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Galapagos-Inseln

Die Inselgruppe vulkanischen Ursprungs im Pazifik und gilt als eines der besten Reiseziele zur Wildtierbeobachtung weltweit.

Isla Santa Cruz – Zentrum des Galapagos-Archipels

Auf der Insel Santa Cruz, dem wichtigsten Zentrum von Galapagos, finden die Besucher rund 150 unterschiedliche Vogelarten, Seebären und Seelöwen, die den Aufenthalt natürlich zu einem unvergesslichen Naturerlebnis machen. Das Zentrum der Insel ist geprägt von hügeligen Landschaften, erloschenen Vulkanen sowie einer üppigen Fauna und Flora. Darüber hinaus ist Santa Cruz bekannt für ihre Lavatunnel, die bis zu 10 Meter hoch und zwei Kilometer lang sind.

Sehenswertes auf der Isla Santa Cruz

Puerto Ayora: Puerto Ayora ist die größte Stadt der Galapagos-Inseln. Hier ist auch die Charles-Darwin-Forschungsstation zu finden, ein bekanntes Naturschutzgebiet, in dem sich mehr als 200 Wissenschaftler mit den Themen Naturschutz und Forschung auseinandersetzen. Das wohl bekannteste Projekt ist die Züchtung von Riesenschildkröten, die auch aus der Nähe beobachtet werden können.

Bahia Tortuga: Von Puerto Ayora aus erreichen die Reisenden auch die Tortuga-Bucht, wo sich beste Schnorchel- und Schwimmbedingungen bieten. Mit etwas Glück kann man außerdem Rochen und Meeresechsen beobachten.

Bachas: Im Norden von Santa Cruz liegen zwei kleinere Strände, an denen auch Meeresschildkröten nisten.

Drachenhügel: Der Drachenhügel oder Cerro Dragon ist im Westen der Insel zu finden, dort gibt es ein Nistgebiet für Landleguane und man kann das wunderschöne Panorama auf die Umgebung genießen.

Ausflugsmöglichkeiten um die Isla Santa Cruz

Tauchausflüge: Wer die Unterwasserwelt der Galapagos-Inseln erkunden möchte, entscheidet sich am besten für einen Tauchausflug ab Puerto Ayora. Beliebte Ziele sind beispielsweise Punta Estrada, die Isla Seymour Norte, La Lobería oder die Gordon Rocks.

Surfen: Surfer zieht es vor allem nach Bozán oder La Ratonera, mit dem Boot ist innerhalb von einer Stunde auch die Punta Blanca zu erreichen. Noch weiter im Norden liegen Las Palmas Grande, Las Palmas Chica sowie Cerro Gollina, die als die besten Surfspots gelten.

Islas Seymour & Mosquera: Die Isla Seymour ist nur 1,9 km² groß, als Hauptattraktion gelten hier die Blaufußtölpel und Fregattvögel. Darüber hinaus nisten hier auch Gabelschwanzmöwen, sehr häufig treffen die Besucher auch auf Meerechsen, Landleguane und Seelöwen. Die Isla Mosquera ist eine sehr kleine Sandinsel, die hauptsächlich besucht wird, um die Seelöwenkolonie zu bestaunen.

Islas Plazas: Von Puerto Ayora aus können Sie diese zwei Inseln im Rahmen eines Tagesausfluges besuchen. In einem Opuntienwald sind zahlreiche Landleguane anzutreffen und von den hohen Felsen genießt man eine traumhafte Aussicht und kann Pelikane, Fregattvögel oder Schuppensturmtaucher beobachten.

Islas Daphne: Zwei Vulkaninseln in der Nähe der Isla Seymour. Auf Daphne Mayor sind zwei Krater zu finden, in denen unzählige Blaufußtölpel nisten.

Isla Santa Fe: Eine unbewohnte Insel, auf der man zum größten Opuntia-Kaktus wandern kann und manchmal auch auf Landleguane oder den Galapagos-Bussard trifft.

Unterkünfte
Auf der Isla Santa Cruz hat man die Möglichkeit, in Hotels, Hostels oder B&Bs zu übernachten. Die Preise sind relativ hoch und liegen zwischen 100 und 200 Euro pro Nacht.

Tipps und Tricks
Sehr empfehlenswert ist ein Besuch eines sogenannten „Kiosko“, ein sehr einfaches Restaurant, in dem typische Meeresfrüchte- und Fischgerichte serviert werden.


