Hintergrundbild: © the paleobear - CC BY 2.0

Einzigartiger Ausblick auf die Insel Tiran und den Berg Sinai.

Nabq Bay, Ägypten

Die Bucht von Nabq liegt auf der ägyptischen Halbinsel Sinai. Deren Lage ist besonders, sie bildet das Bindeglied zwischen dem afrikanischen und dem asiatischen Kontinent. Außerdem ragt die Halbinsel in das Rote Meer. Die bedeutendste Stadt der Region ist Sharm El Sheikh, etwa sechs Kilometer von Nabq Bay entfernt. Dort befindet sich auch ein internationaler Flughafen, der Sinai mit dem Rest der Welt verbindet. Von Kairo aus ist die Bucht in etwa fünf Stunden erreichbar.

Nabq Bay verdankt seine Beliebtheit als Ferienort der wunderschönen Lage am Roten Meer. Mit der Wüste und den Bergen im Rücken öffnet sich die Gegend nach vorne zum unendlichen Blau. Die Strände sind traumhaft schön und bieten viele einsame Plätze. Von der Bucht aus hat man außerdem einen einzigartigen Ausblick auf die Insel Tiran und den Berg Sinai.

In den Sommermonaten Juli und August kann es in Ägypten allgemein sehr heiß werden. Temperaturen über vierzig Grad sind keine Ausnahme. Wer die Hitze nicht gut verträgt, fährt besser in den Monaten Februar bis Juni, sowie September bis November nach Nabq Bay. Für einen reinen Tauchurlaub hingegen ist der Sommer gut geeignet, da die Wassertemperaturen zu dieser Zeit sehr angenehm sind.

Skulptur in Nabq Skulptur in Nabq - © Jahn Gunnar Moe (modfied bei UI) - CC BY 2.0

Die Landschaft rund um die Bucht ist gebirgig und von der Wüste geprägt. Nur wenige Menschen leben in der Gegend unter diesen harten Bedingungen. Vor allem die Unfruchtbarkeit des Bodens ist ein großes Problem, deswegen sind auch heute noch die meisten Wüstenbewohner Nomaden. An einem festen Ort zu wohnen können sich nur diejenigen leisten, die vom Tourismus leben und somit nicht von der Wüste als Lebensbasis abhängig sind.

Anreise und Fortbewegung

Auf der Halbinsel Sinai befinden sich insgesamt zwei internationale Flughäfen – in Sharm El-Sheikh und in Taba. Busse verkehren zwischen den wichtigsten Orten der Region und verbinden diese mit der Hauptstadt Kairo. Für Fahrten vor Ort eignet sich  das Taxi am besten. Die Fahrer bringen den Urlauber nahezu an jeden Platz. Etwas Vorsicht ist dabei jedoch geboten,  der Preis sollte auf jeden Fall immer vorher ausgehandelt werden.

Für die Erkundung weniger ausgetretener Pfade empfiehlt sich ein Mietauto. Damit erreicht man alle Orte, die durch befahrbare Straßen zugänglich sind. Auf der sicheren Seite ist man mit einem Geländewagen, der auch mit sandigen Straßen kein Problem hat.

Für Ägypten benötigen Urlauber im Allgemeinen ein Visum, für die Halbinsel Sinai gelten allerdings besondere Regelungen. So ist ein ägyptisches Visum nicht nötig, wenn man auf Sinai bleibt. Will man allerdings Ausflüge in die Umgebung machen, ist das Visum wiederum zwingend.

Unterkünfte und Einrichtungen

Obwohl Nabq Bay nur ein relativ kleiner Ferienort ist, haben sich dort in den letzten Jahren zahlreiche Hotels angesiedelt. Sie liegen entlang der Küste und verfügen meist über einen eigenen Strandabschnitt. Mit den Hotels kam auch weitere touristische Infrastruktur für den perfekten Urlaub hinzu. So findet man heute in Nabq Bay zahlreiche Restaurants, Bars und Einkaufsmöglichkeiten.

