
Im Urlaub nach Laos reisen
Laos ist der einzige Binnenstaat Südostasiens. Wer hier auf Meeresrauschen wartet, wartet vergeblich. Dafür gibt es den Mekong, der sich vom Norden bis in den tiefen Süden zieht und gleichzeitig Verkehrsweg, Speisekammer, Badewanne und Bühne für großartige Sonnenuntergänge ist. An Nachbarn herrscht kein Mangel: China, Vietnam, Kambodscha, Thailand und Myanmar teilen sich die Grenzen mit dem Land.
Die Geschichte reicht weit zurück bis zum Königreich Lan Xang, dem „Land der Millionen Elefanten“, das der Herrscher Fa Ngum begründete. Später zerfiel dieses Reich in die Teilkönigreiche Champasak, Vientiane und Luang Prabang. Es folgten die französische Kolonialzeit als Teil Indochinas, die Unabhängigkeit nach dem Zweiten Weltkrieg und schließlich die Gründung der heutigen Volksrepublik. Vom französischen Erbe blieben ein paar sehr angenehme Dinge übrig: knusprige Baguettes, starker Kaffee und pastellfarbene Kolonialvillen mit verwitterten Fensterläden.
Landschaft: Berge, Karst und der große Fluss
Laos ist bergig, waldreich und dünn besiedelt. Im Norden ragen dramatische Karstfelsen aus den Reisfeldern, morgens oft in Nebelbänke gewickelt, als hätte jemand Watte zwischen die Gipfel gestopft. Im Osten bildet die annamitische Kordillere eine natürliche Mauer Richtung Vietnam, im Süden breitet sich das fruchtbare Bolaven-Plateau aus, und im Zentrum durchziehen Hochebenen und Höhlenlandschaften das Land. Alles Wasser führt am Ende zum Mekong, der Laos auf ganzer Länge begleitet und streckenweise die Grenze zu Thailand markiert.
Klima und beste Reisezeit
Das Klima ist tropisch und wird vom Monsun getaktet. Von Mai bis Oktober fällt Regen, meist in kräftigen Schauern statt in tagelangem Dauergrau. Die Landschaft leuchtet dann in einem fast schon unanständigen Grün, Wasserfälle tosen, und Pisten abseits der Hauptstraßen verwandeln sich gern in Schlammrutschen. Von November bis Februar ist es trocken und angenehm mild, nachts in den Bergen sogar richtig frisch. Wer im März oder April kommt, erlebt große Hitze und häufig diesige Luft. Als beste Reisezeit gelten die Monate November bis Februar.
Essen und Trinken in Laos
Die laotische Küche ist die unterschätzte Schwester der thailändischen: kräuterlastig, frisch, oft feurig und erfreulich unkompliziert. Grundnahrungsmittel Nummer eins ist Klebreis, den man in kleinen Bastkörbchen serviert. Man formt ihn mit der rechten Hand zu einem Bällchen, drückt eine Delle hinein und tunkt damit in Saucen und Dips. Besteck? Beim Klebreis eher Zierde.
Das Nationalgericht heißt Laap, ein würziger Salat aus fein gehacktem Fleisch oder Fisch mit Kräutern, Chili, Limette und geröstetem Reismehl. Dazu gehören Tam Mak Hung, der laotische Papayasalat, gegrillter Fisch vom Mekong mit Zitronengras im Bauch, Bambussuppen und herzhafte Nudelsuppen zum Frühstück. Chili, Zitronengras, Tamarinde, Koriander, Minze und Dill sorgen für die Würze, Süßspeisen kommen meist mit Kokosmilch daher. Und dann wäre da noch das koloniale Erbe: In vielen Städten bekommen Sie morgens ein frisch gebackenes Baguette, belegt mit allem, was die Theke hergibt.
Getrunken wird viel Wasser und Tee, gern mit Zitronengras. Der Kaffee vom Bolaven-Plateau ist eine kleine Offenbarung, traditionell serviert mit gezuckerter Kondensmilch am Boden des Glases. Am Abend übernimmt Beerlao, das laotische Nationalbier, das man praktisch überall bekommt. Wer mutiger ist, probiert Lao-Lao, den klaren Reisschnaps, oder Lao Hai, einen vergorenen Reiswein, der gemeinschaftlich mit langen Strohhalmen aus einem Tonkrug getrunken wird. Ein Tipp aus Erfahrung: Nach dem dritten Halm wird die Sprachbarriere erstaunlich klein.
