Reserva Ecológica Manglares de Churute
Südlich von Guayaquil liegt mit der Reserva Ecológica Manglares de Churute eines der eindrucksvollsten Schutzgebiete an Ecuadors Pazifikküste. Auf rund 50.000 Hektar erstreckt sich hier eines der letzten großen zusammenhängenden Trockenwaldgebiete des Landes, ein Ökosystem, das andernorts in Südamerika längst der Landwirtschaft weichen musste.
Wer sich für Natur pur, seltene Tiere und Landschaften abseits der Touristenpfade begeistert, ist hier goldrichtig. Die Reserve gehört zu den wenigen Orten weltweit, an denen Mangrovensumpf, Trockenwald und sumpfiges Grasland so unmittelbar aufeinandertreffen und dabei jeweils ihre ganz eigene Tier- und Pflanzenwelt bewahren.
Drei Welten auf engstem Raum
Das Schutzgebiet gliedert sich in drei deutlich unterscheidbare Biozonen: Mangrovensümpfe entlang der Wasserläufe, dichten Trockenurwald in den höher gelegenen Bereichen sowie weitläufiges Sumpfgrasland dazwischen. Diese Vielfalt auf engem Raum ist es, die Churute für Naturfans so besonders macht, denn innerhalb weniger Stunden lassen sich völlig unterschiedliche Lebensräume erkunden.
Die Mangrovenwälder mit ihren charakteristischen Stelzwurzeln bilden dabei ein regelrechtes Labyrinth aus Kanälen, durch die sich Ausflügler paddelnd oder mit dem Boot bewegen können. Der Trockenwald dahinter wirkt in der Regenzeit satt grün, in der Trockenzeit dagegen eher karg und staubig, was ihm einen fast schon mystischen Charakter verleiht.
Tierisches Wer-ist-wer
Die Vogelwelt im Reservat ist beeindruckend vielfältig und lockt nicht ohne Grund passionierte Birdwatcher an. In den Mangrovenkanälen lassen sich Lachmöwen und zahlreiche Krabben beobachten, während im Sumpfgrasland der äußerst seltene Hornwehrvogel zuhause ist, ein Vogel, den man sonst kaum noch irgendwo zu Gesicht bekommt.
Auch abseits der gefiederten Bewohner hat Churute einiges zu bieten: Brüllaffen machen ihrem Namen alle Ehre und sind oft schon von Weitem zu hören, bevor man sie überhaupt entdeckt hat. Kapuzineraffen turnen geschickt durch das Blätterdach und sorgen für so manchen amüsanten Moment, wenn sie neugierig auf Besucher herabblicken.
Pflanzenwelt mit Charakter
Auch botanisch hat die Reserve einiges zu bieten. Besonders auffällig ist der sogenannte Knoblauchbaum, dessen Rinde bei Verletzung einen intensiven, an Knoblauch erinnernden Duft verströmt, ein kurioses kleines Naturschauspiel für alle, die genauer hinschnuppern. Daneben ragen imposante Königspalmen weit über das restliche Blätterdach hinaus und prägen die Silhouette des Waldes.
Wer sich für Pflanzen begeistert, sollte sich auf jeden Fall Zeit für eine geführte Wanderung nehmen, da lokale Guides meist ein enormes Wissen über Heilpflanzen, essbare Früchte und die ökologischen Zusammenhänge des Waldes mitbringen.
Auf dem Wasser unterwegs
Eine Bootstour durch die Mangrovenkanäle gehört zu den Highlights eines Besuchs in Churute. Während sich das Boot langsam durch das grüne Wurzelgeflecht schiebt, öffnet sich immer wieder der Blick auf neue Vogelarten, faule Krabben und gelegentlich auch auf ein neugierig herüberschauendes Affengesicht. Die Ruhe und Stille zwischen den Mangroven wirkt fast meditativ, ein deutlicher Kontrast zum quirligen Treiben in Guayaquil.
Kanu- oder Kajaktouren sind ebenfalls möglich und eignen sich besonders für alle, die die Geräusche des Waldes noch intensiver erleben möchten, ganz ohne Motorlärm.
Gut zu wissen
Ein Besuch der Reserva Ecológica Manglares de Churute lässt sich am besten über eine lokale Agentur oder einen erfahrenen Guide organisieren. Diese kennen nicht nur die besten Beobachtungsplätze für Tiere, sondern übernehmen auch Transport, Bootstouren und die notwendigen Genehmigungen für das Schutzgebiet.
Festes Schuhwerk, leichte, atmungsaktive Kleidung sowie Regenschutz gehören unbedingt ins Gepäck, denn das Wetter im Trockenwald kann durchaus überraschen. Fernglas und Kamera mit Zoom sollten ebenfalls nicht fehlen, schließlich lässt sich mancher seltene Vogel nur aus der Ferne perfekt ablichten.
Viel Spaß und viele Eindrücke auf Ihrer Reise in das Schutzgebiet Manglares de Churute!Für Fotograf:innen: Sonnenauf- und Sonnenuntergänge
| Mittwoch, 07.10.2026 | ||
|
06:02:17 |
12:06:42 ∠ 87,4° |
18:11:07 |
| Samstag, 17.10.2026 | ||
|
05:59:08 |
12:04:15 ∠ 83,6° |
18:09:22 |
| Dienstag, 27.10.2026 | ||
|
05:57:00 |
12:02:48 ∠ 80,0° |
18:08:36 |
| Freitag, 06.11.2026 | ||
|
05:56:08 |
12:02:35 ∠ 76,8° |
18:09:01 |
∠° steht für Sonnenwinkel (∠ 90° = senkrecht), °C für die Temperatur in Grad Celsius.
Ermittelte Zeitzone: America/Guayaquil
Unterkünfte

Zum Anzeigen der besten Unterkünfte bitte Drittanbieter-Inhalte und -Cookies erlauben!
Drittanbieter-Cookies und -Inhalte für Karte mit Hotels erlauben
Destinationen zu Pazifikküste und Galapagos-Inseln
1 EUR = 1,12 USD (US-Dollar)
Zuletzt aktualisiert: 06.10.2026 um 17:13 Uhr MEZ
Allgemeine Reiseinfos
Behandeln Sie die Bewohner vor Ort stets mit dem nötigen Respekt. Achten Sie dabei auch auf landestypische Gebräuche.
Handeln Sie verantwortungsfreudig: Die CO2-Emission der Flugreise können Sie neutralisieren, zum Beispiel bei der schweizerischen Organisation myclimate. Reduzieren Sie den Bedarf an Wasser (z.B. mit weniger Duschen). Verringern Sie beim Einkaufen überflüssigen Plastikmüll. Fördern Sie kleinere Familienunternehmen anstatt Großkonzerne.





















