Staat der Welt. Seine Landesgrenzen teilt das Inselreich mit Malaysia im Norden, Papua-Neuguinea im Osten und Osttimor im Südosten.

Landschaft und Klima

Vulkaninsel Java

Mondlandschaft beim Bromo

Urlauberparadies Bali
Foto: Donald Man - CC BY 2.0


Affenwald
Foto: Rollan Budi - CC BY-SA 2.0
Durch das Meer getrennt, reihen sich noch weitere Nachbarn an: die Philippinen, Palau, Singapur – der kleinste Staat Südostasiens – und schließlich Australien. Mehr als 10.000 Inseln sind unbewohnt. Neben dem Pazifik und dem Indischen Ozean sind es die Javasee, die Floressee, die Bandasee, die Celebessee, die Arafurasee und die Andamanensee, welche Indonesiens Küsten das Wasser reichen. Diverse Wasserstraßen, Meeresengen und Nebenmeere machen das Inselreich zu einem zerklüfteten Gebilde. Neben der Hauptinsel Java ziehen Bali und Lombok, Flores, Sumatra, Borneo und Sulawesi das Interesse auf sich. Die Inselgruppe der Molukken ist wie auch West-Papua weitgehend unerschlossen, reizt aber gerade aufgrund dieser unverfälschten Exotik so manchen Abenteurer zu einem Schritt aus der Zivilisation.

Indonesiens Hauptstadt Jakarta auf der Hauptinsel Java ist und bleibt jedoch das wirtschaftliche und politische Zentrum des Landes. Ein Ballungsraum mit rund 9,58 Millionen Einwohnern, von seinen Bewohnern liebevoll „Big Durian”, die „Große Stinkfrucht” genannt – mit einem Augenzwinkern nach New York, den „Big Apple”.

In Indonesien herrscht ganzjährig tropisches Klima vor. In den Regenwaldgebieten wie Borneo, Sumatra, Sulawesi oder West-Papua ist darüber hinaus eine erhöhte Luftfeuchtigkeit zu spüren. Jahresdurchschnittstemperaturen von 25 bis 27 Grad Celsius sind das Produkt des Monsuns, der mit seinen Winden für gleichbleibend hohe Temperaturen sorgt. Von Oktober bis April ist Regenzeit und damit ist von Juni bis September die Chance, trocken zu bleiben, um vieles höher.

Da das Land an einer seismisch hoch aktiven Zone liegt, sind Erdbeben und Vulkanausbrüche keine Seltenheit. Viele davon sind kaum spürbar, doch hat die Vergangenheit leider auch gezeigt, wie verheerend ein Beben in Begleitung einer dabei ausgelösten Flutwelle („Tsunami”) sein kann.

Die Wirtschaft Indonesiens

Neben Verarbeitung und Export von Bodenschätzen besitzen vor allem die Plantagenwirtschaft und die Landwirtschaft große wirtschaftliche Bedeutung. Durch vulkanische Aktivität ist der Boden besonders fruchtbar. Die indonesische Landwirtschaft stützt sich vor allem auf Reis, Cassava, Tee, Kautschuk, Mais, Süßkartoffeln und Rohrzucker. Als weltweit größter Produzent des umstrittenen Palmöls führt Indonesien diese Sparte als Leader an. Trotz wirtschaftlicher Stabilität und leichter Wachstumsraten lebt doch ein Viertel der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Der Inselstaat gilt heute als größte Volkswirtschaft Südostasiens und ist nach China und Indien das sich am raschesten wirtschaftlich entwickelnde G20-Mitgliedsland – was ein gutes Licht auf Investoren aus dem Ausland wirft und positiv in die Zukunft blicken lässt.

Essen und Trinken

gegrillter FischRestaurants und Essens-Stände gibt es in den Städten an jeder Ecke. Auch Garküchen und Nachtmärkte ermöglichen kulinarischen Genuss im Vorbeigehen und sind in der Regel sehr günstig. Reis ist als typisches Grundnahrungsmittel nicht aus der Speisekarte wegzudenken. Fisch und Meeresfrüchte spiegeln den Reichtum des Meeres wider.