Isla Isabela – Traumhafter Strandurlaub

Die Isla Isabela ist mit 4.588 km² die größte Insel des Galapagos-Archipels, wobei sich ihr Name von der spanischen Königin Isabella I. ableiten lässt. Diese unterstützte Christopher Kolumbus auf ihren Entdeckungsfahrten finanziell. Heute sind auf der Insel etwa 2.200 Menschen beheimatet, die meisten davon leben in Puerto Villamil. Der höchste Punkt auf Isabela ist der Vulkan Wolf, der eine Höhe von 1707 Meter hat. Die Isla Isabela kann von zwei Seiten besucht werden: Der nordwestliche Teil wird hauptsächlich von Kreuzfahrtschiffen bereist und mit einem Schnellboot bzw. einem Inselflug kann die Stadt Puerto Villamil erreicht werden.

Sehenswertes auf der Isla Isabela

Arnaldo Tupiza: Eine Schildkrötenaufzuchtstation, die sich vor allem der Aufzucht bedrohter Unterarten verschrieben hat.

Vulkan Sierra Negra: Ein 1500 Meter hoher Vulkan, dessen Krater einen Durchmesser von 11 Kilometer aufweist.

Tintoreras: Ein Archipel, das vor Puerto Villamil zu finden ist. Von hier aus kann man Ausflüge mit Booten unternehmen, um Pinguine, Meeresechsen oder Blaufußtölpel zu beobachten.

Punta Tortuga: Ein Strand, der von Mangroven umgeben ist und an dem der Mangrove-Darwinfink zu finden ist.

Bahia Urbina: Eine Bucht an der Westküste der Insel, wo die Besucher die Möglichkeit haben, Landleguane, Riesenschildkröten oder Pelikane zu beobachten.

Puerto Villamil: Rund um den Hafen von Puerto Villamil findet man weitläufige Sandstrände sowie Lagunen. Außerdem bietet die kleine Stadt auch verschiedenste Einkaufsmöglichkeiten.

Unterkünfte
Auf der Insel Isabela nächtigen Sie in Hotels unterschiedlichster Preisklassen. Außerdem stehen Ihnen auch Hostels sowie Privatunterkünfte zur Verfügung.

Tipps und Tricks
Neben geführten Touren können einige Plätze auch auf eigene Faust erkundet werden, darunter beispielsweise der Vulkan Sierra Negra, der mit dem Taxi erreichbar ist.


Isla Santiago – Farbenprächtige Lavainsel

Die Isla Santiago oder auch San Salvador genannt ist rund 580 km² groß und die Heimat von Schildkröten, Robben, Seelöwen, Leguanen sowie Flamingos. Auch die Landschaft ist hier einzigartig, denn sie besteht aus langen Stränden sowie schwarzer Lava. Nicht überall ist die Insel für Besucher zugänglich, dennoch gibt es einige Plätze, die von den Reisenden besichtigt werden können. Auch die Isla Santiago ist vulkanischen Ursprungs, der Vulkan Cerro Cowan ist allerdings nicht mehr aktiv. Früher war die Insel vor allem für Piraten sehr wichtig, die hier ihr Proviant auffüllten.

Sehenswertes auf der Isla Santiago

Puerto Egas: Ein schwarzer Strand, der als die Hauptattraktion der Insel gilt.

Buccaneer Cove: Eine pittoreske Bucht, wo sich hunderte Meeresvögel tummeln. Hier befinden sich auch die bekannten Felsformationen „Roca Elefante“ bzw. „El Monje“.

Bahia Espumilla: Hier bietet sich den Besuchern die Möglichkeit, am Strand Lavareiher, den Galapagos-Bussard bzw. Meeresschildkröten zu beobachten. Außerdem können die Reisenden den Wald von Polo Santo bestaunen.

Sullivan Bucht: Hier spaziert man durch erstarrte Lava, wobei ein Besuch am Nachmittag zu empfehlen ist, da dann das Licht bestens zum Fotografieren geeignet ist.

Ausflugsmöglichkeiten

Isla Bartolomé: Die Insel Bartolomé liegt vor der Ostküste von Santiago und hat nur eine Fläche von 1,2 km². Die Landschaft ist spektakulär, denn die Insel verfügt über einen erloschenen Vulkan sowie vulkanische Formationen in unterschiedlichsten Farben. Sehr bekannt ist auch die Felsnadel „Pinnacle Rock“, wo sich eine beeindruckende Unterwasserwelt bietet. Das Highlight ist natürlich eine Wanderung auf den Vulkan, der über Stege und Holztreppen erreicht werden kann.

