Hintergrundbild: © flickr-User: brianfagan (modified by UI) - CC BY 2.0

Geschichte, Kultur und traumhafte Landschaften wohin das Auge reicht

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Vietnam

Millionenmetropolen und die atemberaubende Schönheit unberührter Natur, Kultur und spirituelle Mystik – Vietnam ist schon lange aus seinem Dornröschenschlaf aufgewacht und bietet dem Besucher immer mehr faszinierende Attraktionen und Sehenswürdigkeiten. Ob in der Stadt oder am Meer, ob im Dschungel oder am Fluss – die Begeisterung wird zum ständigen Begleiter in dieser aufblühenden Region Südostasiens. Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Ho-Chi-Minh-Stadt

Altes Rathaus in Saigon Altes Rathaus in Saigon - © Diego Delso - CC BY-SA 3.0

Vielen ist die größte Stadt Vietnams immer noch unter dem einstigen Namen „Saigon” geläufig. Und auch der Fluss, der sich entlang dieser Millionen-Metropole windet, hört auf selbigen Namen. Das Erbe des einstigen Revolutionärs und Präsidenten der Demokratischen Republik Vietnam schwingt seit 1976 in der Umbenennung nach. Während des Vietnamkriegs waren tausende US-Soldaten hier stationiert, was Saigon zu einem relativ sicheren Gebiet machte. Zahlreiche Kolonialgebäude und Pagoden prägen heute noch das gut erhaltene Stadtbild. Der historische Wiedervereinigungspalast mit seinem Hubschrauberlandeplatz und dem Bunker zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten – in diesem ehemaligen Präsidentensitz wurde schließlich das Ende des Vietnamkriegs besiegelt. Das chinesische Viertel „Cholon”, Garküchen, riesige Markthallen, erholungsfreundliche Parks und der Zoo runden das Erlebnis „Ho-Chi-Minh-Stadt” ab. Mehr Informationen zu Ho-Chi-Minh-Stadt

Halong Bucht

Halong-Bucht Halong-Bucht - © flickr-User: naturalbornstupid - CC BY-SA 2.0

Ein Drache soll hier einst mit seinem Schwanz tiefe Furchen in die Landschaft gezogen haben. Die mythische Entstehungsgeschichte liefert eine reizende Erklärung für den Namen dieses Naturwunders im Norden Vietnams - die „Bucht des untertauchenden Drachen”. Paradiesisch schön ist das Gebiet mit den annähernd 2.000 Kalkfelsen, die zum Teil schwindelerregend aus dem Meer ragen. Sandstrände, Höhlen, Grotten und bizarre Tropfsteingebilde lassen sich auf einem Trip durch die Halong Bucht entdecken. Der beste Weg um die malerische Bucht im Golf von Tonkin zu erkunden, ist eine Fahrt mit einer der traditionellen Dschunken – einem nostalgisch-traditionellen Ausflugsboot. Schwimmende Dörfer, bunte Fischerboote und dichte Dschungelvegetation machen diesen Ort der Stille zu einer Quelle der Erholung. Mehr Informationen zur Halong Bucht

Ho-Chi-Minh-Pfad

Wandern am Ho-Chi-Minh-Pfad Wandern am Ho-Chi-Minh-Pfad - © Grace Lopez (modified by UI) - CC BY-SA 2.0

Ein Erbe des Vietnamkriegs erstreckt sich vom Norden des Landes in den Süden – der Ho-Chi-Minh-Pfad. Dieses geheime Netz aus Straßen und Tunneln diente einst der logistischen Versorgung der kommunistischen Befreiungsfront, die gegen den westlichen Einfluss im Süden Vietnams auf die Barrikaden stieg. Der Pfad brachte es auf eine beachtliche Strecke von 16.000 Kilometern und verlief über die Truong-Son Gebirgskette. Dabei kreuzte er auch die Territorien von Laos und Kambodscha. Die bis zu 9 Meter unter der Erde gegrabenen Gänge können heute teilweise besichtigt werden und bieten einen beklemmenden Einblick in die dunkle Vergangenheit Vietnams. Auch wenn der Pfad nach den US-Bombardements nur mehr bruchstückhaft existiert, ist eine geführte Tour auf jeden Fall ein Erinnerungswertes Erlebnis. Weitere Infos zum Ho-Chi-Minh-Pfad

