Hintergrundbild: © rey perezoso (modified by UI) - CC BY-SA 2.0

Von der Kolonialzeit geprägte Metropole

Santo Domingo, Dominikanische Republik

Santo Domingo de Guzmán, die Hauptstadt der Dominikanischen Republik, befindet sich an der Südküste der Insel Hispaniola an der Mündung des Rio Ozama und ist die größte Stadt des Landes.

Hier trifft der Besucher auf luxuriöse Hotelmeilen, trendige Einkaufszentren und Stadtautobahnen.

In der „Zona Colonial“, der Altstadt, fühlt man sich jedoch in eine Zeit zurückversetzt, in der die Gassen noch von spanischen Edelleuten bevölkert wurden. Diese „koloniale Zone“ wurde 1990 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Flanieren Sie in Santo Domingo am Malecón, einer prächtigen, vierspurigen Uferstraße mit Spazierboulevard, besichtigen Sie die Vielzahl der alten Kolonialhäuser, bummeln Sie auf farbenfrohen Märkten oder tauchen Sie ein in das prickelnde Nachtleben der Stadt.

Straße in Santo Domingo Straße in Santo Domingo - © M-Yakov - Fotolia

Sehenswürdigkeiten in Santo Domingo

Catedral de Santa Maria la Menar
Dieser Mischbau aus Renaissance und Spätgotik ist die älteste Kathedrale Amerikas und wurde vom italienischen Bischof Alessandro Geraldini entworfen. Üppige Steinmetzarbeiten zieren den Haupteingang, in der Kapelle befindet sich ein sagenumwobenes Heiligenbild. Geöffnet täglich von 8 bis 16 Uhr, Einlass nur mit bedeckten Beinen und Schultern.

Faro a Colón
Ein in Kreuzform gebautes Gebäude, das vor allem durch seine gigantischen Ausmaße beeindruckt. Im Inneren findet man ein Museum, neben dem Museum befindet sich das Grab von Columbus, das seine sterblichen Überreste beherbergen soll, jedoch auch Sevilla beansprucht diese Ehre für sich. Am Abend sendet der „Leuchtturm“ helle Lichtstrahlen in Form eines Kreuzes in den Himmel.

Alcazar de Colon
Ein im maurisch-gotischen Stil errichteter Prachtbau, der der Wohnsitz von Diego Colon, Sohn des Columbus, war. Heute ist es eines der meistbesuchten Museen, wo man Mobiliar und Kleidungsstücke aus der Kolonialzeit bestaunen kann.

Fundación García-Arevalo
Hier findet man sensationell fein ausgearbeitete Taínofunde aus privaten Sammlungen, wie Teile von Gefäßen mit Griffen in Tierform oder erotische Figuren.

Casas Reales
Ein kolonialer Gebäudekomplex, in dem ursprünglich der königliche Gerichtshof untergebracht war. Heute befindet sich hier das Museum de las Casas Reales.

Fortaleza Ozama
Oberhalb des Hafens von Santo Domingo wurde im 16. Jahrhundert diese Burg errichtet, um die Einfahrt des Hafens gegen Feinde zu verteidigen.

Jardin Botanico
Ein Kleinod in der Stadt ist der Botanische Garten, in dem man über 200 Palmenarten, Orchideen, Bäume mit karibischen Früchten und eine Schlucht mit Urwaldpflanzen bewundern kann. Ein idealer Ort für alle Pflanzenliebhaber und Fotografen.

Plaza de Espana
Gegenüber dem Alcazar de Colon liegt dieser herrliche Platz mit zahlreichen Boulevardlokalen. Seine Mitte ziert ein Denkmal des Stadtgründers Nicolás de Ovando.

Plaza de la Cultura
Dieser historische Platz ist gesäumt von Museen, die die Kultur des Landes präsentieren. So findet man hier das Museo de Arte Moderno, das Museo del Hombre Dominicano oder das Museo Nacional de Historia.

