Hintergrundbild: © Nico Kaiser (modified by UI) - CC BY 2.0

Stadt der Sonne und des guten Weines

Mendoza Stadt, Argentinien

Die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz wurde 1561 von Pedro de Castillo gegründet und wird wegen des Klimas und dem Weinbau in der Region auch die "Stadt der Sonne und des guten Weines" genannt. Um Mendoza herum prägt die karge Trockensteppe der Region Cuyo die Landschaft. Die Stadt und die Umgebung werden bewässert, so säumen gewaltige, schattige Baum-Alleen die Straßen Mendozas und in der Umgebung wachsen die besten Rebstöcke des Landes.

Sehenswürdigkeiten in Mendoza

Mehrere Plazas im Zentrum wie beispielsweise die Plaza Independencia,  die Plaza San Martin, die Plaza España oder die  Plaza Sarmiento, eine quirlige Fußgängerzone mit vielen Straßencafes, Restaurants, Bars und Geschäften sowie Straßenmusikanten geben der Stadt ihr typisches Flair.

Plaza Independencia Plaza Independencia - © Nico Kaiser (modified by UI) - CC BY 2.0

Die historischen Denkmäler der Stadt gruppieren sich um die Plaza Pedro del Castillo. Hier kann man beispielsweise die Iglesia San Francisco besichtigen, gleich gegenüber befindet sich das Museo del Área Fundacional, das zahlreiche archäologische Fundstücke beherbergt. Unter der Plaza Independencia befindet sich das Museo Municipal de Arte Moderne, in dem regelmäßig Wechselaustellungen von lokalen Künstlern stattfinden. Am Bürgersteig der Av Las Heras de Mayo befindet sich das außergewöhnliche Museo Popular Callejero, das mit Hilfe von Dioramenkästen die Geschichte einer der größten Straßen von Mendoza dokumentiert.

Die grüne Lunge Mendozas, der Parque General San Martin, mit über 400ha Fläche sowie einem kleinen See, ist ein wahres Freizeitparadies und wird von Einheimischen und Gästen gerne aufgesucht. Von dort aus empfehlen wir, einen kurzen Aufstieg auf die berühmte Cerro de la Gloria zu unternehmen, denn es eröffnet sich ein herrlicher Ausblick über die Stadt und das angrenzende Tal. Im Park selbst kommen Kinder auf zahlreichen Spielplätzen und einem kleinen Vergnügungspark voll auf ihre Kosten.

Cerro de la Gloria Cerro de la Gloria - © Micaela humberto (modified by UI) - CC BY-SA 3.0

Herrlich entspannen lässt es sich auch im weitläufigen Parque General San Martín, in den man durch ein orientalisches Flügeltor eintritt. Einen traumhaften Ausblick auf die Stadt und deren wunderschöne Umgebung genießt man von der Terraza Mirado, die sich am Dach des Rathauses befindet.

Jeden Donnerstag bis Samstag findet darüber hinaus auf der Plaza Independencia ein Kunsthandwerksmarkt statt; wer Flohmärkte mag, sollte am Wochenende der Plaza Pellegrini einen Besuch abstatten. Zahlreiche Souvenir- und Ledershops sowie günstige Schmuck- und Schokoladengeschäfte finden Shoppingbegeisterte in Zentrum Av Las Heras, günstig essen lässt es sich am Mercado Central, den es seit über 120 Jahren gibt.

Ausflugsziele in die Umgebung

Rund um Mendoza gibt es eine große Dichte an Weinkellern wie etwa die Bodega Escorihuela mit ihrem bekannten Restaurant oder die Bodega Navarro Coreas, wo man vom bekannten Los Árboles oder vom Navarro Correas kosten kann. Das älteste Weingut der Region ist das Vina del Cerno. Ein echter Geheimtipp ist hier die Führung durch den historischen Keller aus dem Jahr 1869, denn nur für etwa drei Euro erfährt man alles über den Weinbau und kann auch zahlreiche Sorten verkosten. Wer möchte, kann die Weingüter auch mit dem Fahrrad besuchen. Eine Regionalkarte dafür ist in der Touristeninformation der Stadt erhältlich.

