Hintergrundbild: © flickr-User: joepyrek (modified by UI) - CC BY-SA 2.0

Sardine Run und Großer Weißer Hai

Tauchen in Südafrika

Die besten Tauchgebiete in Südafrika

Die Artenvielfalt der Unterwasserwelt vor den Küsten Südafrikas ist eine der Hauptattraktionen des Landes. An der Ostküste Südafrikas fließt der Agulhas-Strom Richtung Süden und führt warmes Wasser vom Indischen Ozean mit sich. Hier gedeihen Kugelfische, Seepferdchen, Korallen und Anemonen. An der Westküste fließt der Benguela-Strom, der kaltes Wasser aus der Antarktis bringt, Richtung Norden. Hier finden Taucher Robben und Tangwälder vor. An vielen Orten liegen Wracks gesunkener Segelschiffe auf dem Meeresgrund, die einem Tauchgang eine besondere Note verleihen.

Tauchen Kapstadt

Die Region am Kap bietet ein ganz besonderes Erlebnis, denn hier ist möglich sowohl im Indischen Ozean als auch im Atlantik zu tauchen. Im Indischen Ozean liegen die „Smithwinkel Schiffswracks“ in etwa 35 Metern Tiefe. Vor dieser Kulisse kann das größte Vorkommen des Großen Weißen Hais beobachtet werden. Im Atlantik warten Kelpwälder, Kaltwasserkorallen, Seehunde u. v. m. Gute Anlaufpunkte sind z.B. False Bay oder Cape Hangklip. Außerdem bietet die Region rund um den Tafelberg herrliche Landschaftseindrücke. Hier kann man nicht nur die „Big Five“ (Leoparden, Büffel, Elefanten, Löwen und Nashörner) sehen, sondern die „Big Seven“ (zusätzlich noch Wale und Große Weiße Haie) erleben.

Käfigtauchen – Gansbaai

Vor Gansbaai im Osten von Kapstadt kann der Große Weiße Hai beim Käfigtauchen in freier Wildbahn beobachtet werden. Diese Form des Tauchens ist nicht unumstritten, denn die Haie werden mit Futter angelockt und gereizt um den Besuchern ein ordentliches Spektakel zu bieten. Die Atmung erfolgt nicht über Sauerstoffflaschen, sondern über eine Art überlangen Schnorchel. Dadurch können auch Nichttaucher dieses Abenteuer erleben.

Weißer Hai Weißer Hai - © Bernard DUPONT (modified by UI) - CC BY-SA 2.0

Ein einzigartiges Erlebnis sind Walking Safaris, da der Ranger Sie nur so auf jedes Detail aufmerksam machen kann. Dabei gelten dieselben Verhaltensregeln wie bei Pirschfahrten oder im eigenen Fahrzeug, nur sollte man außerdem auf gutes Schuhwerk achten und keine Kleidung in grellen Farben tragen.

Achten Sie auch auf Ihre Gesundheit: Bringen Sie immer ausreichend Wasser, Sonnenschutz und eine Kopfbedeckung mit, und informieren Sie sich rechtzeitig vor Ihrer Reise, ob in der Gegend zur jeweiligen Jahreszeit Malariaprophylaxe empfohlen wird. Geraten Sie auch bei großer Hitze nicht in die Versuchung, in stehenden Gewässern zu schwimmen oder waten: Darin lauern unter Umständen nicht nur Nilpferde und Krokodile, sondern auch Egel, die Bilharziose übertragen können.

Seal Island

Auf Seal Island vor der Atlantikküste Kapstadts gibt es die Möglichkeit mit Seehunden zu tauchen. Beim Schnorchel oder mit Sauerstoffflasche sind die liebenswerten Tiere zum Greifen nahe. Die eleganten Schwimmer bieten dem Besucher ein faszinierendes Schauspiel.

Two Oceans Aquarium
Hier bietet sich ganzjährig die Möglichkeit mit Haien und anderen Meeresbewohnern zu tauchen. Faszinierende Begegnungen sind garantiert.

Tauchbasen
Sowohl an der Küste des Indischen Ozeans als auch an der Atlantikseite finden sich einige Tauchbasen, die Material und Tauchlehrer (meist englischsprachig) zur Verfügung stellen. Über die Angebote sollte man sich vorab eingehend informieren, insbesondere wenn man sich für Käfigtauchen interessiert.

Anreise und Unterkunft
Die Stadt ist vom ca. 20 Kilometer vom Flughafen entfernt und kann problemlos per Taxi, Mietwagen oder Shuttlebus erreicht werden. In und um Kapstadt finden Gäste von Hotels der gehobenen Klasse bis hin zu Gästehäusern und Pensionen ein breites Spektrum an Unterkünften vor.