Isla Rábida: Südlich der Isla Santiago befindet sich die Isla Rábida, die über einen roten Strand verfügt. Hier können die Besucher Seelöwen beobachten, schwimmen und schnorcheln.

Isla Floreana: Die Insel Floreana ist eine der ersten bewohnten Inseln und hat auch eine sehr aufregende Geschichte. Hier kann man auf den 450 Meter hohen Asilo de la Paz wandern oder die Post Office Bay besuchen. In dieser Bucht wurden im 18. Jahrhundert Briefe hinterlegt und dann von Walfängern mitgenommen und persönlich ausgeliefert. Leicht grünlich schimmert der Strand Punta Cormorant, an dem auch Flamingos beobachtet werden können. Als sehr beliebter Platz zum Schnorcheln gilt die Corona del Diablo, ein Vulkankrater, der halb versunken ist.

Isla Espanola: Diese Insel wird auch Hood Island genannt und sie ist wahrscheinlich die älteste Insel des Galapagos-Archipels. Espanola ist vor allem bei Ornitologen sehr beliebt, denn hier tummeln sich Albatrosse, Galapagostauben, Blaufußtölpel oder Spottdrosseln.

Isla Genovesa: Die Insel hat die Form eines Hufeisens und ist vor allem bekannt für die Darwin Bucht im südlichen Teil des Eilandes. Hier gibt es zahlreiche Seevogelkolonien und das Wasser ist voll mit winzigen Meereslebewesen.

Unterküfte
Es ist nicht möglich, auf der Insel zu übernachten und auch das Campen ist nicht gestattet.

Tipps und Tricks
Die einzige Möglichkeit, der Isla Santiago einen Besuch abzustatten, bietet sich im Rahmen einer Kreuzfahrt.


Isla Fernandina – Zuhause für unzählige Meeresleguane

Die drittgrößte der Galapagosinseln ist die Isla Fernandina, die nach König Fernando II von Spanien benannt wurde. Ursprünglich hieß die Insel Narborough Island, wobei dieser Name auf William Cowley zurückzuführen ist, der das Galapagos-Archipel im Rahmen einer Weltumsegelung besuchte. Er fertigte eine Karte an und benannte die einzelnen Inseln nach britischen Admirälen, Grafen und Königen, darunter auch Admiral Sir John Narborough. Die Isla Fernandina ist  rund 640 km² groß, ihr höchster Punkt ist der 1476 Meter hohe Vulkan Cumbre, der 2017 zum letzten Mal ausbrach. Typisch für die Insel sind auch Lavakakteen und Mangrovenwälder. Darüber hinaus leben hier Kormorane, die allerdings nicht fähig sind zu fliegen, sowie Leguane und Pinguine.

Sehenswertes auf der Isla Fernandina

Punta Espinoza: Eine Landzunge, auf deren Lavafelsen hunderte Meeresleguane zu finden sind.

Unterkünfte
Es gibt keine Übernachtungsmöglichkeiten auf der Isla Fernandina und Camping ist nicht erlaubt.

Essen und Trinken
Die Insel verfügt über keine Restaurants, daher empfiehlt es sich, selbst vorzusorgen.

Tipps und Tricks
Die Isla Fernandina kann entweder im Rahmen einer privaten Charter-Tour oder als Teil einer Kreuzfahrt besucht werden.


Viel Spaß und viele Eindrücke auf Ihrer Reise zu den Galapagos-Inseln!

Text von M. M.

Galapagos / Ecuador
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Grundsätzliche Infos

Behandeln Sie Einheimische immer mit Respekt. Berücksichtigen Sie dabei bitte auch lokale Gepflogenheiten.

Handeln Sie verantwortungsbewusst: Die Emission des Treibhausgases CO2 für den Flug kann man kompensieren, zum Beispiel bei der schweizerischen Organisation myclimate. Beschränken Sie den Bedarf an Wasser (z.B. mit weniger Duschen). Pfeifen Sie auf unnützen Verpackungsmüll. Unterstützen Sie kleine Händler an Stelle von großen Unternehmen.

Gerne können Sie kleine Ausschnitte aus dem Beitrag zitieren. In diesem Fall bitten wir um einen Link.
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