Reisen zu den Nachbarn Südafrikas

Die Republik Südafrika ist flächenmäßig etwa dreimal so groß wie Deutschland – da gibt es gleich für mehrere Urlaube genug zu entdecken! Doch auch die Nachbarländer warten mit Naturwundern und afrikanischer Herzenswärme auf.

Namibia

Das ehemalige Deutsch-Südwestafrika an der afrikanischen Atlantikküste fiel nach dem Ersten Weltkrieg an Südafrika und wurde erst 1990 ein unabhängiger Staat. Noch immer gibt es in Namibia eine deutschsprachige Community, doch die meisten Gäste kommen wegen der majestätischen Wüstenlandschaft, den hübschen Küstenstädten und dem riesigen Etosha National Park in das extrem dünn besiedelte Land.

Botswana

Ebenso wie Namibia ist auch Botswana im afrikanischen Vergleich ausgesprochen wohlhabend und politisch stabil. Botswana verdankt das den reichen Diamantenvorkommen, die kurz nach dem Abzug der britischen Kolonialmacht entdeckt wurden. Zuletzt wurde Botswana in den amüsanten Detektivgeschichten von Alexander McCall Smith berühmt – wärmstens empfohlene Reiseliteratur!
Größter Touristenmagnet ist das Okawango-Delta, das größte Binnendelta der Welt, denn der Okawango mündet nicht ins Meer, sondern endet hier mitten im Landesinneren. Am besten erkundet man das riesige Gelände auf mehrtägigen Kanufahrten oder Flugsafaris – in Botswana ist alles möglich, wenn man die richtige Brieftasche mitbringt. Ein weiteres Highlight ist der Chobe National Park mit der weltweit höchsten Elefantenkonzentration.

Simbabwe

Historisch und geographisch hatte Simbabwe ganz ähnliche Startvoraussetzungen wie andere Länder des südlichen Afrika, jedoch wurde nach der Unabhängigkeit von den Briten 1980 ein anderer Weg eingeschlagen. Misswirtschaft, die Ausweisung von 4.000 weißen Farmern und die fast 30-jährige Alleinherrschaft von Robert Mugabe werden oft als Gründe für die schlechte wirtschaftliche Lage genannt. Trotzdem kommen viele Besucher zu einem Naturschauspiel der besonderen Art nach Zimbabwe: den Victoria Falls. Im Gegensatz zu anderen berühmten Wasserfällen wie den Niagara- oder Iguazu-Fällen stürzt der Zambezi hier 100 Meter in  eine enge Schlucht, sodass man den Wassermengen sehr nahe gegenüberstehen kann. Aufgrund der politisch und wirtschaftlich instabilen Lage machen die meisten Touristen nur von Namibia oder Botswana aus einen Tagesausflug zu den Vic Falls, obwohl zahlreiche Nationalparks und archäologische Stätten eigentlich keine Wünsche offenlassen würden. Bitte erkundigen Sie sich vor der Reiseplanung bei den zuständigen Behörden nach der aktuellen Situation.

Mosambik

Im Gegensatz zu den anderen hier beschriebenen Ländern war Mosambik früher nicht britische, sondern portugiesische Kolonie. So verwundert es wenig, dass Latino-Rhythmen durch Maputos Straßen klingen, portugiesische und brasilianische Koch- und Tanzkultur leben hoch und vermischen sich mit afrikanischen Traditionen. Mosambik liegt am Indischen Ozean und gilt als Tauchparadies, klassische Safaris sind ebenso möglich. Obwohl das Land noch vor wenigen Jahren vom Bürgerkrieg zerrüttet war, verbringen dort heute viele Südafrikaner ihre Sommerferien.

Swasiland

Swasiland grenzt an Südafrika und Mosambik und profitiert von seiner Nähe zum Krüger National Park. Auch viele Besucher des Saint Lucia Wetland Parks machen einen Abstecher in die „afrikanische Schweiz“. Da Swasiland trotzdem nicht oft von Touristen besucht wird, hat sich ein typischeres Afrika-Bild erhalten, einige traditionelle Swasi-Dörfer kann man auch besichtigen.

Lesotho

Das Königreich Lesotho ist ganz von der Republik Südafrika umgeben und kein Punkt liegt unter 1.000 m. Auch der höchste Berg im südlichen Afrika liegt in Lesotho, am Thabana Ntlenyana kann man sogar Ski fahren. Berühmt ist Lesotho auch für die Ponys, die extra für das Klima dieser hochgelegenen Gegend gezüchtet wurden. Die Hauptstadt Maseru ist nur zwei Autostunden von Bloemfontein entfernt.

Viel Spaß und viele Eindrücke auf Ihrer Reise!

Text von Mag. Anissa Strommer

Nachbarn Suedafrika / Südafrika
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Beiläufige Informationen

Treffen Sie die Lokalbevölkerung immer mit Respekt. Berücksichtigen Sie dabei bitte auch lokale Gepflogenheiten.

Benehmen Sie sich verantwortungsbewusst: Den C02-Ausstoß des Fluges kann man kompensieren, zum Beispiel bei myclimate aus der Schweiz. Mindern Sie den Verbrauch von Wasser (z.B. mit weniger Duschen). Verzichten Sie auf überflüssigen Müll. Unterstützen Sie lokale Produzenten anstatt Großkonzerne.

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Vorschlag: Südafrikas Nachbarn bei Urlauberinfos

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