Hintergrundbild: © John Karakatsanis (modified by UI) - CC BY-SA 2.0

Eine der schönste Buchten der Ägäis

Kuşadasi, Türkei

Eines der größten touristischen Zentren der Türkei ist Kuşadasi, das alte Scala Nova. Der Hafen ist seit den 60er-Jahren Anlaufstelle für internationale Kreuzfahrtschiffe, so richtig begann der touristische Boom aber erst in den 1980ern.

Heute bietet die Stadt, die in der vielleicht schönsten Bucht der Ägäis liegt, nicht nur den zweitgrößten Jachthafen der türkischen Mittelmeerküste, sondern auch zahlreiche Sportmöglichkeiten, Kultur und ein tolles Nachtleben.

Was Sie sehen müssen!

Zentrum der Stadt sind der Alte Hafen und das Kaleiçi (=Burg)-Viertel. Hier befindet sich die 1618 erbaute Karawanserei, die heute Teppichgeschäften und einem Hotel Raum bietet. Etwas südlicher liegt der Bazar, in dem man gemütlich zwischen Souvenir- und Schmuckläden bummeln kann. Ganz und gar „westlich“ geprägt ist die Pub Lane, in der sich ein Lokal ans nächste drängt und nachts ein unglaubliches Leben, lautstark beschallt aus hunderten Lautsprechern, herrscht.

Markantester Punkt Kuşadasis ist die der Altstadt vorgelagerte „Taubeninsel“, auf der ein genuesisches Fort in einem schattigen Park liegt. Hier kann man im Teegarten mit ein wenig Glück auch ruhige und beschauliche Momente genießen. In der Umgebung von Kuşadasi gibt es eine große Zahl schöner Strände, etwa den Kadinlar-Strand, auch Ladies Beach genannt. Wassersportmöglichkeiten und jede Menge touristischer Infrastruktur sind selbstverständlich vorhanden.

Ephesos

Celsus Bibliothek Ephesos Celsus Bibliothek Ephesos - © WP-User: Michi (modified by UI) - CC BY-SA 2.5

Ephesos, rund 18km von Kuşadasi entfernt an der Mündung des Kleinen Mäander gelegen, ist heute die wohl berühmteste antike Ausgrabungsstätte Kleinasiens. Nach der ersten Blütezeit unter König Krösus und in der Folge wechselnder Herrschaft fiel Ephesos 133 v.Chr. schließlich ans Römische Reich, wurde Hauptstadt der Provinz Asia und mit 200.000 Einwohnern eine der wichtigsten Metropolen des Reiches. Mit der Teilung des Römischen Reiches begann der Niedergang von Ephesos, gleichzeitig verlandete auch der Hafen. Araber, Mongolen und Osmanen zerstörten die Stadt schließlich völlig.
1869 begannen – unter österreichischer Leitung – die Ausgrabungen, die es heute ermöglichen, eine der schönsten und besterhaltenen antiken Städte zu besichtigen. Die meisten Gebäude stammen aus römischer Zeit, besonders beeindruckend sind etwa das Große Theater, die Celsus-Bibliothek, der Hadrians-Tempel oder die Hängehäuser.

Im nur 3km entfernten Selçuk befindet sich das Archäologische Museum, in dem die Funde aus Ephesos ausgestellt sind. Am Stadtrand liegt der berühmte Artemis-Tempel von Ephesos. Einst eines der Sieben Weltwunder, sind heute von der Anlage nur mehr spärliche Reste vorhanden.
Selçuk selbst ist eine malerische Stadt, die eine Besichtigung lohnt. Neben den Resten eines antiken Aquäduktes finden wir eine Byzantinische Zitadelle und die Ruinen der Johannes-Basilika, die – im 6. Jahrhundert über dem vermeintlichen Grab des Apostels Johannes errichtet – eine der größten Kirchen der Welt war, bis sie etwa 1370 ein Erdbeben zerstörte.

