Hintergrundbild: © Mateus Hidalgo - CC BY-SA 2.5

Mitten im Zentrum des südamerikanischen Kontinents

Cuiabá, Brasilien

Die Hauptstadt des Bundesstaates Mato Grosso liegt mitten im Zentrum des südamerikanischen Kontinents.

Cuiabás kulturelles Angebot ist im Vergleich zu anderen brasilianischen Städten dieser Größenordnung relativ bescheiden. Es lohnt sich aber doch in Cuiabá eine Stippvisite einzulegen oder die Stadt als Stützpunkt für Ausflüge in die Natur zu nutzen.

Geschichte

Im Jahre 1719 entdeckten Bandeirantes, kleine portugiesische Expeditionsteams auf der Suche nach Gold und Sklaven das damalige Ikuipá. Die Goldfunde lockten zahlreiche Abenteurer an.  

Cuiabá wurde1835 zur Bundeshauptstadt ernannt. Im Paraguaykrieg um 1850 erlangte sie militärisch-strategische Bedeutung. Seit den sechziger Jahren ist sie zum Ausgangspunkt ins Pantanal geworden und nennt sich nun Tor nach Amazonien.

Sehenswürdigkeiten und kulturelles Angebot

Die Kirche Nossa Senhora do Rosário wurde im Jahre 1722 von Sklaven auf der ehemaligen Hauptgoldader erbaut. Den Oberschenkelknochen eines 120 Mio. Jahre alten Tyrannosaurus und Steinbeile aus der Jungsteinzeit können im Museum of Stones bewundert werden.

Für Wasserratten sorgt der Águas Quentes, ein Thermalwasserpark, für Abwechslung. Der Carneval in Cuiabá ist nichts für schwache Nerven.

Boi–a-Serra nennen die Einheimischen die Tradition sich ein Tier-bzw. Ochsenkostüm überzuziehen  und damit auf die Zuschauer loszugehen. Begleitet wird das Spektakel von Cururu, dem für die Gegend typischen Musikstil.

Ausflugsziel nördliches Pantanal

Naturliebhabern wird eine Expedition ins nördliche Pantanal (Sumpf), einem der größten Feuchtgebiete und letzten Naturparadiese dieser Erde dringend empfohlen. Das im Jahre 2000 zum UNESCO-Welterbe ernannte Areal bietet mehr als 665 Vogelarten, diversen Raubkatzen, Schlangen, unzähligen Reptilien, Amphibien und Fischarten ein Zuhause. Attraktion ist, neben den über 2000 Pflanzenarten, das größte und mit seinen 70kg schwerste Nagetier der Welt, das Capybara.


Das Pantanal besteht aus unzähligen Süßwasserseen. Im Westen liegen isolierte Salzwasserbecken, sogenannte Salinas. Das gesamte Gebiet wird von zahlreichen  Flüssen gespeist. Die Hauptader dieses einzigartigen Naturparks ist der Rio Paraguay. Das gesamte Gebiet erstreckt sich über die brasilianischen Bundesstaaten Mato Grosso und Mato Grosso do Sul, sowie dem Mato Grosso Plateau und reicht östlich in die Nachbarstaaten Bolivien und Paraguay hinein.

Die Transpantaneira, eine künstlich aufgeschüttete Straße führt ca. 145 km ins Pantanal hinein. 127 kleine und große Holzbrücken, die ständig in Ausbesserung sind, sorgen für abenteuerliches Flair.

Das leibliche Wohl

Das Pantanal versorgt die Restaurants von Cuiabá mit frischem Fisch. Nächtigungsmöglichkeiten direkt im Pantanal bieten die vereinzelten Fazendas (Farmen).

Klima

Cuiabá ist einer der heißesten und feuchtesten Orte Brasiliens. Das Quecksilber steigt häufig auf 43 Grad. Der meiste Niederschlag fällt zwischen Dezember und Februar.

Viel Spaß und viele Eindrücke auf Ihrer Reise nach Cuiabá!

Text von Ilona Patek

Cuiaba / Brasilien
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Wohlbekannte Infos zu Fernreisen

Im Gespräch behandeln Sie die Lokalbevölkerung stets mit der notwendigen Anerkennung. Berücksichtigen Sie dabei bitte auch landestypische Gebräuche.

Reisen Sie verantwortungsvoll: Die Emission des Treibhausgases CO2 für den Flug können Sie neutralisieren, beispielshalber bei der schweizerischen Organisation myclimate. Reduzieren Sie Ihren Wasserbedarf (z.B. mit weniger Duschen). Dezimieren Sie beim Shopping unnützen Einwegmüll. Unterstützen Sie lokale Produzenten und nicht internationale Multis.

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