Hintergrundbild: © Manuel Menal (modified by UI) - CC BY-SA 2.0

Zentrum mehrerer Königreiche im Norden Indiens

Gwalior, Indien

Gwalior ist eine der größeren Städte im Bundesstaat Madhya Pradesh. Sie liegt direkt an der Eisenbahnstrecke zwischen Delhi und Mumbai und ist daher leicht zu erreichen.

Durch das subtropische Klima das in Gwalior herrscht, folgen auf die heißen Sommer (März bis Juni), die Monsunzeit (Juli bis Oktober) und die kühlen Winter (November bis Februar).

In ihrer Geschichte war Gwalior das Zentrum mehrerer Königreiche die im Norden Indiens entstanden waren, was sich bis heute in den Sehenswürdigkeiten der Stadt widerspiegelt.

Sehenswürdigkeiten in Gwalior

Gwalior Fort

Das beeindruckende Fort Gwaliors, das sich auf einem drei Kilometer langen Tafelberg hundert Meter über den Dächern der Stadt erhebt, bietet nicht nur einen wundervollen Ausblick, sondern auch einen Einblick in über tausend Jahre Geschichte. Es gibt zwei Möglichkeiten um zu diesem atemberaubenden Fort zu gelangen, einerseits über einen befahrbaren Weg und andererseits zu Fuß über einen Pfad mit vielen Stufen.

Im Inneren des gigantischen Forts befinden sich unter anderem sechs Paläste und drei Tempel. Um die vielen Winkel dieser zu erkunden, kann man einen der Führer, die im Gebäudekomplex auf abenteuerlustige Kundschaft warten, für eine zwei- bis dreistündige Führung mieten.

Das Herzstück des Gwalior Forts ist der Man-Mandir-Palast, der von 1486 bis 1516 erbaut wurde. Mit seiner reichen Kachelverzierung und den Zwillingstürmen am so genannten „Elefantentor“ gehört er zu den prächtigsten Palästen Indiens. Wegen seiner vielen Keramik-Mosaiken, die unter anderem Tiger, Elefanten, Krokodile und Blumen zeigen, wird er auch Chit Mandir („geschmückter Palast“) genannt. Das karge Innere des vierstöckigen Palastes bietet fast einen Gegensatz zur äußerlichen Pracht. Hier befinden sich jedoch unterirdische Verließe, die vor allem unter den Moguln häufig zum Einsatz kamen

Ein weiterer Höhepunkt des Gwalior Forts sind die Jain-Skulpturen, die in die schroffen Klippen des Tafelberges hineingeschlagen wurden und sich neben dem befahrbaren Weg zum Palastkomplex befinden. Hierbei handelt es sich um vierundzwanzig überlebensgroße, nackte Figuren, die die Lehrer und Erlöser des Jainismus darstellen. Diese, in der Mitte des fünfzehnten Jahrhundert errichteten Skulpturen, wurden bei einem Angriff auf das Fort von den Truppen des Mogul-Kaisers Babur die Gesichter und die Genitalien abgeschlagen.

Die nördlich des Tafelberges befindliche Altstadt Gwaliors ist durch überwiegend muslimische Bauten geprägt. Nicht nur die gut erhaltene Moschee Jami Masjid, die 1661 erbaut wurde und mit ihre zwei schlanken Minarette, ihre drei Zwiebeltürme mit goldenen Spitzen besticht, verweist auf eine muslimische Zeit. Vor allem das Grabmal des Ghaus Mohammed aus dem sechzehnten Jahrhundert, das sich einen Kilometer weiter östlich in Mitten einer Rasenfläche befindet, ist ein wundervolles Beispiel für die frühe Mogul-Architektur. Hier liegt ein afghanischer Prinz, der Babur bei den Kämpfen um das Fort unterstütze, begraben.

Durch die verschiedenen Kulturen, die sich in Gwalior widerspiegeln, wird diese Stadt zum unvergesslichen Erlebnis!

Viel Spaß und viele Eindrücke auf Ihrer Reise nach Gwalior!

Text von Manuela Bernauer

Gwalior / Indien
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