Neben der Kochtopf-Berühmtheit „Nasi Goreng” – gebratener Reis mit Fleisch, Gemüse, manchmal Krabben aber nie ohne die typische süßliche Sojasauce „Kecap Manis” – sind vor allem die kleinen Fleisch- oder Garnelenspießchen („Sate”), die mit exotisch-würziger Erdnuss-Sauce gereicht werden, sehr beliebt. „Soto Ayam” – eine Hühnersuppe mit Reis – bringt müde Reisende zu neuen Kräften. Und die charakteristischen Krabbenchips („Krupuk”) gehören zur Abrundung eines klassischen indonesischen Mahls einfach dazu.

Die Märkte bieten eine Vielzahl an frischem Gemüse und Früchten wie Mango, Papaya, Longan, Rambutan, Jackfrucht oder Kokosnüssen.

Wasser, Tee und Softdrinks sind die üblichen Begleiter beim Essen. Doch sollte man, wenn man schon die Möglichkeit hat, auch die exotischen Fruchtsäfte probieren – schließlich sitzt man hier an einer überaus reichen Quelle.
Die alkoholische Schiene eröffnet sich mit dem einheimischen Bier „Bir Bintang” und führt auch zu gehaltreicheren Kalibern wie Palmwein („Tuak”) und Reisschnaps („Arak”).

Während man in äußerst ländlichen Gebieten noch mit der Hand isst, ist die Verwendung von Löffel und Gabel in der Regel bereits weit verbreitet.

Die Kultur Indonesiens

BatikAußerordentlich viele mythische Gestalten machen klar, dass der Kontakt zu den Geistern vielerorts einen großen Wert beibehalten hat und machen das Inselreich zu einem spirituellen Hot Spot. Der Glaube an die Geister spiegelt sich auch im traditionellen Schatten-Puppenspiel „Wayang” wider, dessen Figuren in Theatern, Ritualen aber auch in der Malerei Verwendung finden. Ein weiteres Highlight sind die traditionellen Tanzaufführungen, die von höfisch über rituell-tranceartig bis kriegerisch unterschiedliche Formen annehmen. Die anmutigen Tänzerinnen hüllen sich dabei in kunstvolle Roben – was uns zu einem weiteren kulturell-typischen Produkt Indonesiens bringt: „Batik”. Das Textilfärbeverfahren mit Hilfe von Wachs hat seinen Ursprung auf den indonesischen Inseln und wird von zahlreichen Künstlern praktiziert. Von den Geistern beeinflusst ist auch die Kunst der Holzschnitzerei, die sich nicht nur auf den Häusern und Einrichtungsgegenständen zu erkennen gibt, sondern auch auf Masken, Puppen und Skulpturen.

Ogoh

Allgemeine Reiseinformationen zu Indonesien

Transport
Indonesien verfügt über zahlreiche kleinere Flughäfen, weshalb sich Inlandsflüge als die schnellste Art der Fortbewegung etabliert haben. Durch eine Vielzahl von lokalen Billigflug-Anbietern ergeben sich zudem oft sehr attraktive Preise. Die Hauptrolle im öffentlichen Verkehr spielt jedenfalls der Autobus, der sowohl innerhalb der Städte als auch überland operiert und zu den billigsten Verkehrsmitteln zählt. Platz ist oft Mangelware, Komfort ein Fremdwort – doch die wahren Abenteuer findet man auf der Landstraße zwischen Schlaglöchern und hin und wieder beim Anschieben auf dem Berg.

Wer unbedingt selber ein Auto lenken möchte, wird nicht davon abgehalten. Doch sind die Mietwägen relativ teuer, der Verkehr sehr unübersichtlich und die Straßen in den abgelegenen Gegenden ziemlich unwirtlich bzw. während der Regenzeit überflutet.

Verkehrsinfarkt in den StädtenIm Nahverkehr stellen Fahrradrikschas und Motorradtaxis eine weitere mögliche Alternative dar. Ihr Preis ist in der Regel Verhandlungssache. Auch Taxifahrer verhandeln gerne abseits des Taxameters – vor allem zu späterer Stunde. Airporttaxis an den Flughäfen bringen einen jedoch zu einem Fixpreis ins Stadtzentrum. Man sollte sich allerdings darauf einstellen, dass der meist freundliche Fahrer nicht immer die englische Sprache beherrscht.  

Währung
Indonesien verwendet als Währung die Indonesische Rupie. Ein Euro entspricht etwa 15.168 Rupien (Stand Anfang 2016). Den aktuellen Wechselkurs finden Sie hier.