Wasserpuppentheater in Hanoi

Wasserpuppentheater Wasserpuppentheater - © Ian Armstrong (modified by UI) - CC BY-SA 2.0

Das Wasserpuppentheater ist eine einzigartige Form der Kleinkunst, die man nur in Vietnam vorfinden kann. Lange Zeit wurde die Fertigkeit geheim gehalten und nur innerhalb der Künstlerfamilien weiter gegeben. Begleitet von einem Orchester mit traditionellen Instrumenten, tanzen Holzpuppen mit beweglichen Gliedmaßen über ein Wasserbecken, das als Bühne dient. Gehalten werden die Figuren von Holzstangen, die von Personen im Hintergrund bewegt werden. Gerne zeigt man hierbei Szenen aus dem Alltag, mystische Tänze oder haucht tierischen Legenden neues Leben ein. Dann speien Drachen Feuer, beginnen Löwen zu tanzen oder es kommt zu einem Gipfeltreffen der vier heiligen Tiere: Phönix, Einhorn, Drache und Schildkröte. Weitere Informationen zum Wasserpuppentheater und zu Hanoi

Cuc Phuong Nationalpark

Pflanzenwelt im Cuc Phuong Nationalpark Pflanzenwelt im Cuc Phuong Nationalpark - © flickr-User: hds (modified by UI) - CC BY 2.0

Der erste Nationalpark Vietnams befindet sich etwa 100 Kilometer südlich von Hanoi in der Provinz Ninh Bình. Von der Stadt aus lassen sich bequem Fahrten in das Reservat buchen. Erfahrene Ranger geben während der geführten Touren ihr Wissen weiter und bieten sogar besondere Nachtführungen an, die einem etwa die nachtaktiven Flughörnchen näher bringen. Loris, diverse Langurenarten, Zibetkatzen, Schuppentiere oder Bachschildkröten machen nur einen Teil der animalischen Vielfalt dieses Ortes aus. Der Nationalpark bietet darüber hinaus der ethnischen Minderheit der Muong ein Zuhause. Besucher werden von ihnen mit traditionellen Tänzen und Liedern in die fremde Kultur eingeführt. In Parknähe können übrigens Fahrräder und Motorräder ausgeliehen werden und auch das Kajak-Fahren erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Weitere Informationen zum Cuc Phuong Nationalpark

Mekong Delta

Mekong Delta Mekong Delta - © flickr-User: ilf_ (modified by UI) - CC BY-SA 2.0

Die Region im Südwesten Vietnams ist vom Flussdelta des Mekong geprägt. Dieses so genannte Mekong Delta erstreckt sich westlich von Ho-Chi-Minh-Stadt und macht deutlich, welch wichtige Lebensader der Mekong für die Bevölkerung ist. Arbeiten und Wohnen – alles spielt sich auf dem Wasser ab. Der Schwimmende Markt bei Can Tho bietet den frischesten Fang zum Verkauf an und auch bei Bootstouren über den Fluss werden den Gästen Krabben, Shrimps und Fische aus der Region kredenzt. Ein Netz von Flussarmen in inniger Verbundenheit, winzige Dörfer, saftige Grünflächen und eindrucksvolle Mangrovensümpfe machen den Reichtum des Flussdeltas aus. Man nennt diese Region auch „Südliche Reiskammer Vietnams”. Der fruchtbare Boden macht das Land zum weltweit zweitgrößten Importeur der weißen Körnchen. Mehr Infos zum Mekong Delta

Hué

Thien Mu Pagode in Hué Thien Mu Pagode in Hué - © flickr-User: xiquinhosilva (modified by UI) - CC BY 2.0