Eine traumhafte Aussichtstour ist der so genannte „Weg der 365 Kurven“. Diese Straße verläuft von Mendoza aus über Villavicencio und obwohl die Fahrt anstrengend ist, wird man immer wieder mit wunderschönen Ausblicken auf die Umgebung belohnt.
Perfekt für Wanderer, Fotografen und Kajakfahrer ist ein Ausflug zum Potrerillos-Stausee, an dem man herrlich Sonne tanken kann. Hier befinden sich viele Restaurants sowie Campingplätze, wo man in Blockhütten übernachtet.

Potrerillos-Stausee Potrerillos-Stausee - © www.urlauberinfos.com - CC BY-SA 3.0

Ganz versteckt in den Bergen findet man am Fuße des Maipo die „Laguna del Diamante“, in der sich der Vulkan im klaren Wasser spiegelt und viele dadurch an einen Diamanten erinnert.

Mendoza liegt außerdem am Fuße der höchsten Andengipfel und schon nach drei bis vier Stunden Autofahrt mitten durch eine atemberaubende Bergkulisse erreichen Sie den Eingang des Nationalparks Aconcagua nahe der chilenischen Grenze.
Etwa 100 Kilometer südwestlich von Mendoza befindet sich die Stadt Tunuyan, die vor allem wegen ihres Altstadtkerns sehr bekannt ist. Hier steht auch ein historischer Baum, unter dem sich der Nationalheld San Martín ausgeruht haben soll. Im Museum der Stadt erhält man Einblick in die Geschichte von Tunuyan und das Leben von San Martín.

Etwa 200 Kilometer von Mendoza entfernt liegt der Agua del Toro, ein Stausee, der vor allem wegen der „Pejerreyes“ (Ährenfische) sowie der „Truchas Arco Iris“ (Regenbogenforellen) bekannt ist. Ideal für Wassersportler ist auch der Valle Grande in der Nähe von San Rafael, faszinierende Felsformationen kann man im Canon del Atuel bestaunen.

Die weltweit größte Dichte an Vulkanen ist in Payunia zu finden. Allerdings ist die Gegend ein Reservat und kann nur mit einem Führer besichtigt werden. In der Provinz San Suan befindet sich das Naturreservat Ischigualasto. Auch hier entstanden über Millionen Jahre beeindruckende Felsformationen, die wie eine Mondlandschaft aussehen. Südlich von La Rioja sollten Sie außerdem dem Park  Talampaya einen Besuch abstatten. Hier gibt es Johannisbrotbaumwälder sowie zahlreiche Überreste aus prähistorischer Zeit.

Praktische Informationen

Die Stadt Mendoza ist der Schnittpunkt vieler wichtiger Verkehrsachsen und hat daher ausgezeichnete Busverbindungen in alle Regionen Argentiniens sowie Chile. Magnetkarten für die Fahrten innerhalb der Stadt können an jedem Kiosk gekauft werden.

Insidertipp

In der ersten Märzwoche wird in Mendoza die Weinernte gefeiert und eine Weinkönigin gewählt. Außerdem gibt es eine Aufführung im Amphitheater, an der mehr als 500 Schauspieler und Tänzer teilnehmen. Probieren Sie auch unbedingt ein „Bife de Lomo“ - ein argentinisches Rindersteak, das man fast in jedem Restaurant bekommt und das durch das Know-How der Einheimischen zu etwas ganz Besonderem wird.

Viel Spaß und viele Eindrücke auf Ihrer Reise nach Mendoza!

Text von Mag. Manuela Molk

 / Argentinien
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Allgemeine Infos zu Fernreisen

Treffen Sie die ansässigen Menschen immer mit Respekt. Achten Sie dabei auch auf die Gewohnheiten vor Ort.

Reisen Sie anständig: Die CO2-Emission der Flugreise können Sie kompensieren, etwa bei myclimate aus der Schweiz. Mindern Sie den Verbrauch von Wasser (z.B. mit kürzeren Duschgängen). Pfeifen Sie auf unnötigen Plastikmüll. Befürworten Sie kleine Gewerbetreibende und nicht internationale Multis.

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