Etwa 8km von Selçuk entfernt liegt das Dorf Sirince, das seit 1980 unter Denkmalschutz steht. Sirince ist ein vom Massentourismus noch relativ unbeeinflußtes kleines Stück ursprünglicher Türkei. Die Architektur ist traditionell, es gibt authentische Lokale mit wunderbarer Küche und dem berühmten Wein der Region. Es lohnt sich, hier Souvenirs, Kunsthandwerk und regionale Produkte zu kaufen.

Kalkterrassen von Pamukkale

Kalkterrassen von Pamukkale Kalkterrassen von Pamukkale - © WP-User: Denverbabushk (modified by UI) - CC BY-SA 3.0

Ein absolutes „Muss“ ist ein Ausflug nach Pamukkale. Pamukkale ( = „Baumwollburg“) ist weltberühmt für seine weißen Kalksteinterrassen. Das Quellwasser, das in breiten Kaskaden über die Terrassen fließt und die Bassins füllt, ist ca. 30° warm. Bis in die 90er-Jahre wurde dieses Thermalwasser von etlichen Hotels genutzt, wodurch die Terrassen zunehmend in Mitleidenschaft gezogen wurden. Seit 1998 sind deshalb sämtliche Hotels abgerissen und Pamukkale zählt zum UNESCO-Welterbe. Direkt neben diesem Naturwunder liegen die Ruinen der antiken Stadt Hierapolis.

Auf dem Weg nach Pamukkale liegen die Ausgrabungen von Aphrodisias. Ihren Namen hatte diese Stadt vom dortigen Aphrodite-Heiligtum. Außer diesem Tempel beeindrucken in dieser schönen Anlage noch das Stadion, ein Tetrapylon (eine Art Festtor), die Thermen und der byzantinische Bischofspalast.
Drei weitere sehenswerte antike Stätten südlich von Kuşadasi sind Priene, Milet und Didyma im Mündungsgebiet des Großen Mäanders. Priene ist eine rein griechische Stadt, da der Hafen bereits vor der Römerzeit verlandete und aufgegeben wurde.

Milet war bis in die römische Kaiserzeit eine der wichtigsten Städte in Kleinasien und Zentrum der Naturwissenschaften. Auch Milet verfiel, weil die Sedimente des Mäanders zur Verlandung des Hafens führten. Von der weitläufigen Anlage sind v.a. die Faustina-Thermen und das große Römische Theater hervorzuheben. Im nur wenige Kilometer entfernten Dorf Didim befindet sich der Apollo-Tempel von Didyma. Didyma war ein bedeutendes Orakel und der Tempel einer der größten der Antike. Er wurde allerdings nie ganz fertig gestellt, bis zuletzt fehlte das Dach. Dennoch imponiert die Anlage noch heute mit ihrer Größe und ihren Proportionen.

Unterkünfte, Essen und Shopping

Das Angebot an Hotels, Pensionen und Ferienclubs in Kuşadasi ist riesig, so dass jeder Urlauber ein seinen Wünschen entsprechendes Quartier finden wird. Zahlreiche Restaurants aller Art verwöhnen den Besucher mit regionaler und internationaler Küche, und für ausgelassenes Nightlife gibt es jede Menge Bars und Discos, v.a. in der Pub Lane.

Hotels gibt es auch bei den verschiedenen Ausgrabungsstätten in Ephesos und Selçuk, ebenso in Aphrodisias. In Pamukkale gibt es mehrere einfache, aber sehr hübsche Pensionen.

Viel Spaß und viele Eindrücke auf Ihrer Reise nach Kuşadasi!

Text von Gerhard Waiz

Kusadasi / Türkei
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Im Gespräch behandeln Sie die lokale Bevölkerung stets mit dem nötigen Respekt. Berücksichtigen Sie dabei bitte auch die Gewohnheiten vor Ort.

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Vorschlag: Kuşadasi bei Urlauberinfos

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