
Pazifikküste, Mexiko
Die Bundesstaaten entlang der mexikanischen Pazifikküste sind ein echtes Kontrastprogramm: kilometerlange, oft menschenleere Sandstrände treffen auf schroffe Bergketten, schicke Ferienorte auf verträumte Fischerdörfer und pulsierende Städte auf ruhige Kunsthandwerker-Dörfer. Wer glaubt, Mexiko bestehe nur aus Strand und Cocktailbar, wird hier eines Besseren belehrt.
Weil es entlang der Küste das ganze Jahr über feucht bleibt, wuchert hier auch die Natur besonders üppig: dichte Wälder, satte Grüntöne und eine Pflanzenvielfalt, die man in den trockeneren Regionen Mexikos vergeblich sucht. Auch abseits des Meeres lohnt sich ein Abstecher ins Hinterland. Guadalajara, die Heimat von Mariachi-Musik und Tequila, das quirlige Colima oder das mediterran anmutende Taxco setzen dem Strandurlaub spannende Kontrapunkte entgegen.
Ureinwohner und lebendige Traditionen
An der Pazifikküste selbst leben heute nur noch wenige indigene Gemeinschaften, größtenteils Nachfahren der Náhuatl-Sprecher aus Guerrero. Viele Ureinwohner, die die spanische Eroberung überlebt hatten, zogen sich damals in die Berge zurück. Erst später begann man, die Dörfer mit Schulen, Krankenhäusern und Handwerksbetrieben wieder aufzubauen.
Im Bundesstaat Nayarit hat sich die Kultur der Huicholes besonders lebendig erhalten. Schamanismus und traditionelle Rituale spielen bei ihnen noch immer eine große Rolle, genauso wie ihre kunstvollen Garnbilder und die filigranen Masken und Objekte aus bunten Glasperlen, die längst auch weit über Mexiko hinaus für Aufsehen sorgen.
Kunsthandwerk mit langer Tradition
Südöstlich davon liegt Michoacán, einer der wichtigsten Orte für mexikanisches Kunsthandwerk. Hier entstehen bis heute kunstvolle Kupfergefäße, handgeschnitzte Holzmöbel, feine Keramik und edle Lackarbeiten. Handwerkskunst, die von Generation zu Generation weitergegeben wird und sich in vielen kleinen Werkstätten noch original vor Ort bewundern lässt.
Städte mit ganz eigenem Charakter
Guadalajara:
Die zweitgrößte Stadt Mexikos gilt vielen als der Inbegriff mexikanischer Kultur. Hier wird der Tequila destilliert, der weltweit unter diesem Namen bekannt ist, hier spielen die legendären Mariachi-Kapellen auf, und elegante Reiter, die charros, zeigen bei traditionellen Vorführungen ihr Können. Ein Besuch in Guadalajara fühlt sich an wie ein Crashkurs in mexikanischer Identität: laut, bunt und herzlich zugleich.
Colima:
Wer nach den Stränden Abwechslung sucht, findet in Colima eine überschaubare, aber lebendige Stadt mit Museen, Kunstgalerien und einem regen kulturellen Leben. Immer wieder verwandeln Feste die Straßen in ein buntes Spektakel aus Musik, Umzügen, kulinarischen Ständen und traditionellen Reitvorführungen.
Taxco:
Weiß getünchte Häuser, enge Gassen und ein Hauch mediterranes Flair haben Taxco den Beinamen „Florenz von Mexiko“ eingebracht. In der Umgebung lässt sich außerdem eines der größten unterirdischen Höhlensysteme des Landes erkunden, ein kühler und überraschender Kontrast zur mexikanischen Sonne.
Ob Strandspaziergang, Bergpanorama oder Kunsthandwerker-Markt: An der Pazifikküste Mexikos wird es garantiert nicht langweilig. Wir wünschen Ihnen eine erlebnisreiche Reise!
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Zuletzt aktualisiert: 06.10.2026 um 17:13 Uhr MEZ
Beiläufige Informationen
Während eines Gesprächs behandeln Sie die ansässigen Menschen immerzu mit angemessenem Respekt. Nehmen Sie bitte Rücksicht auf lokale Gepflogenheiten.
Benehmen Sie sich anständig: Den CO2-Ausstoß des Fluges kann man ausbügeln, zum Beispiel bei der schweizerischen Organisation myclimate. Beschränken Sie Ihren Wasserbedarf (z.B. mit kürzer Abduschen). Dezimieren Sie beim Shopping überflüssigen Einwegmüll. Befürworten Sie lokale Kleinhändler an Stelle von großen Unternehmen.
















