Hintergrundbild: © Hedwig Storch - CC BY-SA 3.0

Schon die alten Ägypter mochten diesen Ort und gründeten hier eine Ansiedlung mit dem Namen Jebu.

Assuan, Ägypten

Die Stadt Assuan liegt in Oberägypten, direkt am Nil, 800 Kilometer südlich von Kairo und 210 Kilometer südlich von Luxor. Das Klima ist hier eher trocken, doch sehr angenehm. Auch im Winter erreichen die Temperaturen bis zu 25 Grad Celsius.

Schon die alten Ägypter mochten diesen Ort und gründeten hier eine Ansiedlung mit dem Namen Jebu, was soviel wie Elefantenland bedeutet. Daher kommt auch der Name der Nilinsel, die sich bei Assuan befindet, denn diese wird noch heute Elephantine genannt.

Old Cataract Hotel Old Cataract Hotel - © flickr-User: horax zeigt hier (modfied bei UI) - CC BY-SA 2.0

Sehenswürdigkeiten

Auf die Insel Elephantine, die nur 500 Meter breit und 1,5 Kilometer lang ist, gelangt man mit einer kleinen Fähre. Diese kleine Insel wird vor allem von nubischen Fellachen bewohnt. Etwas nördlich der Anlegestelle befindet sich ein kleines Museum, das in dem einstigen Haus von Sir William Willcocks untergebracht ist. Dieser hatte den ersten Staudamm errichtet. Im Museum werden Funde aus Assuan und der näheren Umgebung ausgestellt.

Auf der Anhöhe Gharbi Assuan, gegenüber der Stadt, befinden sich die Felsengräber. Hier wurden hohe Würdenträger der Spätzeit des Ägypterreiches begraben. Diese Grabstätten wurden zwischen 1889 und 1969 entdeckt und bargen eine Vielzahl an Schriften. Sie sind vom Nil aus über Treppen, neben denen sich auch Rampen befanden, um die Sarkophage in die Gräber zu transportieren, zu erreichen.

Das Grabmahl des Aga Chan steht auf einer steilen Sanddüne hoch über dem Nil auf derselben Seite wie die Felsengräber. Mohammed Shah Aga Chan, der 1957 verstarb, war das geistliche Oberhaupt der ismailitischen Sekte und verbrachte seine Winterkur in Assuan, um sich bei dem frühlingshaften Wetter von seinem Rheuma zu erholen. Unterhalb seines Mausoleums befindet sich eine Villa, die noch heute regelmäßig von Aga Chans Ehefrau bewohnt wird.

Mausoleum des Aga Khan III. in Assuan Mausoleum des Aga Khan III. in Assuan - © Olaf Tausch (modfied bei UI) - CC BY 3.0

Wenn man nun von diesem Grabmahl zirka zwanzig Minuten weitergeht, kommt man zum Simeonskloster. Von diesem aus bietet sich ein wunderbarer Blick über die Stadt.

Altstadtgasse in Assuan Altstadtgasse in Assuan - © WP-User: Bertramz (modfied bei UI) - CC BY 3.0

Ausflüge in die Umgebung

Nur wenige Kilometer von der Stadt Assuan entfernt liegen Steinbrüche, die schon von den alten Ägyptern genutzt wurden. Hier bauten sie den Rosengranit ab, den sie für Statuen und Tempelsäulen brauchten. In den nördlichen Steinbrüchen gibt es sogar einen unvollendeten Obelisken. Durch ihn kann man sehr gut nachvollziehen, wie die Ägypter früher gearbeitet haben.

Ebenfalls sehr sehenswert sind die beiden Nildämme, die sich einige Kilometer südlich von Assuan befinden. Ihre Anfänge hatten sie bereits um die Jahrhundertwende. Sie wurden im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts immer wieder aus- und umgebaut.

Viel Spaß und viele Eindrücke auf Ihrer Reise nach Assuan!

Text von Manuela Bernauer

Assuan / Ägypten
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