Acuario Nacional
Eine weitere Attraktion in Santo Domingo ist das Aquarium, wo die Besucher die unterschiedlichsten Meeresbewohner hautnah miterleben können.

Los Tres Ojos
Absolut sehenswert ist der Nationalpark „Los Tres Ojos (Die drei Augen)“, der sich am Stadtrand von Santo Domingo befindet. Tauchen Sie hier ein in eine andere Welt und bestaunen Sie die Tropfsteinhöhlen mit drei Grundwasserseen sowie die einzigartige Flora und Fauna.

Ausflüge in die Umgebung von Santo Domingo

Bani/Las Salinas
Etwa 70 Kilometer von Santo Domingo entfernt liegt die Stadt Bani. Von hier aus führt eine Straße zu den höchsten Dünen des Landes im Fischerdorf Las Salinas. Hier kann man sehen, wie Salz gewonnen wird, zahlreiche Frischrestaurants laden zur Einkehr ein.

San Cristóbal
30 Kilometer westlich von Santo Domingo liegt die Geburtsstadt von Rafael Leónidas Trujillo, die seit Mario Vargas Llosas Roman über das Leben des Diktators das Ziel vieler Spurensuchender ist.

Nigua
Etwa 30 Kilometer südwestlich findet man das älteste Zuckeranbaugebiet Amerikas mit Ruinen alter Zuckermühlen. Im Jahr 1520 standen dort 23 von 26 Mühlen. Ein beliebtes Ausflugsziel ist die Playa Najayo, die noch weitere 20 Kilometer südlich gelegen ist.

Unterkünfte

Wohnen wie im Kunstmuseum kann man im „Hostal Nicolás Nader“, einem Haus, das 1502 für den Eroberer Guatemalas, Pedro de Alvorado, erbaut wurde. Eine gute Adresse für Stadtromantiker ist das „Safitel Nicolás de Ovando“, dessen Mauern noch von der ehemaligen Residenz des Stadterbauers Nicolás de Ovando stammen.

Essen und Trinken

Ein Muss sind die Boulevardrestaurants am Plaza Espana, wo man feine Gerichte serviert bekommt und gleichzeitig die einzigartige Stimmung genießen kann. Wie in einer Kunstgalerie speist man in „Mesón D´Bari“, ein Lokal, das sich in einem alten Kaufmannsladen der Zona Colonial befindet. Ein einzigartiges Ambiente findet man im „El Mesón de la Cava“, das sich 50 Fuß unter der Erde in einer romantischen Höhle befindet.

Shopping

Die Einkaufsstraße in Santo Domingo ist die Calle El Cande, Dominikaner bevorzugen es aber in Malls, wie der Plaza Central, zu shoppen. Sehr gute Souvenirläden grenzen an die Plaza Colón. Souvenirjäger sollten sich am Mercado Modelo am Rande der Altstadt umsehen.

Tipps und Tricks

Eines der wichtigsten Ereignisse für die Dominikaner ist der Karneval mit seinen Zentren in La Vega und Santo Domingo. Höhepunkt der Feierlichkeiten, die vom Merengue-Tanz dominiert werden, ist der Karnevalsmontag, an dem tausende Tänzer die Stadt in eine riesige Party verwandeln.

Viel Spaß und viele Eindrücke auf Ihrer Reise nach Santo Domingo!

Text von Mag. Manuela Molk

Santo Domingo / Dominikanische Republik
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Grundsätzliche Reiseinfos

Im Gespräch behandeln Sie die lokale Bevölkerung stets mit dem nötigen Respekt. Berücksichtigen Sie dabei bitte auch die Gewohnheiten vor Ort.

Handeln Sie verantwortungsfreudig: Die Emission des Treibhausgases CO2 für den Flug kann man wiedergutmachen, zum Beispiel bei der schweizerischen Organisation myclimate. Mindern Sie Ihren Wasserverbrauch (z.B. mit kürzer Abduschen). Verringern Sie beim Einkaufen unnützen Einwegmüll. Supporten Sie lokale Produzenten statt Großunternehmer.

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