Unterwegs in Laos
Internationale Flüge landen in Vientiane, Luang Prabang und Pakse, meist mit Umstieg in Bangkok, Hanoi oder einer anderen Drehscheibe der Region. Viele Reisende kommen aber auch über Land aus Thailand oder Vietnam, was den Vorteil hat, dass man die Grenzflüsse und Bergpässe gleich mitnimmt.
Im Land selbst hat die neue Schnellzugstrecke, die vom chinesischen Grenzort im Norden über Luang Prabang bis nach Vientiane führt, die Reisezeiten spürbar verkürzt. Was früher eine zähe Tagesfahrt über Serpentinen war, ist heute eine komfortable Zugfahrt. Sitzplätze sind allerdings beliebt und schnell vergriffen, weshalb frühzeitiges Buchen kein schlechter Gedanke ist.
Sonst regieren Busse und Minivans. Auf Nebenstrecken übernehmen Songthaews, jene umgebauten Pick-ups mit zwei Sitzbänken, bei denen sich die Frage nach der Maximalbelegung eher philosophisch stellt. Straßen werden laufend ausgebaut, doch Baustellen, Schlaglöcher und Kurvenorgien gehören weiterhin zum Programm. Rechnen Sie großzügig: In Laos misst man Strecken nicht in Kilometern, sondern in Stunden und guter Laune.
Ein Klassiker ist die Fahrt mit dem Slowboat von Huay Xai an der thailändischen Grenze flussabwärts nach Luang Prabang, mit Übernachtung in Pak Beng. Zwei Tage lang ziehen Dschungelhänge, Sandbänke und winzige Dörfer vorbei, und Sie lernen jeden Mitreisenden mit Vornamen kennen. Für Individualisten sind außerdem die Motorradschleifen durch Zentral- und Südlaos ein Traum, allen voran die Runde rund um Thakhek.
Menschen, Kultur und die Kunst der Langsamkeit
Kenner nennen Laos gern eine „Please don’t rush“-Gesellschaft. Harmonie, Freundlichkeit und ein Lächeln zählen mehr als Tempo, und lautes Auftreten gilt als Zeichen mangelnder Selbstbeherrschung. Wer sich darauf einlässt, reist entspannter. Wer sich dagegen aufregt, verliert. Ein Leitgedanke lautet „Het Bun, dai Bun“, sinngemäß: Tue Gutes, und dir wird Gutes widerfahren.
Das Land ist ethnisch bemerkenswert vielfältig. Neben den Lao in den Flussebenen leben in den Bergen zahlreiche Gruppen wie Hmong, Khmu oder Akha, jede mit eigener Sprache, eigener Kleidung und eigenen Festen. Gerade im Norden rund um Luang Namtha und Muang Sing lassen sich diese Kulturen bei geführten Wanderungen mit Übernachtung im Dorf erleben, idealerweise über Anbieter, die Einnahmen tatsächlich in den Gemeinden lassen.
Begrüßt wird mit dem Nop, den vor der Brust zusammengelegten Händen und einer leichten Verbeugung. Traditionell ist auch die Baci-Zeremonie, bei der Ihnen Baumwollfäden ums Handgelenk gebunden werden, begleitet von guten Wünschen. Tragen Sie die Bändchen ruhig eine Weile, das gilt als Zeichen des Respekts. Und ja, die Klosterbibliotheken hüten eine reiche Literaturtradition in Form uralter Palmblatthandschriften.
Buddhismus und Feste
Der Theravada-Buddhismus prägt den Alltag, das Ortsbild und den Kalender. In fast jedem Dorf steht ein Wat, junge Männer verbringen eine Zeit als Mönch im Kloster, und die safranfarbenen Roben gehören zum Straßenbild wie Mopeds und Klebreiskörbchen.
Das bekannteste Ritual ist Tak Bat, der morgendliche Almosengang. Noch vor Sonnenaufgang ziehen die Mönche schweigend durch die Straßen und erhalten Reis von knienden Gläubigen. In Luang Prabang ist das zur Attraktion geworden, was dem Ganzen nicht immer guttut. Wenn Sie zuschauen möchten: Abstand halten, leise sein, kein Blitzlicht, angemessen gekleidet sein. Und wer nicht wirklich versteht, was er tut, spendet besser nichts.
