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Hintergrundbild: © dinesh rao (modified by UI) - CC BY 2.0
Flagge Mexiko
Die Zentren der Azteken

Hochland in Mexiko

Mexiko-Stadt ist eine Stadt der Extreme – im Guten wie im Schlechten, und genau das macht sie so faszinierend. Zwischen Nobelboutiquen, Straßencafés und Kunstgalerien pulsiert hier das Herz eines Landes, das sich nie ganz entscheiden konnte, ob es lieber in die Vergangenheit oder in die Zukunft blicken möchte – und genau deshalb einfach beides gleichzeitig tut.

Die Metropole steht wie kaum ein anderer Ort für die Mestizaje Mexikos, jene Verschmelzung indianischer und europäischer Kultur, die sich in Architektur, Küche und Alltag gleichermaßen zeigt. Wer durch die Straßen schlendert, wandelt buchstäblich zwischen aztekischen Fundamenten und kolonialen Fassaden.

Die Bundesstaaten im Schatten der Hauptstadt

Rund um Mexiko-Stadt gruppieren sich die Bundesstaaten Hidalgo, Tlaxcala, Puebla, Morelos und México – allesamt kräftig vom Sog der Kapitale geprägt, aber keineswegs nur deren Vorgarten. Ihre Hauptstädte tragen zwar oft ein industrielles Gesicht, verstecken dahinter aber prächtige Kolonialbauten, die jeden Kamera-Akku in die Knie zwingen.

Wer sich abseits der großen Straßen bewegt, stößt auf Missionen, Kathedralen, Haziendas und archäologische Stätten, dazu Märkte, auf denen noch heute indigene Sprachen zu hören sind. Hier treffen vorspanische, koloniale und postrevolutionäre Epochen so unmittelbar aufeinander, dass man manchmal gar nicht weiß, in welchem Jahrhundert man sich gerade befindet.

Vom Tal der Azteken zur Kolonialpracht

In den fruchtbaren Flusstälern und Ebenen rund um das halbmondförmige Tal von Mexiko blühten einst mächtige Zivilisationen. Anders als das Reich der Maya, dessen Glanzzeit bei Ankunft der Spanier bereits Geschichte war, stand die Kultur des zentralen Hochlands zu jener Zeit noch in voller Blüte.

Fast alle größeren Städte auf dem Zentralplateau rund um das Valle de Anáhuac gehen auf ehemalige Zentren der Azteken zurück. Indigene Künstler und europäische Handwerker taten sich später zusammen und schufen eine Architektur, die zum Eindrucksvollsten zählt, was Mexiko zu bieten hat.

Cuernavaca – Stadt des ewigen Frühlings

Cuernavaca
Hier ließ sich einst Hernán Cortés selbst einen Palast errichten, und auch der mexikanische Adel wusste die Vorzüge des milden Klimas zu schätzen. Über Generationen hinweg diente die Stadt als Rückzugsort für Diplomaten, Politiker und Künstler, die dem Trubel der Hauptstadt entfliehen wollten.

Wer selbst eine Auszeit sucht, findet rund um Cuernavaca zahlreiche Thermalbäder und Wasserparks, die zum Verweilen einladen. Und wer es lieber kulturell mag: Die Stadt ist bekannt für ihre Gartenschauen und Musikfestivals, bei denen das ganze Zentrum in Blütenduft und Klängen versinkt.

Conventos del Volcán

Rund um das heutige Morelos teilten sich einst Dominikaner- und Augustinermönche das Land und errichteten zahlreiche Klöster, von denen viele bis heute erhalten sind. Die Route entlang dieser Bauwerke führt durch Täler am Fuß zweier majestätischer Vulkane, dem Popocatépetl und dem Iztaccíhuatl, denen die Strecke ihren klingenden Namen verdankt: „Klöster bei den Vulkanen“.

Besonders in den kühleren Monaten, wenn die Gipfel schneebedeckt in der Sonne glitzern, gehört diese Tour zu den fotogensten Ausflügen der ganzen Region.

Toluca – Hauptstadt mit Höhenluft

Toluca
Toluca gilt als eine der höchstgelegenen Hauptstädte Mexikos und war einst Aztekengebiet, bevor auch hier die Spanier unter Cortés das Sagen übernahmen. Heute zeigt sich die Stadt als lebendiges Industriezentrum mit belebten Märkten, sehenswerten Museen und einem botanischen Garten, der gerade an heißen Tagen eine wohltuende grüne Oase ist.

Am Stadtrand lohnt ein Abstecher nach Metepec, das für seine kunstvolle Keramik weit über die Region hinaus bekannt ist – ein Souvenir von hier überlebt garantiert jeden Koffertransport besser als jeder Schnickschnack vom Flughafen.

Ob pulsierende Metropole, verschlafenes Kolonialstädtchen oder Vulkanpanorama – das zentrale Hochland Mexikos hält für jeden Geschmack etwas bereit. Packen Sie also die Kamera ein und lassen Sie sich von dieser Region überraschen, die Geschichte und Gegenwart so selbstverständlich miteinander verwebt wie kaum ein anderer Landstrich des Landes.

Unterkünfte

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Zuletzt aktualisiert: 06.10.2026 um 17:13 Uhr MEZ
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Allgemeine Infos zu Fernreisen

Treffen Sie Einheimische immerzu mit angemessenem Respekt. Nehmen Sie bitte Rücksicht auf regionale Traditionen.

Handeln Sie verantwortungsfreudig: Den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß Ihres Fluges kann man kompensieren, beispielshalber bei der schweizerischen Organisation myclimate. Reduzieren Sie den Bedarf an Wasser (z.B. mit kürzeren Duschgängen). Vermeiden Sie unnützen Plastikmüll. Unterstützen Sie lokale Kleinhändler anstatt Großkonzerne.