Hintergrundbild: © flickr-User: dronepicr (modified by UI) - CC BY 2.0

Das ewige Saigon

Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon), Vietnam

Die südvietnamesische Ho-Chi-Minh-Stadt ist auch heute noch unter dem Namen Saigon bekannt.

Umbenannt wurde sie 1976 nach dem Vietnamkrieg zu Ehren des Revolutionärs Ho-Chi-Minh. Die Einwohner nennen ihre Stadt weiterhin Saigon, offiziell wird der Name aber nur noch für den Stadtkern verwendet. In ihrer Gesamtheit trägt die Metropole den Namen Ho-Chi-Minh-Stadt.

Sehenswürdigkeiten

Touristisch interessant sind vor allem das Zentrum und das chinesische Viertel Cholon. Wer eine Stadttour machen möchte, der kann sich in einer Fahrradrikscha, dem sogenannten Cyclo durch die Straßen kutschieren lassen. Diese werden oftmals von ehemaligen Soldaten aus dem Vietnamkrieg gefahren, die über die Geschichte der Stadt plaudern. Die Preise für die Rundfahrten sind normalerweise angemessen – sie sind aber durchaus noch verhandelbar.

Die Ho-Chi-Min-Stadt ist bekannt für ihre sehenswerten Pagoden und Kirchen. Kulturfreunde kommen beispielsweise bei der Vinh Nghiem Pagode auf ihre Kosten. Das Bauwerk beeindruckt durch seine sieben Dächer und seine Buddha-Statuen, die in jedem Stockwerk zu finden sind.

Ein weiteres Highlight ist die Nghia An Hoi Quan Pagode, die sich im Chinatown-Viertel Cholon befindet. Hier gibt es unter anderem hübsche Gold-Schnitzereien zu bewundern.

Auch diese Gebäude sollte man sich nicht entgehen lassen: Die Viet Nam Quoc Tu Pagode aus dem Jahre 1963 und die Kathedrale Notre Dame, Duong Dong Khoi, die als Wahrzeichen der Stadt gilt.

Absolut sehenswert ist auch der Wiedervereinigungspalast, das ehemalige Regierungsgebäude. Für besonders Interessierte werden Führungen durch das Bauwerk und den unterirdischen Bunkern angeboten. Ein Tipp: Ein kleiner Abstecher in den dahinter liegenden Park ist sehr empfehlenswert.

Was bei der Sightseeing-Tour nicht fehlen darf, ist das Rathaus der Ho-Chi-Minh-Stadt. Es wurde im französischen Kolonialstil erbaut und stellt besonders nachts mit seiner Beleuchtung eine hübsche Fotokulisse dar.

Altes Rathaus in Saigon Altes Rathaus in Saigon - © Diego Delso - CC BY-SA 3.0

Sehenswert sind auch das Stadttheater und das Hauptpostamt, das in seiner Schalterhalle ein riesiges Portrait von Ho-Chi-Minh zeigt.

Auch für Museumsfreunde hat die Stadt einiges zu bieten. Im historischen Museum etwa erfährt man Interessantes über die Geschichte Vietnams und dessen Kultur. Wer mehr über den Namensgeber der Stadt wissen möchte, der sollte einmal im Ho-Chi-Minh Museum vorbei schauen. Hier werden beispielsweise einige Besitztümer des Revolutionärs ausgestellt.

Sightseeing macht müde - für eine kleine Pause sind die zahlreichen grünen Parks der Stadt genau richtig. Die größte Anlage ist der Cong Vien Van Hoa Park. Er befindet sich in der Nähe des Wiedervereinigungspalastes. Wer sich besonders für die Flora interessiert, der sollte sich den botanischen Garten gleich neben dem Zoo anschauen.

Ein touristisches Highlight sind auch die vielen Märkte der Stadt. Ein besonders belebter ist der Benh Thanh Markt, auf dem man beispielsweise Lebensmittel, Kleidung oder Schmuck kaufen kann. Möchte man noch weiter bummeln, empfiehlt es sich, auf den Binh Tay Markt im chinesischen Viertel oder im Warenhaus Zen Plaza vorbei schauen.

Ausflüge in die Umgebung Saigons

Ein Abstecher in die nähere Umgebung der Ho-Chi-Minh-Stadt lohnt sich besonders für Familien mit Kindern: Denn die nahegelegen Vergnügungsparks Saigon Waterpark, Dam Sen Cultural Park und Binh Quoi Village garantieren einen erlebnisreichen Tagesausflug für die ganze Familie. Ob auf Wasserrutschen, im Wellenbad oder in der Achterbahn – hier kommen nicht nur die Kleinen auf ihre Kosten.

Wer seine Tagestouren nicht selber planen möchte, der kann organisierte Ausflüge in Anspruch nehmen: Beispielweise werden Fahrten  ins Mekong Delta, in dem der Fluss Mekong in das Südchinesische Meer mündet und zum Cu Chi Tunnel, in denen sich vietnamesische Soldaten im Krieg versteckt hielten, angeboten.

Unterkunft und Gastronomie

In der Ho-Chi-Minh-Stadt kann man auf verschiedenste Art und Weise nächtigen. Je nach Anspruch stehen einfache Zimmer, Mittelklassehotels sowie luxuriöse fünf Sternehotels zur Auswahl. Aber Vorsicht: Die günstigen Varianten sind oft doch nur sehr dürftig ausgestattet - hier mangelt es häufig an der nötigen Hygiene.

Die vietnamesische Küche hat für Feinschmecker einiges zu bieten. Typischerweise werden in den Lokalen Reisgerichte serviert, dazu Fleisch- oder Fischvariationen. Eine sehr bekannte Nudelsuppe ist die sogenannte Pho, diese verspeisen die Vietnamesen oft sogar schon zum Frühstück. Als Pho bo isst man die Suppe mit Rindfleisch, unter dem Namen Pho ga mit Hähnchenfleisch.
Möchte man in einem gehobenen Lokal essen gehen, bieten sich beispielsweise die Edelcafés im Park des Wiedervereinigungspalastes an. Hier befindet sich außerdem eine stilvolle Crêperie, in der Naschkatzen nach Herzenslust schlemmen können.

Viel Spaß und viele Eindrücke auf Ihrer Reise nach Ho Chi Minh Stadt!

Text von Annalena Schieber

Ho Chi Minh Stadt / Vietnam
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Beiläufige Infos

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