Hintergrundbild: © David Williams (modified by UI) - CC BY 2.0

Von UNESCO-Ehren und wilden Tieren

Cát Bà, Vietnam

Malerisch liegt die Halong-Bucht im Golf von Tonkin und versammelt zahlreiche Inseln wie Farbkleckse um sich. Eine davon ragt als die größte Insel der Region aus dem Wasser und schmückt sich mit dem klingenden Namen Cát Bà.

Cát Bà verspricht ein vielfältiges Naturschauspiel auf etwa 354 km² Landfläche. Fünfzig Kilometer östlich von Hai Phong, im nördlichen Teil Vietnams, eröffnet sich dem Besucher ein Naturparadies, das in seiner Einzigartigkeit für sich steht.

Ein Reichtum seltener Tierarten

Seit 1986 darf sich ein großer Teil Cát Bàs auch “Nationalpark” nennen. Im Jahr 1994 kam erstmals der Titel “UNESCO Biosphärenreservat” dazu. Schließlich hatte man nun herausgefunden, wie viele endemische Tier- und Pflanzenarten sich hier heimisch fühlen. Was die biologische Artenvielfalt betrifft, kann sich Cát Bà also mehr als sehen lassen: Hier schwingt sich noch der äußerst gefährdete Goldkopflangur von Baum zu Baum - eine den Meerkatzen ähnliche Affenart, deren Bestand auf etwa 60 bis 80 Stück geschätzt wird. Ergänzt wird der Tierreigen von einigen Schildkrötenarten, mehreren Schneckengattungen und einem Gecko - allesamt auf der Liste der bedrohten Arten vertreten.

Auch die verzweigten Stämme der Drachenblutbäume, einige Orchideenarten und eine Auswahl an essbaren Sukkulenten prägen das Natur-Bild, das die nordvietnamesische Insel ihren Besuchern bietet.

Ein Zwischenstop im Naturparadies

Cát Bà-Stadt kann sich mit seinen 13.000 Einwohnern zurecht als größte Stadt der Umgebung bezeichnen, sind doch die meisten Inseln - zumindest aus menschlicher Sicht - unbewohnt.
Als beliebter Zwischenstopp für Halong-Reisende hat sich Cát Bà mit den Jahren zu einem touristischen Fixpunkt entwickelt, der die Besucher mit Trekking-Touren, Bootsfahrten und feinsandigen Stränden entzückt.

Korallenriffe, Mangroven und Sumpfwälder gilt es zu erkunden - ob mit dem Kajak oder zu Fuß. Und wer immer schon von versteckten Lagunen geträumt hat, kann davon ausgehen, hier endlich einmal am Ziel angekommen zu sein.

Von Weitem schon erkennbar sind die charakteristischen Kalksteinformationen, die nicht nur zum Klettern einladen, sondern letztendlich auch nach erfolgreichem Aufstieg mit einer beeindruckenden Aussicht über den Cát Bà-Archipel belohnen.

Dass der Tourismus hier mehr und mehr an Bedeutung gewinnt, ist durch die wachsende Zahl an bezaubernden Strandhotels unschwer zu erkennen.

Als beste Reisezeit haben sich die Monate September bis November mit ihren milden Temperaturen erwiesen. Februar bis April sind eher etwas für Regenwasserratten und von Juni bis August zieht schließlich die feuchte Sommerhitze durch das Land. Machen Sie sich dann außerdem auf einen Einfall von vietnamesischen Touristen gefasst, die vor der Naturkulisse Cát Bàs ihre Erholung im eigenen Land suchen.

Kulinarische Frische aus dem Meer

Da die geografische Lage am Wasser Boote aus zahlreichen Regionen des Landes anlockt und die Fischerei zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden ist, empfiehlt es sich besonders, in den Speisekarten der Restaurants nach Fischen und Meeresfrüchten Ausschau zu halten. Die Frische wird Sie ins Schwärmen bringen.

Über den Wasserweg gelangt man mit dem Schnellboot in etwa 45 Minuten von Hai Phong nach Cát Bà. Die Landstraßen wiederum, werden selten befahren und sind dementsprechend gut erhalten. Mopeds oder Fahrräder, die vor Ort ausgeliehen werden können, machen sich also für einen Erkundungstrip durchaus bezahlt.

Vielleicht ist ja auch ein Ausflug nach Monkey Island zu den wild lebenden Affen drinnen? Oder soll es ein bisschen mehr Kultur sein? - In diesem Fall ist ein Besuch bei den Tempeln und Zitadellen der Nha Mac-Herrscherdynastie die richtige Wahl.

Cát Bà und die Vielseitigkeit sind sichtbar gute Freunde. Freunde, zu denen man immer wieder gerne auf Besuch kommt.

Viel Spaß und viele Eindrücke auf Ihrer Reise nach Cát Bà!

Text von Mag. Oliver Rapouch

Cat Ba / Vietnam
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Beiläufige Informationen

Im Gespräch behandeln Sie die Bewohner vor Ort immer mit Respekt. Berücksichtigen Sie dabei bitte auch landestypische Gebräuche.

Benehmen Sie sich anständig: Den Kohlendioxid-Ausstoß Ihres Fluges können Sie neutralisieren, etwa bei myclimate aus der Schweiz. Mindern Sie Ihren Wasserbedarf (z.B. mit kürzer unter die Dusche gehen). Vermeiden Sie unnützen Müll. Unterstützen Sie kleinere Familienunternehmen anstatt Großkonzerne.

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