Aktivitäten

Die meisten der ansässigen Hotels bieten ihren Gästen ein vielfältiges Freizeitprogramm mit Animateuren und Abendunterhaltung. Zahlreiche sportliche Aktivitäten, wie Tennis, Tischtennis, Beach-Volleyball und vieles mehr, stehen ebenso am Plan, wie Wellness und Entspannung. Außerdem wird alles angeboten, was sich im Wasser machen lässt – von Wasserball über Wasserski bis Surfing.

Ein besonderes Paradies ist die Bucht von Nabq für Taucher. Da das Wasser sehr seicht ist, eignet sich der Ort auch für Anfänger und zum Schnorcheln. Fortgeschrittenere Taucher können tiefere Gewässer mittels eines Boot-Tauchgangs erkunden. Die Unterwasserwelt des Roten Meeres ist unglaublich faszinierend und vielfältig. In der Nähe der Bucht kann man zudem ein altes Schiffswrack erkunden, das in einem Riff festgefahren liegt.

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

Nur elf Kilometer von Nabq Bay entfernt liegt die Insel Tiran. Sie ist von Nabq aus mit dem Boot erreichbar. Die traumhaften Buchten der Insel werden vom türkisblauen Meereswasser gerahmt. Einzigartige Korallenformationen und eine bunte Tierwelt gilt es zu erkunden. Viele Hotels bieten Tagesausflüge auf die Insel Tiran an. Schon während der Bootsfahrt hat man einen herrlichen Blick auf die Insel, vor Ort kann man die bezaubernde Landschaft in Ruhe und Abgeschiedenheit genießen.

Der Nationalpark Ras Mohammed wurde 1983 von der ägyptischen Regierung gegründet. Er liegt von Nabq Bay etwa 160 Kilometer entfernt. Die Sensationen dieses Nationalparks sind die Korallenriffe und die vielfältige Tierwelt. Taucher können hier Haien, Thunfischen und Jackfischen begegnen.

Tauchen im Ras Mohammed Park Tauchen im Ras Mohammed Park - © Matt Kieffer (modfied bei UI) - CC BY-SA 2.0

Etwa dreihundert Kilometer von Nabq Bay entfernt liegt das St. Katharinen Kloster, am Fuße des Berges Sinai. Dieses ehemalige christliche Kloster wurde als Festung erbaut und gilt als ein biblischer Ort. Hier befand sich laut dem christlichen Glauben der brennende Dornbusch, durch den Gott zu Moses sprach. Heute ist das Kloster griechisch-orthodox und wird jährlich von einer Masse an Touristen besucht. Da das Kloster noch immer in Betrieb ist, wurde die Zugänglichkeit aufgrund des Besucherandrangs in den letzten Jahren stark eingeschränkt.

Der Berg Sinai, auch Berg Moses genannt, ragt 2.285 in die Höhe. Er ist von der Bucht von Nabq aus schon von Weitem sichtbar. Der dreistündige Aufstieg auf den Berg ist durch einen relativ flachen Weg leicht zu meistern. Da die Tage in Ägypten sehr heiß werden, sollte man möglichst früh losstarten. Von oben genießt man eine herrliche Aussicht über die gesamte Umgebung

Viel Spaß und viele Eindrücke auf Ihrer Reise zur Nabq Bay!

Text von Claudia Wrumnig

Nabq Bay / Ägypten
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Wohlbekannte Informationen

Im Gespräch behandeln Sie die Lokalbevölkerung immer mit Respekt. Beachten Sie dabei bitte ebenfalls landestypische Gebräuche.

Urlauben Sie gewissenhaft: Den C02-Ausstoß des Fluges kann man wiedergutmachen, etwa bei myclimate aus der Schweiz. Mindern Sie Ihren Wasserverbrauch (z.B. mit kürzer unter die Dusche gehen). Dezimieren Sie beim Shopping entbehrlichen Einwegmüll. Unterstützen Sie kleinere Familienunternehmen statt Großunternehmer.

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