Einreisebestimmungen
Die Einreise nach Indonesien setzt ein gültiges Visum voraus. Dieses wird auch direkt bei der Ankunft ausgestellt, gilt bis zu 30 Tage und kostet 35 US-Dollar (Stand Anfang 2016), die Bar zu bezahlen sind. Nach 30 Tagen ist eine Verlängerung um weitere 30 Tage möglich. Die Verlängerung kann bei jeder Zweigstelle der indonesischen Einwanderungsbehörde („Kantor Imigrasi”) beantragt werden und kostet eine weitere Kleinigkeit. Ist ein längerer Aufenthalt geplant, so muss bereits vor der Einreise ein entsprechendes Visum beantragt werden. Zu beachten ist außerdem, dass die Erteilung eines Visums bei der Einreise nur an bestimmten Flughäfen und Seehäfen möglich ist. Das Auswärtige Amt informiert hier über die möglichen Grenzübergangsstellen. Lässt man sein Visum bei der Einreise vor Ort erstellen, ist ein Reisepass vorzulegen, der noch mindestens 6 Monate gültig ist. Im Gegensatz zu den meisten Flughäfen der Welt, ist in Indonesien die Abfluggebühr nicht im Ticketpreis inkludiert und muss auf dem Flughafen bar entrichtet werden. Deswegen sollten Sie genügend Rupien oder US-Dollar zum Abflug mitnehmen.

Sicherheit
Terroristische Aktivitäten führten zu hohen Sicherheitsmaßnahmen. Nichtsdestotrotz sollten Sie größere Menschenansammlungen und Demonstrationen meiden und während christlicher Feiertage besondere Vorsicht walten lassen. Bei Aufenthalten in Nordsumatra (Autonomieregion Aceh), Papua, West-Papua und auf den Molukken sollten sich Reisende stets über die aktuelle Sicherheitslage informieren. Für Papua und West-Papua bestehen darüber hinaus besondere polizeiliche Vorschriften für Einreise und Aufenthalt. Ganz Indonesien ist von Vulkanausbrüchen oder Erdbeben gefährdet. Damit verbunden ist auch die ständige Gefahr massiver Flutwellen („Tsunami”).

Impfungen
Empfohlen werden Standardimpfungen gegen Diphterie, Tetanus, Polio, Keuchhusten, Mumps, Masern, Röteln, Influenza und Hepatitis A. Bei längeren Aufenthalten kommen Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Japan B dazu. Bei der Einreise aus einem Gelbfiebergebiet wird zudem der Nachweis einer Gelbfieberimpfung verlangt. Die Gefahr von Dengue-Fieber und Malaria besteht – Mückenschutz und Chemoprophylaxe (z.B. Malarone, Lariam oder Doxycyclin) werden empfohlen.

Verhaltensregeln
Spielende Kinder in JakartaIn Indonesien läuft alles entspannter ab als bei uns. Touristen sollten also nicht die Fassung verlieren, wenn einmal der Strom ausfällt, die Klimaanlage nichts als heiße Luft von sich gibt oder der bestellte Fahrer sich verspätet. Wer die Fassung verliert, verliert auch sein Gesicht.

Außerdem: Der Kopf gilt als heilig – also nicht anfassen!

Die linke Hand, sagt man, sei unrein – deswegen immer nur die rechte Hand zum Gruß reichen, zum Essen verwenden und mit ihr Geschenke übergeben. Auch Füße gelten als unrein und dürfen deshalb nie jemandem entgegengestreckt werden – auch nicht im Sitzen! Körperkontakt zwischen Männern und Frauen – sei es Händchenhalten oder Küssen – sollte in der Öffentlichkeit unterlassen werden. Bei gleichen Geschlechtern ist jedoch nichts dagegen einzuwenden. Tempel dürfen nicht ohne Sarong und einen um die Hüften gebundenen Tempelschal betreten werden. Und weil Blut als unrein gilt, sollten Menschen mit offenen Wunden einem Tempel fern bleiben.

Souvenirs
Zu den beliebten Mitbringseln zählen Batik-Stoffe, Holzschnitzereien, Silberschmuck, Schattenspielfiguren, Masken, kleine Schwerter und Dolche sowie Tee und Kaffee. Von Gegenständen, die aus geschützten Tierarten hergestellt wurden und Antiquitäten ist abzuraten. Der Zoll kassiert diese ein und kann zudem hohe Strafen verrechnen.

Ab in den Urlaub nach Indonesien!




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