Zu den großen Festen zählt Boun Pi Mai, das laotische Neujahr im April, bei dem tagelang Wasser fließt und niemand trocken bleibt. Zu Beginn der Regenzeit steigt das Raketenfest Boun Bang Fai, mit dem die Menschen den Regen herbeibitten. Zum Ende der Regenzeit finden Bootsrennen und Lichterfeste statt, bei denen Tausende kleine Kerzenschiffchen den Mekong hinabtreiben. Und im November zieht das That-Luang-Fest in Vientiane Pilger aus dem ganzen Land an.
Luang Prabang: das Herz des Landes
Luang Prabang ist der Ort, an dem viele Reisende ihre Weiterreise plötzlich verschieben. Die alte Königsstadt liegt auf einer Halbinsel zwischen Mekong und Nam Khan, gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und kombiniert vergoldete Tempeldächer mit französischer Kolonialarchitektur, Frangipanibäumen und Cafés, in denen die Zeit hörbar langsamer vergeht.
Zu den Höhepunkten zählen der prachtvolle Tempel Wat Xieng Thong, der ehemalige Königspalast, der heute ein Museum beherbergt, und der Hügel Phousi mitten in der Stadt. Von dort oben schauen Sie über die Flüsse hinweg in die Berge, am besten zum Sonnenuntergang, gemeinsam mit gefühlt allen anderen Gästen der Stadt. Abends verwandelt sich die Hauptstraße in einen Nachtmarkt voller Textilien, Lampenschirme und Handwerk.
Im Umland locken die türkisblauen Kaskaden der Kuang-Si-Wasserfälle, in deren Naturbecken man herrlich baden kann, sowie die Pak-Ou-Höhlen am Mekong, in denen sich über die Jahrhunderte Tausende Buddhafiguren angesammelt haben. Wer sich für Weberei interessiert, findet in der Stadt Werkstätten, in denen Seide noch von Hand gefärbt und gewebt wird.
Vientiane: die entspannteste Hauptstadt Asiens
Vientiane ist vermutlich die einzige Hauptstadt Südostasiens, in der man mitten am Tag das Gefühl hat, alle machen gerade Mittagspause. Genau das ist ihr Charme. Am Mekongufer flanieren abends Familien, Aerobic-Gruppen turnen im Sonnenuntergang, und aus den Garküchen duftet es nach gegrilltem Fleisch.
Das Wahrzeichen ist die goldene Stupa Pha That Luang, das wichtigste religiöse Monument des Landes. Der Triumphbogen Patuxai wirkt aus der Ferne wie ein entfernter Cousin des Arc de Triomphe, nur mit deutlich mehr laotischen Details und einer Aussichtsplattform obendrauf. Sehenswert sind außerdem Wat Si Saket mit seinen Tausenden kleiner Buddhafiguren in den Wandnischen sowie das Nationalmuseum-Ensemble der Stadt.
Ein herrlich schrulliges Ziel etwas außerhalb ist der Buddha-Park Xieng Khuan, eine Betonskulpturen-Sammlung zwischen buddhistischer und hinduistischer Mythologie, die aussieht, als hätte jemand einen Traum in Zement gegossen. Wer die jüngere Geschichte des Landes verstehen möchte, besucht das COPE Visitor Centre, das sich mit den Folgen der Blindgänger aus dem Indochinakrieg und mit Prothesenversorgung beschäftigt. Eindrücklich und wichtig.
Vang Vieng und der Norden
Vang Vieng hat sich gewandelt. Aus dem einstigen Party-Hotspot ist ein Outdoor-Ziel geworden, und das zu Recht, denn die Kulisse aus Karstkegeln über dem Fluss Nam Song ist schlicht spektakulär. Auf dem Programm stehen Höhlentouren, Kajak- und Tubingfahrten, Rollerausflüge zu Lagunen und Aussichtspunkten sowie Ballonfahrten im Morgengrauen, wenn der Nebel noch zwischen den Felsen hängt.
Wer es ruhiger mag, fährt weiter nach Norden. Nong Khiaw liegt eingebettet zwischen steilen Felswänden am Fluss Nam Ou, und der Aufstieg zu den Aussichtspunkten über dem Ort belohnt mit einem der schönsten Panoramen des Landes. Noch entspannter geht es im per Boot erreichbaren Muang Ngoi zu, wo der Tag von Hängematten und Hühnern strukturiert wird.