Die einstige Kaiserstadt der Nguyen Dynastie und ehemalige Hauptstadt des Landes befindet sich in Zentralvietnam am Parfümfluss. Eine gehörige Portion Mystik versprühen die Zitadelle und die Verbotene Stadt, die nach dem Vorbild in Peking erbaut wurde. Einige Überreste zeugen von dem einst so prachtvollen Areal, das den Kaisern vorbehalten war: Tempel, Pavillons, Paläste und Mauern. Auf einer Anhöhe am Fluss befindet sich das offizielle Symbol von Hué - die Thien Mu Pagode, die mit 7 Stockwerken als höchste Pagode Vietnams gilt. Südlich, an den Rändern der Stadt, wurden die einstigen Kaiser zur Ruhe gebettet. Deren Gräber aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert sind auf jeden Fall eine Besichtigung wert. Mehr Infos zu Hué

Nha Trang

Im Sprachgebrauch der französischen Besetzer war die Küstenstadt nordöstlich von Ho-Chi-Minh-Stadt unter dem verheißungsvollen Namen „Nizza des Ostens” bekannt. Auch heute noch verteidigt Nha Trang mutig seine Stellung im Ranking der schönsten Strände der Welt. Segler und Kite-Surfer finden hier perfekte Bedingungen vor. An die 350 verschiedenen Korallenarten bieten Tauchern und Schnorchlern eine atemberaubende Unterwasserkulisse. Im Norden der Stadt ragen die 25 Meter hohen Türme der Cham in die Höhe, während die Long Son Pagode mit der 14 Meter hohen Buddhastatue auf dem Drachenberg zu spiritueller Erleuchtung führt. Und wem das immer noch nicht genügt, der kann sich von der längsten Seilbahn Vietnams über das offene Meer zur „Bambusinsel” Hon Tre bringen lassen. Mehr Informationen zu Nha Trang

My Son - Tempelstadt im Dschungel

My Son My Son - © Jean-Pierre Dalbéra from Paris (modified by UI) - CC BY 2.0

Inmitten des Dschungels von Zentralvietnam schlummert ein besonderes Schmuckstück, das den begehrten Titel „UNESCO Weltkulturerbe” tragen darf – die Tempelstadt My Son. Die Erbauung My Sons ist auf das Volk der Cham zurückzuführen, das in jener Region seinen Ursprung hat und sich stark von der indischen Kultur beeinflussen ließ. So zeigen auch die Cham ihre Verehrung für die Gottheit Shiva. Wenn auch ein Großteil der Stadt im Vietnamkrieg zerstört wurde, so sind heute noch mehr als 70 Tempel erhalten – teilweise Dank des Wiederaufbaus. My Son stellt in seiner Gesamtheit ein einzigartiges Beispiel für den Einfluss hinduistischer Architektur auf Südostasien dar und hat sich seine Bedeutung als Sehenswürdigkeit unbestritten verdient. Mehr Infos zu My Son

Reisterrassen von Sa Pa

Etwa 380 Kilometer nordwestlich von Hanoi, nah an der chinesischen Grenze, befindet sich der beschauliche Ort Sa Pa. Sa Pa befindet sich in etwa 1.600 Metern Höhe im Hoàng Lien Son Gebirge. Aufgrund der gebirgigen Lage lässt sich das Wetter oft mit kühl und neblig beschreiben. Aus dem geheimnisvollen Nebelschleier ragt schließlich eine Sehenswürdigkeit, die Sa Pa’s Alltag bestimmt – die Reisterrassen, die von den Bauern auf traditionelle Art mit ihren Wasserbüffeln bestellt werden. Trekking ist die Hauptbeschäftigung der Besucher. Mit dem Fansipan verfügt man hier auch über den höchsten Berg Vietnams. Und die Bergstämme der Hmong, der Dao und der Tay begegnen jedem Wanderer mit herzlicher Gastfreundlichkeit. Mehr Informationen zu Sa Pa

Entdecken Sie die Schätze des Landes!

Text von Mag. Oliver Rapouch

 / Vietnam
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Wohlbekannte Informationen

Behandeln Sie die Lokalbevölkerung immer mit einer angebrachten Wertschätzung. Beachten Sie dabei bitte ebenfalls landestypische Gebräuche.

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