Tauchen in der Mossel Bay

Wer das Sportliche mit dem Kulturellen verbinden möchte, der ist in Mossel Bay richtig. Hier ging Bartolomeu Diaz 1488 bei der ersten Umsegelung Afrikas an Land. Knapp 400 Kilometer östlich von Kapstadt, am Anfang der Garden Route, lockt der etwas verschlafen wirkende Ort mit einem vielfältigen Freizeitangebot. Neben landschaftlichen und kulturellen Highlights wird hier auch Hochseefischen, Rifftauchen, Käfigtauchen u. v. m. angeboten. Taucher können am Santos Riff, am Mitch Riff oder am Sponge Riff die Unterwasserwelt des Indischen Ozeans erkunden. Vor der Küste liegt das Wrack der 1874 gesunkenen Santos auf dem Meeresgrund. Davon sind heute kaum mehr als der Mast und der Anker zu sehen, die jedoch eine geheimnisvolle Kulisse für Tauchgänge bilden.

Tauchbasis
Es gibt eine Tauchbasis, die Ausrüstung und Kurse anbietet. Außerdem kann hier Unterwasserhockey gespielt werden.

Anreise und Unterkunft
Von Kapstadt aus ist Mossel Bay mit dem Auto in etwa viereinhalb Stunden zu erreichen. Von Port Elizabeth dauert die Fahrt entlang der Küste gute vier Stunden. Eine Kombination des Aufenthaltes in Mossel Bay mit einer Garden-Route-Tour ist sehr empfehlenswert.
Mossel Bay ist auf Tourismus ausgerichtet und Gäste können in punkto Unterkunft aus einer breiten Palette wählen.

Aliwal Shoal für Taucher

In der Provinz KwaZulu-Natal, etwa 50 Kilometer südlich von Durban liegt Umkomaas an der Ostküste Südafrikas. Vor der Küste befindet sich das Aliwal Shoal Riff, das vor allem für Haitauchen berühmt ist. Hier kann man unterschiedliche Arten antreffen. In erster Linie zieht es Taucher jedoch wegen der Sandtigerhaie dorthin. Auch Tigerhaie, Hammerhaie, Bullenhaie und Gitarrenhaie sind keine Seltenheit. Etwa einen Kilometer nördlich von Aliwal Shoal liegt das Wrack der 1884 gesunkenen Nebo, wo unter anderem Königs- und Skorpionfische beobachtet werden können.

Sardinenschwarm Sardinenschwarm - © Lakshmi Sawitri (modified by UI) - CC BY 2.0

Tauchgebiet Sardine Run

In den Monaten Juni und Juli lässt sich vor der Küste von KwaZulu-Natal der Sardine Run beobachten. Millionen von Sardinen treffen in großen Schwärmen aufeinander und schwimmen nach Norden. Diese Formationen wirken auf Delfine, Haie und Wale wie ein kostenloses All-you-can-eat-Buffet. Ein Naturerlebnis der besonderen Art!

Tauchbasen
In Umkomaas gibt es mehrere Tauchbasen, die Material und Tauchlehrer zur Verfügung stellen und Tauchgänge organisieren.

Anreise und Unterkunft
Die Kleinstadt ist von Durban aus in einer halben Stunde mit dem Auto zu erreichen. In der umliegenden Küstenregion gibt es einige sehr schöne Hotels, aber auch preiswerte Gästehäuser und Frühstückspensionen.

Tauchen in der Sodawana Bay

Das südlichste tropische Korallenriff Afrikas liegt etwa 250 Kilometer nördlich von Durban. Über 1.200 tropische Fischarten können hier bei einer Unterwassersicht von bis zu 30 Metern in ihrer Farbenpracht beobachtet werden. Die Bucht gehört zum iSimangaliso-Wetland-Park (ehemals Greater St. Lucia Wetland Park), einem Nationalpark in der Provinz KwaZulu-Natal.

Tauchbasen
Vor Ort gibt es mehrere Tauchbasen wo auch Ausrüstung gemietet werden kann.

Anreise und Unterkunft
Erreichbar ist das Gebiet über die Autobahn von Durban auf der N2 Richtung Norden nach Mtubatuba und von dort auf der P237 noch ca. 30 Kilometer nach St. Lucia. Es gibt einige Hotels und Ferienwohnungen, die auch bei Südafrikanern sehr beliebt sind. Eine Vorausreservierung ist daher empfehlenswert. Außerdem gibt es die Möglichkeit im Park zu Zelten bzw. gibt es ein Backpacker-Hotel außerhalb des Parks. Es handelt sich um ein Malariagebiet und entsprechende Prophylaxe wird angeraten.

Genießen Sie Ihren Taucher-Urlaub in Südafrika!

Text von Mag. Gundi Jungmeier

 / Südafrika
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Allgemeine Infos zu Fernreisen

Treffen Sie die Bewohner vor Ort stets mit der notwendigen Anerkennung. Achten Sie dabei auch auf landestypische Gebräuche.

Reisen Sie verantwortungsbewusst: Den C02-Ausstoß des Fluges kann man ausbügeln, etwa bei myclimate aus der Schweiz. Reduzieren Sie Ihren Wasserverbrauch (z.B. mit kürzer unter die Dusche gehen). Verzichten Sie auf überflüssigen Einwegmüll. Befürworten Sie lokale Kleinhändler an Stelle von großen Unternehmen.

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