Rund um Luang Namtha und im Schutzgebiet Nam Ha führen mehrtägige Trekkingtouren durch Bergwälder zu Dörfern verschiedener Ethnien. Weiter östlich, in Richtung Phongsali und Sam Neua, wird es einsam, bergig und kühl. Dort sind Sie oft der einzige Gast im Ort, und genau das ist der Punkt.
Die Ebene der Tonkrüge
Rund um Phonsavan in der Provinz Xieng Khouang liegen Hunderte riesiger Steinkrüge in der hügeligen Hochlandschaft verstreut, manche mannshoch und tonnenschwer. Wer sie wann und wozu dorthin gebracht hat, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Die gängigste Theorie sieht darin Bestattungsgefäße, die Legende erzählt lieber von Riesen und ihren Reisweinbechern. Aussuchen dürfen Sie sich, was Ihnen besser gefällt.
Die Ebene der Tonkrüge gehört zum UNESCO-Welterbe, mehrere Fundstellen sind erschlossen und lassen sich gut in einer Tagestour kombinieren. Auf den markierten Wegen bleiben ist hier Pflicht, denn die Region wurde im Indochinakrieg schwer bombardiert. Die Geschichte ist überall präsent, bis hin zu Bombenhülsen, die heute als Blumenkübel oder Hauspfosten dienen.
Zentrallaos: Höhlen, Karst und Motorradschleifen
Zwischen Vientiane und dem Süden liegt eine Region, die viele Reisende links liegen lassen. Ein Fehler, denn die Provinz Khammouane ist ein Karstwunderland aus Felsnadeln, Lagunen und Höhlen.
Der Star ist die Kong-Lor-Höhle, ein Tunnel, durch den ein Fluss den gesamten Bergrücken durchquert. Mit einem schmalen Langboot gleiten Sie in völliger Dunkelheit unter Tropfsteinformationen hindurch, bis am anderen Ende das Tageslicht wie ein Versprechen auftaucht. Ein Erlebnis, das hängen bleibt.
Von Thakhek aus startet außerdem die berühmte Motorradschleife durch diese Landschaft, mit Zwischenstopps an Höhlen, Stauseen und versunkenen Wäldern. Man braucht dafür ein paar Tage, etwas Fahrpraxis und eine gewisse Gelassenheit gegenüber Straßenverhältnissen.
Der Süden: Kaffee, Khmer-Tempel und 4.000 Inseln
Der Süden ist wärmer, flacher und noch eine Spur entspannter. Verkehrsknoten ist Pakse, von wo aus es hinauf auf das Bolaven-Plateau geht. Dort oben ist es angenehm kühl, es wachsen Kaffee, Tee und Kardamom, und Wasserfälle wie Tad Fane stürzen in tiefe Dschungelschluchten. Kaffeefarmen laden zu Führungen und Verkostungen ein, was zumindest den Rest des Tages sehr wach macht.
In Champasak liegt Wat Phou, eine weitläufige Khmer-Tempelanlage am Fuß eines heiligen Berges, älter als Angkor und ebenfalls UNESCO-Welterbe. Frangipanibäume, moosbewachsene Treppen und ein Blick über die Ebene machen den Besuch besonders stimmungsvoll, am besten in den frühen Morgenstunden.
Ganz im Süden fächert sich der Mekong zu Si Phan Don auf, den „4.000 Inseln“. Auf Don Det und Don Khon endet der Reiseplan meist in einer Hängematte. Man radelt über Dämme und alte Eisenbahnbrücken aus der Kolonialzeit, schaut den Fischern zu und lässt sich zu den donnernden Khone-Phapheng-Fällen bringen, den mächtigsten Stromschnellen Südostasiens. Mit etwas Glück tauchen in der Nähe der kambodschanischen Grenze Irawadi-Delfine auf.
Märkte und Mitbringsel
Laos ist ein Paradies für Handwerksfreunde. Besonders begehrt sind handgewebte Seiden- und Baumwollstoffe, Schals und Sinh genannte Wickelröcke, deren Muster je nach Region und Volksgruppe variieren. Dazu kommen Silberschmuck, geflochtene Reiskörbchen, Papier aus Maulbeerrinde, Holzschnitzereien und Keramik.
