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Hintergrundbild: © flickr-User: Rushen (modified by UI) - CC BY-SA 2.0
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Insel im größten Meeresnationalpark Thailands
👍🏼 Gutes Attraktivitätslevel

Ko Tarutao, Thailand

Ko Tarutao liegt in der südthailändischen Provinz Satun, mitten in der Andamanensee, dort wo Thailand langsam Richtung Malaysia ausklingt. Mit ihrer beachtlichen Fläche zählt sie zu den größten Inseln des Landes und ist zugleich die Hauptinsel des gleichnamigen Tarutao-Nationalparks, des größten Meeresnationalparks Südostasiens. Wer auf der Suche nach Trubel, Bettenburgen und Bananenbooten ist, wird hier enttäuscht. Wer hingegen unberührte Natur, dichten Dschungel und einsame Strände liebt, ist goldrichtig.

Im Nordwesten der Insel, an der malerischen Ao Pane Malacca Bucht, liegt die Nationalpark-Verwaltung. Drumherum hat sich ein kleines Touristendorf für Naturliebhaber entwickelt, mit einfachen Bungalows und Zeltplätzen, ein paar Restaurants und kleinen Läden für das Nötigste. Wer hier übernachtet, sollte auf Luxus verzichten können, dafür gibt es Sternenhimmel satt und morgens Vogelgezwitscher statt Verkehrslärm.

Erreichbar ist Ko Tarutao während der Trockenzeit von November bis April mit kleinen Booten von den Festlandhäfen Pak Bara und Satun aus. Außerhalb dieser Saison macht das Wetter der Andamanensee den Fährbetrieb meist unmöglich, die Insel schläft dann quasi im Regen.

Vom Straflager zum Naturparadies

Ko Tarutao hat eine Vergangenheit, die so gar nicht zum heutigen Postkartenidyll passen will. Einst diente die Insel als Straflager, in dem politische Gefangene und Schwerverbrecher gemeinsam untergebracht waren. Als im Zweiten Weltkrieg die Versorgung zusammenbrach und die Insel praktisch von der Außenwelt abgeschnitten war, machten Wärter und Häftlinge kurzerhand gemeinsame Sache und wurden zu Piraten, die die Andamanensee unsicher machten.

Von dieser wilden Episode zeugen heute zwei gut erhaltene Gedenkstätten: das Ao Talo Udang Gefängnis in der südlichsten Bucht der Insel und das Ao Talowao Gefängnis im Südosten. Eine schmale Straße, einst von den Gefangenen selbst gebaut, verbindet die beiden Orte und lässt sich heute als Wander- oder Mountainbike-Strecke erkunden. Wer mehr über diese bewegte Geschichte erfahren möchte, findet im kleinen Museum der Insel weitere Hintergründe.

Traumstrände, Mangroven und dichter Dschungel

Die Westküste von Ko Tarutao hält lange, nahezu menschenleere Sandstrände bereit. Direkt vor den Bungalows der Nationalpark-Verwaltung liegt der Pante Beach, ein feiner Streifen Sand, der zum Faulenzen einlädt. Etwas weiter südlich wartet der Sone Beach mit ähnlich entspannter Atmosphäre, hier verirren sich selten mehr als eine Handvoll Mitreisende.

Im Osten der Insel wird es rauer und wilder: Felsküsten wechseln sich mit dichten Mangrovenwäldern ab, Heimat unzähliger Vögel, Krabben und Warane. Im Landesinneren erhebt sich dichter Regenwald, durchzogen von schmalen Pfaden, die sich für ambitionierte Wanderer anbieten. Wer es lieber gemütlich mag, steuert den Aussichtspunkt To Bu an. Von hier oben blickt man über den Nordwesten der Insel, und bei klarer Sicht lässt sich vom südlichsten Punkt Ao Tale Udang aus sogar die malaysische Insel Langkawi erahnen.

Aktiv unterwegs: Wandern, Kajak & Co.

Ko Tarutao ist kein Ort für die Pool-Liegestuhl-Fraktion, sondern für alle, die gerne selbst aktiv werden. Wandern durch den Dschungel, Mountainbiken auf den alten Sträflingswegen und Kajakfahren entlang der Mangrovenküste zählen zu den beliebtesten Beschäftigungen. Wer schwimmen möchte, sollte sich vorher informieren, denn nicht jeder Strand eignet sich gleich gut dafür, manche Buchten sind eher was für Fotografen als für Schwimmer.

Auch Vogelbeobachter kommen auf ihre Kosten, die Insel beherbergt eine überraschend große Vielfalt an Arten. Nachts lohnt sich ein Blick auf den Strand, mit etwas Glück lassen sich hier Meeresschildkröten bei der Eiablage beobachten.

Ausflüge zu den Nachbarinseln

Der Tarutao-Nationalpark besteht aus deutlich mehr als nur einer Insel, und ein Ausflug zu den Nachbarn lohnt sich fast immer. Ko Rawi, die zweitgrößte Insel des Archipels, besticht mit schroffen Granitfelsen und wilder Küste. Ko Adang, die drittgrößte Insel, erkundet man am besten zu Fuß, dichte Vegetation und steile Pfade machen sie zu einem echten Wanderparadies.

Wer lieber unter Wasser unterwegs ist, steuert Ko Lipe an. Die kleine Touristeninsel hat sich zu einem beliebten Ziel für Taucher und Schnorchler entwickelt, mehrere Tauchschulen bieten Kurse und Ausflüge zu farbenprächtigen Riffen an. Eine schöne Alternative ist eine Tagestour mit dem klassischen Longtailboot, bei der Sie den Nationalpark quasi im Selbstfahrer-Modus erkunden, natürlich mit einheimischem Kapitän am Ruder.

Gut zu wissen

Ko Tarutao ist kein Ort für spontane Städtetrips, wer herkommt, sollte etwas Zeit und Gelassenheit mitbringen. Strom gibt es meist nur zu bestimmten Zeiten, Handyempfang ist streckenweise Glückssache, und Restaurants haben ein überschaubares, aber meist frisches Angebot. Genau das macht für viele Reisende den Reiz aus: eine Insel, auf der man tatsächlich mal abschalten kann, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.

Ausgangspunkt für viele Thailand-Reisen, die auch den Süden des Landes einschließen, ist meist Bangkok. Von dort geht es weiter Richtung Süden, bevor man von Pak Bara oder Satun aus die letzte Etappe übers Wasser zurücklegt.

Für Fotograf:innen: Sonnenauf- und Sonnenuntergänge

Mittwoch, 07.10.2026
Sonnenaufgang
06:08:27
Sonnenhöchstand
12:09:19
∠ 78,3°
Sonnenuntergang
18:10:12
Samstag, 17.10.2026
Sonnenaufgang
06:07:42
Sonnenhöchstand
12:06:50
∠ 74,5°
Sonnenuntergang
18:05:58
Dienstag, 27.10.2026
Sonnenaufgang
06:07:51
Sonnenhöchstand
12:05:19
∠ 70,9°
Sonnenuntergang
18:02:47
Freitag, 06.11.2026
Sonnenaufgang
06:09:06
Sonnenhöchstand
12:05:02
∠ 67,7°
Sonnenuntergang
18:00:59

∠° steht für Sonnenwinkel (∠ 90° = senkrecht), °C für die Temperatur in Grad Celsius.
Ermittelte Zeitzone: Asia/Bangkok

Unterkünfte

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1 EUR = 37,79 THB (Thailändischer Baht)
Zuletzt aktualisiert: 06.10.2026 um 17:07 Uhr MEZ
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