Kulinarische Souvenirs machen sich ebenfalls gut im Gepäck: Kaffee vom Bolaven-Plateau, getrocknete Gewürze oder eine Flasche Reisschnaps, sofern Sie den Zoll wohlwollend stimmen können. Gehandelt wird auf Märkten freundlich und mit Humor, niemals aggressiv. Ein Lächeln bringt Sie hier weiter als jede Verhandlungstaktik.
Praktische Reiseinformationen
Einreise: Für Reisende aus dem deutschsprachigen Raum ist ein Visum erforderlich. Es lässt sich vorab bei der zuständigen Botschaft oder online beantragen, außerdem wird an den internationalen Flughäfen und an mehreren Grenzübergängen ein Visum bei der Ankunft ausgestellt. Benötigt werden in der Regel ein ausreichend lange gültiger Reisepass mit freien Seiten, ein Passfoto und die Gebühr in bar. Da sich Bestimmungen ändern können, prüfen Sie die Details vor der Abreise bei einer offiziellen Stelle.
Geld: Landeswährung ist der Kip. Laos ist nach wie vor ein Bargeldland, Geldautomaten gibt es vor allem in Städten und Touristenorten, Kartenzahlung eher in besseren Hotels und Restaurants. In Grenznähe und entlang des Mekong werden häufig auch Thai Baht akzeptiert. Halten Sie kleine Scheine bereit, denn Wechselgeld ist auf dem Land ein knappes Gut.
Sprache: Amtssprache ist Lao, eine Tonsprache, die mit den nordthailändischen Dialekten verwandt ist. In touristischen Orten kommen Sie mit Englisch gut zurecht, ältere Menschen sprechen mitunter noch Französisch. Ein „Sabaidee“ zur Begrüßung und ein „Khop chai“ als Dank öffnen erstaunlich viele Türen.
Verhalten: Höflichkeit und Respekt stehen an erster Stelle. Der Kopf gilt als heiligster Teil des Körpers und wird nicht berührt, die Füße als unreinster, weshalb man sie nicht auf Menschen, Buddhafiguren oder Sitzflächen richtet. Vor dem Betreten von Tempeln und Privathäusern zieht man die Schuhe aus. In religiösen Stätten sind bedeckte Schultern und Knie selbstverständlich, und Frauen berühren Mönche nicht. Lautstarke Kritik oder sichtbare Wut lässt man besser zu Hause, denn das Gesicht zu wahren ist hier eine Kunstform.
Tourismus: Im Vergleich zu Thailand oder Vietnam geht es in Laos immer noch beschaulich zu. Öko- und Kulturtourismus wachsen, Massentourismus ist die Ausnahme. Genau das macht den Reiz aus, also behandeln Sie das Land bitte entsprechend.
Ab in den Urlaub nach Laos!
Laos ist kein Land für Checklisten. Wer hier fünf Höhepunkte pro Tag abhaken möchte, wird scheitern und dabei schlecht gelaunt sein. Wer sich dagegen auf den Rhythmus des Mekong einlässt, bekommt goldene Tempel im Morgennebel, Bergdörfer über den Wolken, Kaffee aus dem Hochland und Abende, an denen der Fluss rot glüht und niemand auf die Uhr schaut.
Kurz gesagt: Nehmen Sie sich mehr Zeit, als Sie eigentlich vorhatten. Sie werden sie brauchen und anschließend trotzdem zu wenig gehabt haben.
Unterkünfte

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1 EUR = 25.099,00 LAK (Laotischer Kip)
Zuletzt aktualisiert: 06.10.2026 um 17:12 Uhr MEZ
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Reisethemen zu Laos
Wohlbekannte Reiseinfos
Treffen Sie Einheimische stets mit dem nötigen Respekt. Nehmen Sie bitte Rücksicht auf landestypische Gebräuche.
Urlauben Sie verantwortungsvoll: Den CO2-Ausstoß des Fluges können Sie kompensieren, beispielsweise bei der Non-Profit-Organisation atmosfair. Beschränken Sie Ihren Wasserverbrauch (z.B. mit kürzer unter die Dusche gehen). Verringern Sie beim Einkaufen unnötigen Verpackungsmüll. Fördern Sie lokale Produzenten und nicht internationale Multis.
























